Nachdem Eisschnellläuferin Jutta Leerdam bei den Olympischen Winterspielen eine Gold- und eine Silbermedaille gewonnen hat, widmete sie sich nun ihren Kritikern.
Olympia 2026: Luxus-Queen rechnet mit Kritikern ab
Luxus-Queen rechnet mit Kritikern ab
Zu einem Bild, das Leerdam nach ihrem Olympiasieg mit Freudentränen zeigt, schrieb sie bei Instagram: „Für mich hat dieses Bild alles eingefangen, wofür meine Olympischen Spiele standen. Es ist so ironisch, denn mein Lidstrich und mein Make-up sind etwas, wofür ich während meiner gesamten Karriere beurteilt wurde, obwohl sie mir doch nur Selbstvertrauen gegeben und mir das Gefühl gegeben haben, feminin und stark zu sein.“
„Lass niemals zu, dass jemand dein Licht trübt“
Für die Niederländerin sei das „eine Erinnerung daran, dass man gleichzeitig sanft und stark, diszipliniert und feminin sein kann“. Sie wollte damit folgende Botschaft vermitteln: „Lass niemals zu, dass jemand dein Licht trübt.“
„Dieser Moment beweist, dass man sich nicht verändern muss, um etwas Großes zu erreichen. Dass dein Aussehen dich nicht als Person oder als Sportler definiert. Dass, wenn du hart arbeitest und entschlossen bleibst, alles zusammenkommt“, schrieb Leerdam.
Insbesondere wegen ihrer Anreise mit dem Privatjet und weil sie mehrere Tage nicht mit Journalisten gesprochen hatte, war Leerdam scharf kritisiert worden.
„Der Druck, den ich gespürt habe, die Urteile, mit denen ich mich in so vielen Bereichen auseinandersetzen musste, die harte Arbeit, die ich über so viele Jahre hinweg geleistet habe – all das kam in diesem Moment zusammen“, erklärte sie.
Am Ende holte Leerdam Gold über 1000 Meter und Silber über 500 Meter. Sie habe „das für mich getan, für mein jüngeres Ich, für meine Familie und für alle Frauen, die nicht in eine Schublade gesteckt werden wollen und einfach nur sie selbst sein möchten“.