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Olympia 2026: Wieder Langlauf-Ärger! Norwegen nach Staffel bestraft

Strafe für Norwegens Langläufer

Die norwegischen Langläufer stürmen zu Staffel-Gold, anschließend wird das Team sanktioniert. Es ist der nächste Vorfall bei Olympia, der für Wirbel sorgt.
Langlauf-Star Ebba Andersson stürzt während des Staffel-Rennens zweimal. Die Schwedin erlebt einen Albtraum.
Die norwegischen Langläufer stürmen zu Staffel-Gold, anschließend wird das Team sanktioniert. Es ist der nächste Vorfall bei Olympia, der für Wirbel sorgt.

Wieder hat ein Zwischenfall für Aufregung bei den olympischen Langlauf-Wettbewerben gesorgt: Wie die FIS übereinstimmenden Berichten zufolge am Sonntag nach dem Staffelrennen bekannt gab, wurde das norwegische Team für einen Regelverstoß sanktioniert.

Demnach hatte ein Servicemitarbeiter der Skandinavier kurz vor dem Rennen auf einer bereits gesperrten Loipe die Ski getestet. Dadurch erhielten die Norweger im letzten Moment Informationen über die Bedingungen der Strecke – ein Vorteil, der anderen Teams verwehrt blieb.

Nach einer Entschuldigung des norwegischen Verbands fiel die Strafe der FIS vergleichsweise mild aus: Bis nach dem anstehenden Team-Sprint am Mittwoch muss Norwegen auf einen Servicetechniker, der unter anderem die Ski testen kann, verzichten.

Olympia: Norwegischer Skitechniker begeht „Fehler“

Norwegens Verband erklärte: „Im Zusammenhang mit dem Skitest vor dem heutigen Staffelrennen bei den Olympischen Spielen hat einer unserer Skitechniker einen Fehler begangen. Der Skitechniker hat den Zeitpunkt der Sperrung der Loipe missverstanden und sich nach der Sperrung noch acht bis zehn Minuten in der klassischen Loipe aufgehalten, während die Skating-Loipe noch offen war.“

Für Unmut sorgte der Vorfall unter anderem beim finnischen Team. „Es ist schon interessant, wenn die Loipen um Viertel nach elf gesperrt sind und ich neben dem Zaun stehe, während die Norweger die Skier testen. Vielleicht halten sich die von der FIS ja nicht mehr so ​​an die Regeln …“, wurde Langläufer Iivo Niskanen von der finnischen Zeitung Iltalehti zitiert.

Pikant: Das Thema unzulässiger Skitests war offenbar erst beim Teamleiter-Meeting vor dem Staffelrennen zur Sprache gekommen, wie Skilanglauf-Experte Fredrik Aukland beim norwegischen Sender NRK berichtete.

„Vermeidbar“: Unverständnis nach Regelverstoß

Auslöser der Diskussion sollen mehrere angebliche Regelverstöße verschiedener Nationen beim Skitest am Samstag vor der Frauen-Staffel gewesen sein. Vor allem Österreich soll auf eine strengere Überwachung und konsequente Sanktionen gedrängt haben.

Für Aukland ist es daher umso unverständlicher, dass sich Norwegen am Sonntag einen Verstoß leistete. „Es gibt sehr klare Regeln, die leicht zu befolgen sind. Es ist wirklich peinlich, dass Norwegen nicht in der Lage ist, diese Regeln zu befolgen, obwohl sie erst gestern bei der Teambesprechung besprochen wurden. Das sollte eigentlich vermeidbar sein“, betonte der Fachmann.

Sportlich lief für Norwegens Langläufer am Sonntag dennoch alles nach Plan. Die Staffel gewann klar vor Frankreich und Italien. Dabei stieg Superstar Johannes Hösflot Kläbo mit seiner neunten Goldmedaille zum alleinigen Olympia-Rekordhalter auf.

Wachs-Ärger: Finnischer Protest abgewiesen

Ärger hatte es zuletzt bereits um eine von den Norwegern eingesetzte Wachsmaschine gegeben. Die Finnen protestierten dagegen, dass die Norweger beim Rennen am Dienstag einen Vorteil beim Wachsen erhalten hatten.

Der Weltverband hatte den Norwegern erlaubt, eine Wachsmaschine in den Wartungsbereich mitzunehmen, obwohl dies in den vorab erteilten Anweisungen untersagt war. Die anderen Mannschaften wurden nicht über diese Möglichkeit informiert.

Auch beim US-Team war es zu zweifelhaften Vorgängen gekommen, welche Finnland moniert hatte. Letztlich wurde der Protest von der FIS aber abgewiesen, da er zu spät erfolgt sei.