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Olympia: Die junge Weltbürgerin aus München nimmt viel mit

Die junge Weltbürgerin nimmt viel mit

Der aus München stammende Paradiesvogel Lara Markthaler genießt das Slalom-Debüt bei Olympia, leidet aber mit Lena Dürr. Die kommende Woche bringt weitere spannende Erlebnisse.
Lena Dürr geht mit Medaillenchancen in den finalen Lauf im Slalom. Sie fädelt jedoch am ersten Tor ein und zerstört damit ihre Medaillenträume.
Der aus München stammende Paradiesvogel Lara Markthaler genießt das Slalom-Debüt bei Olympia, leidet aber mit Lena Dürr. Die kommende Woche bringt weitere spannende Erlebnisse.

Lara Markthaler strahlte. Der Paradiesvogel mit den pink gefärbten Haaren als Markenzeichen genoss ihr Slalom-Debüt bei den Olympischen Spielen in vollen Zügen.

„Ich war viel weniger aufgeregt als beim Riesenslalom – insgesamt viel lockerer und hatte viel mehr Spaß. Oben habe ich noch ein bisschen getanzt mit meinen Freunden und Musik gehört“, erklärte die gebürtige Münchnerin, die in Cortina für Südafrika an den Start ging.

Olympia: „Das war überwältigend“

Bei ihrer Olympia-Premiere am Sonntag hatte sie an ihrem 19. Geburtstag Platz 37 belegt. Diesmal sprang Rang 39 heraus, mit 10,57 Sekunden Rückstand auf die große Mikaela Shiffrin. Neben dem US-Star hatte sie vor dem Riesenslalom noch trainiert, wie sie SPORT1 berichtete: „Das war natürlich sehr inspirierend.“

Von den Eindrücken und Erfahrungen bei Olympia werde sie lange zehren. „Ich brauche jetzt wahrscheinlich einige Tage, bis ich das überhaupt verarbeiten kann. Es gab so viel Energie und Unterstützung für Afrika, das war wirklich überwältigend. Das ist einfach der Wahnsinn“, schwärmte Markthaler: „Und in Zukunft werde ich bei den Rennen viel weniger nervös sein.“

Paradiesvogel in München geboren

Mitgefühl zeigte sie für Lena Dürr, die nach dem ersten Lauf auf Platz zwei lag und im zweiten Durchgang direkt beim ersten Tor einfädelte. „Ich wollte eigentlich zuschauen, um zu sehen wie die Piste beieinander ist, weil da waren schon ziemliche Löcher drin im zweiten Lauf. Das hat bei der Lena jetzt nicht so viel gebracht, weil da war der Lauf recht kurz“, erklärte Markthaler: „Ich glaube, da waren einfach die Nerven ein bisschen durch.“

Markthaler wurde als Tochter eines Deutschen und einer Südafrikanerin in München geboren und lernte dort auch das Skifahren von ihrem Vater. Sie wuchs zudem in Italien, Österreich und Kanada auf, fühlt sich als Weltbürgerin. In der U16 stand sie noch im deutschen Jugendkader, entschied sich aber schließlich für das Heimatland ihrer Mutter.

Markthaler mit klarem Zukunftsplan

Nach Olympia warten weitere spannende Erlebnisse auf sie. Nächste Woche ist sie bei einer Fashion-Show in Mailand eingeladen. „Als Zuschauerin“, stellt sie klar: „Als Model wäre natürlich cool, vielleicht irgendwann anders.“ Mitte März wird sie dann in Südafrika beim Forbes-Afrika-Event vor 1500 Menschen eine Rede halten.

Und was die Zukunft auf Skiern angeht, ist die Devise klar, wie sie auf SPORT1-Nachfrage erklärte: „Gas geben, richtig Gas geben!“