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Olympia 2026: Rechenfehler sorgt für Irritation - "Haben sie aufgegeben, oder was?"

Kurioser Rechenfehler sorgt für Wirbel

Am ersten Tag der olympischen Curling-Wettbewerbe verzählen sich die Schiedsrichter und erklären Schweden fälschlicherweise verfrüht zum Sieger.
Die Olympischen Winterspiele stehen kurz bevor. Erste Bilder zeigen Eindrücke vom deutschen Haus.
Am ersten Tag der olympischen Curling-Wettbewerbe verzählen sich die Schiedsrichter und erklären Schweden fälschlicherweise verfrüht zum Sieger.

Der Auftakt der Curling-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen in Cortina und Mailand verlief sehr holprig. Schon nach fünf Minuten sorgte ein Stromausfall in der Halle für eine Unterbrechung – das sollte aber nicht die einzige Panne an diesem Tag sein.

Denn beim Match der Mixed-Konkurrenz zwischen Schweden und Südkorea unterlief den Schiedsrichtern nach dem sechsten Durchgang ein Rechenfehler. Sie erklärten die Schweden fälschlicherweise verfrüht zum Sieger.

Das skandinavische Geschwisterpaar Isabella und Rasmus Wrana führte zu diesem Zeitpunkt zwar deutlich mit 10:3, theoretisch wäre es für das gegnerische Duo aber noch möglich gewesen, in den letzten beiden Durchgängen das Spiel zu drehen.

Olympia: Schwedische Curler von Entscheidung irritiert

Denn in diesen Durchgängen könnte ein Team insgesamt noch bis zu zehn Punkte holen. Entsprechend irritiert reagierte Rasmus Wrana auf das vorzeitige Ende der Partie. „Haben sie aufgegeben, oder was?“, fragte er.

Aufgegeben hatten die beiden Südkoreaner nicht. Aber offensichtlich war auch ihnen in dem Moment nicht bewusst gewesen, dass sie noch eine Chance haben. Denn das Duo hatte sich formell mit der vermeintlichen Niederlage abgefunden.

„Es war etwas seltsam. Leider hatten alle bereits alle Papiere unterschrieben, und da konnte man nichts mehr daran ändern“, wurde Wrana vom schwedischen Sender SVT zitiert.

Curling-Coach berichtet von Gespräch mit Schiedsrichtern

Trainer Andreas Prytz enthüllte, wo genau der Rechenfehler lag: „Der Schiedsrichter dachte, es sei die siebte Runde. Ich habe versucht, sie aufzuhalten und ihnen zu sagen, dass es der sechste Durchgang war, aber das hat etwas gedauert.“

Die Schweden beteuerten, dass sie gewillt gewesen seien, weiterzuspielen. Die Südkoreaner aber hatten durch ihre Unterschrift ihre Niederlage bereits anerkannt und zeigten sich trotz des Schiedsrichterfehlers als faire Verlierer.

Die einzigen wahren Verlierer waren an diesem Tag die Unparteiischen. „Es ist ein bisschen peinlich“, fasste Trainer Prytz die Leistung der Schiedsrichter treffend zusammen.