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Olympia: Deutscher Star vor letztem großen Auftritt

Olympia-Medaille zum Abschied?

Johannes Rydzek startet noch ein letztes Mal bei den Olympischen Winterspielen. Bei den Wettbewerben in Norditalien möchte sich der erfahrene Kombinierer nicht verstecken.
Die Nordischen Kombinierer bangen um den Verbleib ihrer Sportart im Olympia-Programm. Entsprechend besorgt zeigen sich Trainer Erik Frenzel sowie die DSV-Stars Vinzenz Geiger, Julian Schmid und Johannes Rydzek.
Johannes Rydzek startet noch ein letztes Mal bei den Olympischen Winterspielen. Bei den Wettbewerben in Norditalien möchte sich der erfahrene Kombinierer nicht verstecken.

Vier Olympische Medaillen hat Johannes Rydzek bereits gesammelt – die Winterspiele in Mailand/Cortina werden für den Kombinierer-Star die fünften und zugleich letzten sein. Kurz vor dem großen Highlight hat der 34-Jährige über seine Ambitionen bei seinem finalen Olympia-Auftritt (JETZT im LIVETICKER) gesprochen.

„Ich versuche einfach noch einmal, meine beste Performance auf der größten Bühne zu zeigen. Ich habe gezeigt, dass es reicht, um für die Top-Plätze zu fighten“, erklärte Rydzek im Rahmen des Nordic Combined Triple in Seefeld im Gespräch mit SPORT1.

Als Sechster des Gesamtweltcups und mit zwei Podestplätzen zu Jahresbeginn im estnischen Otepää reist der Oberstdorfer als einer der Medaillenkandidaten zu den Winterspielen nach Italien.

In Predazzo zeigte Rydzek im Springen von der Normalschanze ordentliche Leistungen und landete auf Rang zwölf. Mit 42 Sekunden Rückstand auf den Führenden Kristjan Ilves (Estland) in die Loipe.

Olympia-Medaille? Rydzek ordnet Chancen ein

Für Edelmetall müsse laut dem Olympiasieger von 2018 allerdings „am Wettkampftag alles passen“, betonte Rydzek im Vorfeld.

Der Allgäuer hatte sich in einer knallharten internen Qualifikation einen der drei Olympia-Startplätze im deutschen Kombinierer-Team gesichert. „Es war nicht einfach, sich überhaupt zu qualifizieren in der starken Mannschaft, die wir haben“, meinte Rydzek.

Während er sein Ticket für Italien löste, entschied der Deutsche Skiverband, Top-Talent Wendelin Thannheimer nicht zu nominieren.

Olympische Winterspiele mit besonderer Atmosphäre

Die Wettkämpfe in Predazzo werden laut Rydzek eine ganz besondere Erfahrung. Schließlich finden die Olympischen Winterspiele erstmals seit 2006 wieder in Europa statt – und damit deutlich näher an der Heimat.

„Es wird sicher noch mehr Unterstützung von zuhause da sein. Ich werde es auf jeden Fall voll genießen“, erklärte Rydzek.

Der Deutsche ist seit 2008 Teil des Weltcup-Zirkus und zählt zu den erfahrensten Athleten im Feld.

Rydzek nähert sich dem Karriereende

Im Sportschau-Podcast bezeichnete er sich zuletzt selbst als „altes Eisen“ und erklärte: „Ich weiß, dass meine Karriere endlich ist. Ich merke, dass ich mich anders erhole als mit Mitte 20.“ Unabhängig von einem möglichen Karriereende nach der Saison wolle er dem Sport jedoch erhalten bleiben.

Rydzek feierte bislang 18 Weltcupsiege und verpasste den Gewinn des Gesamtweltcups in den Jahren 2014 und 2017 nur knapp. In Mailand/Cortina soll nun ein letztes erfolgreiches olympisches Kapitel hinzukommen.