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Olympia 2026: Krasser Schiri-Fehler sorgt fast für Skandal

Krasser Schiri-Fehler bei Olympia

Beim Spiel zwischen Kanada und Tschechien im olympischen Eishockey-Turnier leisten sich die Schiedsrichter einen groben Fehler. Die Fehleinschätzung endet fast im Skandal.
Top-Favorit Kanada ringt Tschechien in der Overtime nieder. Entscheidend ist ein Geniestreich von Mitch Marner.
Beim Spiel zwischen Kanada und Tschechien im olympischen Eishockey-Turnier leisten sich die Schiedsrichter einen groben Fehler. Die Fehleinschätzung endet fast im Skandal.

Sportlich war es wohl das bisherige Highlight des Eishockey-Turniers bei den Olympischen Spielen: Tschechien hatte den haushohen Favoriten Kanada lange am Rande der Niederlage und verlor erst in der Verlängerung mit 3:4.

Dreieinhalb Minuten vor dem Spielende führte Tschechien sogar noch mit 3:2, nachdem Ondrej Palat sein Team knapp 12 Minuten vor dem Schluss in Führung gebracht hatte.

Palat verwandelte einen Konter nach schöner Vorlage von Martin Necas. Die Szene hätte bei einem tschechischen Sieg zu einer der Szenen der Olympischen Spiele werden können und hätte dann einen extrem faden Beigeschmack gehabt.

Denn das Tor war eigentlich regelwidrig. Beim Treffer standen sechs tschechische Feldspieler und Torhüter Lukas Dostal auf dem Eis. Erlaubt sind aber nur fünf Feldspieler plus Torhüter.

Olympia: Kurzzeitig sind sogar acht Tschechen auf dem Eis

Verwunderlich: Keiner der vier Schiedsrichter nahm den glasklaren Regelverstoß wahr. Nach Palats Treffer jubelten sogar sechs Spieler gemeinsam auf dem Eis.

Ein Eingreifen der Schiedsrichter gab es nicht – und das, obwohl die Tschechen nicht nur wenige Sekunden mit zu vielen Spielern auf dem Eis agierten, sondern mindestens eine Minute.

Schon deutlich vor dem Treffer, als noch die Kanadier in der tschechischen Zone versuchten, selbst einen Treffer zu erzielen, probierten sechs Tschechen, dies zu verhindern.

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Als NHL-Star Necas anschließend den Puck eroberte und einen Konter einleitete, wechselte sein Team hinter dem Spielgeschehen beide Verteidiger. So ergab sich die kuriose Situation, dass kurzzeitig sogar acht tschechische Spieler auf dem Eis standen.

Schiedsrichter nehmen Regelverstoß nicht wahr

Warum die Schiedsrichter den klaren Regelverstoß, der eigentlich mit einer Zweiminutenstrafe wegen „zu vieler Spieler auf dem Eis“ hätte bestraft werden müssen, nicht wahrnahmen, ist nicht geklärt.

Zumindest die Jubeltraube mit sechs Spielern ist auf den ersten Blick beim Eishockey auch nichts Ungewöhnliches.

Erzielt ein Team bei angezeigter Strafe oder kurz vor Schluss mit gezogenem Torhüter einen Treffer, stehen oft sechs Feldspieler auf dem Feld. Dann steht allerdings zusätzlich nicht auch noch der Torhüter auf dem Eis.

Kanadisches Weiterkommen verhindert „Eishockey-Skandal“

Auch in der internationalen Presse sorgte der Vorfall für Aufsehen. Das französische Portal RMC schrieb davon, dass „das Viertelfinale von einem kleinen Skandal überschattet wurde“. Die spanische Marca wurde sogar noch deutlicher und sprach von einem „Eishockey-Skandal“.

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In der kanadischen Presse wurde die Szene dagegen nicht wirklich groß thematisiert. Wohl auch, weil das Mutterland des Eishockeys am Ende doch ins Viertelfinale einzog.

Nick Suzuki erzielte kurz vor dem Spielende noch den Ausgleich. Mitch Marner traf in der Verlängerung zum Sieg und verhinderte dadurch wohl, dass die Szene im dritten Drittel nicht doch zu einer der größten Skandal-Szenen der Olympischen Spiele wurde.