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Olympia 2026: "Fiasko" - vernichtendes Presse-Urteil zur Eröffnungsfeier

Presse giftet: „Was für ein Fiasko“

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Italien stößt in der internationalen Presse nicht überall auf Anklang. Vor allem in Schweden übt man deutliche Kritik.
Spektakel pur bei der Eröffnung der Olympischen Spiele. Aus musikalischer Sicht eröffnen zwei absolute Hochkaräter die Spiele in Italien.
Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Italien stößt in der internationalen Presse nicht überall auf Anklang. Vor allem in Schweden übt man deutliche Kritik.

Mariah Carey sorgt für Glamour, US-Vizepräsident JD Vance wird ausgebuht, die Italiener feiern ihre Show: Am Freitagabend wurden die Olympischen Winterspiele mit den Hauptorten Mailand und Cortina d’Ampezzo mit einer logistisch nie dagewesenen Zeremonie eröffnet.

Im weiteren Olympia-Ort Predazzo waren jedoch nicht alle so glücklich über den Ablauf der Zeremonie und übten teils deutliche Kritik. Sogar von einem „Fiasko“ war die Rede. SPORT1 zeigt die internationalen Pressestimmen zur Eröffnungsfeier.

ITALIEN: Olympia-Zeremonie wird gefeiert

Gazzetta dello Sport: „Goldene Olympia-Träume: Mailand-Cortina beginnt mit einer beeindruckenden Show. Für Italien ist die Eröffnungsfeier bereits die erste Medaille.“

Corriere dello Sport: „Eleganz, Kultur und Geschichte: Bei der Eröffnungsfeier in Mailand zeigt Italien seine beste Seite. Die Show stellt in drei Stunden das Schönste der italienischen Kultur und Tradition vor. Alles funktioniert synchron, wie bei einem Bergchor in Cortina - jeder spielt seine Rolle in voller Harmonie, dem Thema der Eröffnungsfeier.“

La Repubblica: „Kunst, Musik und Poesie: Die Eröffnungsfeier begeistert mit einer großen Show mit zwei olympischen Feuern und einer Inszenierung an mehreren Schauplätzen. Besonders bewegend ist der Auftritt der italienischen Skilegende Gustav Thöni mit der olympischen Fackel in der Hand.“

Il Messaggero: „Die Show funktioniert und ist eine Mischung aus Innovation und Tradition. Die Musik, die die Teams begleitet, erinnert an eine Parade und an eine Techno-Disko. Das, was wir gesehen haben, ist der Triumph der Eleganz, und in dieser Hinsicht hat Italien die Winterspiele bereits gewonnen.“

SCHWEDEN: „Was für ein Fiasko“

Aftonbladet: „In Mailand und Cortina ist das olympische Feuer endlich entzündet. Aber hier in Predazzo ist es bereits erloschen. Italien hat die Olympia-Stadt offenbar vergessen. Als die Fernsehkameras endlich den ganzen Weg hierher geschafft hatten und die Athleten einzogen, bekamen wir in Predazzo acht Amateure in Freiwilligenjacken zu sehen, die den Macarena tanzten. Das war der gesamte Rahmen. Die kleine australische Mannschaft versuchte zwar, eine gute Show zu bieten, aber das war genauso aussichtslos wie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung beim Bockstensmann (mittelalterliche Moorleiche). Die Eröffnung in Predazzo war für die A-Nationen bereits jenseits aller Rettung. Für uns im Publikum war es, als säßen wir zu Hause auf dem Sofa in unserer Wohnung mit einer Tüte Chips und einer Dose Bier und sähen uns die Nobelpreisverleihung im Fernsehen an. Nur ohne die Wohnung, das Sofa, die Chips und das Bier. (...) GEHT DEM LICHT ENTGEGEN! Das passte irgendwie. Denn das Thema des Abends hier in Predazzo war der Tod. Aber ja, was ist andererseits harmonischer als der Tod? Außer für uns, die wir diese Eröffnung überlebt haben und mit der Trauer weiterleben müssen. Mit der Trauer und dem Trauma. Als sich die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry, von der Bühne im San Siro aus direkt an die Sportler in Mailand, Cortina, Livigno und Predazzo wandte, waren die Tribünen und der Innenraum bereits leer. Nur die Wachleute in ihren gelben Westen standen noch da. Das Feuer in Mailand und Cortina war noch nicht entzündet, aber die Flamme in Predazzo war bereits erloschen. Was für ein Fiasko.

ENGLAND: „Ein eisiger Empfang“

BBC: „Trotz Bedenken hinsichtlich der Logistik einer Zeremonie an mehreren Orten war es eine beeindruckende Produktion, die reibungslos verlief.“

The Times: „JD Vance wird ausgebuht, die Spiele starten feurig. Im Mittelpunkt standen Glanz und Glamour im San Siro mit Auftritten von Mariah Carey und Andrea Bocelli – doch die politischen Auseinandersetzungen ließen sich nicht ausblenden, auch das israelische Team wurde ausgebuht.“

Daily Mail: „Ein eisiger Empfang. Wütende Italiener buhen amerikanische Athleten und JD Vance bei der Eröffnungsfeier aus.“

Telegraph: „Andrea Bocelli rettet die Eröffnungsfeier, nachdem Mariah Carey sich wie eine Baisertorte gekleidet hat.“

The Sun: „Mamma-Riah. Es war eine sehr schöne Zeremonie, wenn auch etwas zu lang. Aber sie war größtenteils gute Unterhaltung.“

FRANKREICH: „Einzigartige, vielfältige Zeremonie“

Le Monde: „Glanz, Oper und alpines Spektakel prägen die Eröffnung der Olympischen Spiele in Mailand-Cortina.“

Le Figaro: „Italien hat keine Mühen gescheut, seine Spiele zu bewerben. Die ersten dezentralen Spiele boten eine einzigartige, vielfältige Zeremonie.“

NORWEGEN: „Vance sorgt für Empörung“

Aftenposten: „Der amerikanische Popstar Mariah Carey sang sich in die Herzen des San Siro, jenes gewaltigen Fußballstadions, dessen Tribünen steil in den Boden abfallen. Für die Amerikaner auf den VIP-Rängen sah es deutlich schlimmer aus. Diesmal wurde das olympische Chaos nicht von autokratischen Präsidenten aus Russland und China oder Scheichs von der Arabischen Halbinsel verursacht. Es war US-Vizepräsident JD Vance, der vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele für Schlagzeilen und Empörung sorgte.“

ÖSTERREICH: „Tribut an die Schönheit und Kunst Italiens“

Kronen Zeitung: „Mega-Show! Die Olympischen Spiele sind eröffnet. Die Eröffnungsfeier in der 100 Jahre alten Fußball-Arena begann mit einem Tribut an die Schönheit und die Kunst Italiens.“

SPANIEN: „Bewegende Zeremonie“

Marca: „Herausforderung erfolgreich gemeistert. Eine bewegende Zeremonie. Mit Ehrungen. Mit Geschichte. Mit Bühnenpräsenz. Mit Rhythmus, selbst an verschiedenen Orten. Die Winterspiele begannen spektakulär. Die Eröffnungsfeier in Mailand-Cortina wird in Erinnerung bleiben. Das Giuseppe-Meazza-Stadion erfüllte in seiner letzten Aufführung vor dem Abriss alle Erwartungen.“

USA: „Farbenfrohe römische Legionen“

The Washington Post: „Mariah Carey sang ‚Volare‘, doch der toskanische Tenor Andrea Bocelli sorgte für tosenden Applaus. Es gab farbenfrohe römische Legionen, Espressokannen und Pinocchios, Opern und Euro-Pop. Man huldigte Armani, Leonardo da Vinci und der Astrophysikerin Margherita Hack. Es gab italienischen Rap und Comedy – zum Glück nicht gleichzeitig.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)