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Zuletzt passierte es ihr vor 15 Jahren - und nun ausgerechnet bei Olympia!

Dürr-Drama: „Besch***en und tut weh“

Ski-Königin Mikaela Shiffrin beendet im Slalom ihre Medaillen-Durststrecke – Lena Dürr erlebt hingegen ein absurdes Drama und spricht im Anschluss über ihre Zukunft.
Lena Dürr geht mit Medaillenchancen in den finalen Lauf im Slalom. Sie fädelt jedoch am ersten Tor ein und zerstört damit ihre Medaillenträume.
Ski-Königin Mikaela Shiffrin beendet im Slalom ihre Medaillen-Durststrecke – Lena Dürr erlebt hingegen ein absurdes Drama und spricht im Anschluss über ihre Zukunft.

Lena Dürr hat in ihrem letzten Olympia-Rennen das sehnlich erhoffte Happy End auf brutalstmögliche Art verpasst und das nächste Drama-Kapitel geschrieben. Die 34 Jahre alte Münchnerin fädelte beim zweiten Slalom-Triumph von Ski-Königin Mikaela Shiffrin nach 2014 im zweiten Lauf am ersten Tor ein und verspielte so die mögliche Silbermedaille.

Diese ging stattdessen an Weltmeisterin Camille Rast aus der Schweiz (+1,50 Sekunden). Bronze holte bei perfekten Bedingungen in Cortina d’Ampezzo die Schwedin Anna Swenn-Larsson (+1,71). Emma Aicher, in Cortina d’Ampezzo schon mit zweimal Silber (Abfahrt und Team-Kombination) dekoriert, wurde Neunte (2,49).

Olympia: „Worst Case“ im Slalom für Dürr

Die ausgeschiedene Dürr war hinterher völlig frustriert. „Man kann es im Ziel immer noch gar nicht realisieren. Katastrophe. Irgendwie Worst Case. Aber ja, so ist es jetzt“, sagte die 34-Jährige.

Auf SPORT1-Nachfrage führte Dürr aus: „Es ist ein beschissenes Gefühl, aber ich war trotzdem parat, wieder da oben zu stehen und zu wissen: Ich kann da ganz vorne mitfahren. Dass es jetzt nicht auf dem Papier steht, ist zwar beschissen und tut weh, aber ich habe hier alles versucht. Solche Momente wie nach dem ersten Durchgang – das ist wahrscheinlich das, was hängen bleibt, hoffe ich.“

Zudem freute sich Dürr trotz ihres Malheurs über den Zuspruch im Zielbereich: „Wer da ist, wer kommt und welche Worte für einen fallen – das ist ein schönes Gefühl. Dann merkt man schon, dass man ganz schön viel richtig gemacht hat, wenn man da unten so aufgefangen wird.“

Dürr weckt Erinnerungen an Wasmeier

Auf die Frage, ob ihr ein derartiger Patzer schon einmal passiert sei, überlegte Dürr kurz. „Bei einem FIS-Rennen, glaube ich. Vor ungefähr 15 Jahren “, so Dürr: „Wahrscheinlich passiert das jedem Slalomfahrer irgendwann mal in seiner Karriere. Und dann genau heute.“

Dürr rief Erinnerungen an Markus Wasmeier wach. Der spätere Doppel-Olympiasieger von Lillehammer 1994 war 1988 in Calgary der große Goldfavorit im Super-G, blieb aber ebenfalls am ersten Tor hängen.

Dürr, WM-Dritte von 2023, lag nach Lauf eins noch auf dem Silberrang. Nach ihrem enttäuschenden Aus im zweiten Durchgang verfolgte sie dennoch die Siegerehrung.

Dürr bestätigt: Letztes Olympia-Rennen

„In vier Jahren werde ich nicht mehr da sein. Das sind die Momente, die es ausmachen“, erklärte Dürr auf SPORT1-Nachfrage und bestätigte damit zugleich, dass es ihr letztes Olympia-Rennen war.

Nächste Saison wolle sie aber wieder an den Start gehen, auch wenn ihre letzten Wochen „absolut katastrophal“ gewesen seien: „Ich wusste nicht wirklich, was ich tun soll. Mich da wieder rauszuarbeiten und da oben völlig befreit und mit einem klaren Plan stehen zu können, das macht es aus. Und deswegen bin ich wahrscheinlich noch hier.“ Sie freue sich, dass es weitergeht, betonte Dürr zum Abschluss.

SPORT1 hat das Rennen im LIVETICKER zum Nachlesen.

+++ Gold für Shiffrin +++

Und dann holt sich Mikaela Shiffrin ihre Goldmedaille ab! Die US-Amerikanerin nimmt mehr als eine Sekunde Vorsprung auf Camille Rast mit in diesen entscheidenden Lauf – ein komfortables Polster. Kühl, fokussiert und ohne jede Spur von Nervosität gleitet sie aus dem Starthaus, setzt die Schwünge mit Präzision und kontrolliert das Geschehen von oben bis unten. Am Ende stehen rund anderthalb Sekunden Vorsprung auf der Anzeigetafel. Die Slalom-Queen aus den USA krönt sich hochverdient zur Olympiasiegerin. Rast und Anna Swenn-Larsson freuen sich dahinter über Silber und Bronze.

+++ TV-Kommentatoren nach Dürr-Drama entsetzt +++

Lena Dürrs Blitz-Aus löste auch in den Live-Übertragungen ungläubiges Entsetzen aus. „Das ist ein Volldebakel“, rief ARD-Kommentator Schmelzer ins Mikrofon: „Das gibt es doch nicht. Das darf nicht wahr sein! Ich fasse es nicht, liebe Freunde. Ich kann es überhaupt nicht begreifen.“ Im ZDF war Experte Marco Büchel ähnlich fassungslos: „Nein, das darf nicht wahr sein. Das darf nicht wahr sein. So Sachen passieren immer wieder – aber nicht heute. Mein Gott, wie gerne würde ich jetzt fluchen.“

+++ Albtraum für Dürr +++

Jetzt richtet sich der Blick auf Lena Dürr. Aber das, was dann folgt, ist kaum zu fassen. Die Deutsche stößt sich ab, will Fahrt aufnehmen – und scheidet am allerersten Tor aus. Sie fädelt ein, noch bevor der Lauf überhaupt richtig begonnen hat. Ein Debakel, ein unglaublicher Albtraum. Statt Angriff auf Silber oder gar Gold endet das Rennen für die 34-Jährige in Sekundenbruchteilen. Dürr steht am Pistenrand, sichtlich konsterniert, den Blick ins Leere gerichtet. Ohne Worte.

+++ Auch Swenn-Larsson geschlagen +++

Jetzt geht es Schlag auf Schlag! Camille Rast stürzt sich als Nächste in den Hang – und zunächst wirkt ihr Lauf nicht zwingend. Zwar holt die Schweizerin früh rund zwei Zehntel heraus, doch eine Korrektur im Mittelteil kostet Tempo und Rhythmus, der Vorsprung schmilzt wieder dahin. Im Zielhang jedoch zeigt die Weltmeisterin ihre ganze Klasse. Rast zündet den Turbo, trägt enorme Geschwindigkeit ins Flachstück. Mit einem starken Finish reißt sie die Führung an sich. Im Anschluss scheidet Cornelia Öhlund, Drittplatzierte des ersten Durchgangs, vorzeitig aus und ärgert sich mächtig.

+++ Holdener schon wieder verdrängt +++

Kann Anna Swenn-Larsson umgehend antworten? Ja, kann sie! Die Schwedin bewegt sich lange auf Augenhöhe mit Wendy Holdener und kämpft immer wieder gegen die ausgefahrenen Spuren an. Im letzten Streckendrittel findet Swenn-Larsson dann aber richtig ihren Flow. Mit jedem Tor wird sie schneller, attackiert und bringt enormen Schwung mit in den Zielhang. Das Resultat: zwei Zehntelsekunden Vorsprung – neue Führende.

+++ Jetzt ist Holdener vorne +++

Nach Emma Aicher schafft es auch die für Albanien startende Lara Colturi nicht, für Veränderungen auf den ersten Plätzen zu sorgen. Ganz anders Wendy Holdener: Die vorletzte Schweizerin ist viel aktiver als die Fahrerinnen zuvor, spielt ihre große Erfahrung eindrucksvoll aus – und das zahlt sich aus. Holdener verdrängt Katharina Truppe um sieben Hundertstel von der Spitze und übernimmt die Führung.

+++ Aicher verpasst die Spitze +++

Schade! Emma Aicher erwischt einen Traumstart in diesen zweiten Durchgang, tänzelt nahezu spielerisch durch die ersten Stangen und baut ihr Polster zunächst sogar weiter aus. Doch im Mittelteil reißt der Faden. Aicher verliert zunehmend den Rhythmus, kommt einen Tick zu spät an die Tore und büßt Schwung um Schwung wertvolle Zehntel ein. Von da an wirkt der Lauf nicht mehr flüssig, beinahe so, als sei der Stecker gezogen. Im Ziel leuchtet schließlich Rang fünf auf – statt Angriff auf Edelmetall bleibt Ernüchterung. Eine Medaille wird es diesmal nicht.

+++ Nächster Führungswechsel +++

Aber die Bestzeit von Mélanie Meillard hält nicht lange. Kurz nach der Schweizerin schiebt sich Katharina Truppe aus dem Starthaus, spult einen äußerst soliden Lauf, bleibt eng an den Toren und lässt ihre Ski mit viel Gefühl laufen. Sie setzt an die Spitze und behauptet sich in der Folge auch gegen ihre Teamkollegin Katharina Huber, die auf Rang zwei landet. Mit Emma Aicher steht dann gleich die erste deutsche Medaillenhoffnung bereit.

+++ Schweizerin geht in Führung +++

Jetzt ist die Bestzeit von Paula Moltzan gefallen! Mélanie Meillard nimmt satte acht Zehntel Vorsprung aus dem ersten Durchgang mit auf die Reise und verwaltet dieses Polster zunächst. Die Schweizerin geht äußerst aktiv zu Werke, erst im unteren Abschnitt beginnt ihr Vorsprung zu schmelzen. Doch Meillard hält dagegen, riskiert alles und bleibt vier Hundertstel vor Moltzan.

+++ Wohin geht es für Moltzan? +++

Auch Zrinka Ljutić, in den vergangenen Jahren eine der prägenden Slalomläuferinnen, kann die Richtzeit von Paula Moltzan nicht gefährden. Im Gegenteil: Nach einem dicken Schnitzer fällt die Kroatin sogar bis ans Ende der Zeitentabelle zurück. Bei Moltzan lautet die Frage nun: Wie weit trägt sie dieser Lauf noch nach vorne? Denn fest steht, dass die Bedingungen mit zunehmender Renndauer nicht einfacher werden. Die Piste baut ab, die Spurrillen werden tiefer.

+++ Noch keine Veränderungen an der Spitze +++

Die ersten zehn Läuferinnen stehen inzwischen auf der Ergebnisliste. An der Spitze thront weiterhin Paula Moltzan – und das mit bemerkenswerter Deutlichkeit. Die US-Amerikanerin liegt 84 Hundertstel vor der Italienerin Martina Peterlini und hat bereits zehn Plätze aufgeholt. Dahinter reihen sich die Kanadierin Ali Nullmeyer sowie Mina Fürst Holtmann aus Norwegen auf den Rängen drei und vier ein.

+++ Moltzan weiter vorne +++

Wie erwartet darf es sich Paula Moltzan zunächst im Stuhl der Führenden bequem machen. Einige routinierte Athletinnen wie Ana Bucik Jogan aus Slowenien, die Österreicherin Katharina Gallhuber oder Martina Dubovská aus Tschechien können der US-Amerikanerin nicht das Wasser reichen. Im Kampf um die Medaillen spielen die Fahrerinnen, die aktuell an der Reihe sind, aber ohnehin keine Rolle – die Entscheidung wird erst fallen, wenn die Besten des ersten Durchgangs ins Rennen eingreifen.

+++ Moltzan hängt Vlhová ab +++

Das ist eine erste Ansage! Paula Moltzan hatte ihre günstige Startnummer zwei im ersten Durchgang nicht nutzen können und nach einem folgenschweren Patzer zu den Enttäuschten gezählt. Jetzt aber präsentiert sich die US-Amerikanerin wie verwandelt. Von Beginn an findet sie die richtige Linie, agiert deutlich entschlossener. Letztlich distanziert sie die zuvor gestarteten Petra Vlhová und Bianca Bakke Westhoff aus Norwegen um fast eineinhalb Sekunden. Damit dürfte Moltzan im Klassement ordentlich an Boden gutmachen.

+++ Weiter geht’s! +++

Das Finale beginnt! Ausgerechnet Petra Vlhová hat die Ehre, den entscheidenden zweiten Durchgang einzuleiten. Die Slowakin hatte am Morgen bei ihrem ersten Einzelrennen nach fast zweijähriger Verletzungspause sichtlich zu kämpfen und erreichte das Ziel völlig entkräftet. Nun bewältigt sie den rhythmisch gesetzten, nicht allzu anspruchsvoll wirkenden Kurs ohne sichtbare Probleme. Die Uhr bleibt bei einer Gesamtzeit von 1:42,70 Minuten stehen – eine solide Vorgabe für die folgenden Athletinnen.

+++ Der Stand zur Halbzeit +++

Die Favoritinnen haben ihre Spuren in den Hang gezogen, der erste Slalom-Durchgang bei den Olympischen Winterspielen ist aus Sicht der Top-Athletinnen abgeschlossen – und für das deutsche Team stellt sich die Lage vielversprechend dar. Lena Dürr liegt als Zweite nach einer engagierten, mutigen Fahrt auf Medaillenkurs.

Zwar beträgt Dürrs Rückstand auf die in dieser Disziplin einmal mehr dominierende Mikaela Shiffrin 82 Hundertstelsekunden, doch im Ringen um Silber ist die deutsche Hoffnungsträgerin voll im Geschäft. Der Vorsprung nach hinten ist jedoch denkbar knapp. Überraschend stark präsentiert sich die junge Schwedin Cornelia Öhlund, die lediglich zwölf Hundertstel hinter Dürr rangiert.

Auch die Schweizerin Camille Rast bleibt mit 23 Hundertsteln Rückstand auf Dürr in Schlagdistanz. Anna Swenn-Larsson, Wendy Holdener, Lara Colturi und Emma Aicher als Achte dürfen sich ebenfalls noch Chancen ausrechnen: Die Entscheidung fällt am Nachmittag: Um 13.30 Uhr beginnt der finale zweite Durchgang – dann werden die Karten neu gemischt.

+++ Dürr zufrieden +++

„Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte die auf Rang zwei liegende Lena Dürr im ZDF, „der Schnee ist wieder ein Traum, wie im Riesenslalom. Dazu perfektes Wetter, es war so eine Freude, da oben zu stehen.“ Dürr glänzte wie Shiffrin an der Schlüsselstelle: Beide fuhren aufeinanderfolgende Haarnadeln von der anderen Seite an als die meisten Konkurrentinnen und nahmen so mehr Tempo ins Flache mit. „Ich habe kurz mal gezögert, weil ich die Erste war, die sich so entschieden hat, aber es ist sich ganz gut ausgegangen“, schilderte Dürr.

+++ Vlhová ist zurück +++

Petra Vlhová gehört in Bestform zweifellos zu jenen Athletinnen, die einer Mikaela Shiffrin Paroli bieten können. Doch nach ihrer fast zweijährigen Verletzungspause verschieben sich die Maßstäbe. Für die Slowakin ist es bereits ein Achtungserfolg, überhaupt wieder im Starthaus zu stehen. Mit dem Ausgang des Rennens wird sie allerdings wenig zu tun haben. Vlhová verliert kontinuierlich an Boden und übernimmt im Ziel mit fast drei Sekunden Rückstand die rote Laterne.

+++ Die ersten Ausfälle +++

Der erste Ausfall des Tages! Marion Chevrier aus Frankreich verschätzt sich im Mittelteil bei einem eng gesetzten Tor, kommt einen Moment zu direkt auf die Stange zu und fädelt ein. Auch die Lettin Dzenifera Germane erwischt es wenig später. Sie bleibt ebenfalls hängen, der Lauf endet jäh. Aus Frust schlägt sie unmittelbar die Hände über dem Kopf zusammen – die Enttäuschung ist ihr deutlich anzusehen.

+++ Zwei Schwedinnen greifen an +++

In Cortina d’Ampezzo ist es extrem kalt, die Strecke lässt deswegen noch schnelle Zeiten zu – ein Umstand, den zwei Schwedinnen eindrucksvoll unter Beweis stellen. Zunächst fährt Anna Swenn-Larsson mit viel Zug zum Tor und sauberer Linie nach vorne. Sie positioniert sich direkt hinter Camille Rast und begibt sich damit aussichtsreich in Lauerstellung. Noch einen Tick entschlossener geht es anschließend bei der amtierenden Junioren-Weltmeisterin Cornelia Öhlund zur Sache. Sie düst mit genau einer Sekunde Rückstand auf Rang drei über die Ziellinie.

+++ Auch Aicher ist dabei +++

Was kann Emma Aicher aus der Piste herausholen? Im oberen Streckenabschnitt liegt die zweite deutsche Medaillenhoffnung auf Augenhöhe mit den Besten, setzt die Schwünge druckvoll und sauber in den Hang. Erst im unteren Teil fehlt ihr ein Hauch an Konsequenz, hier lässt sie entscheidende Zehntel liegen. Im Ziel beträgt ihr Rückstand dann 1,32 Sekunden. Aber: Die drittplatzierte Camille Rast ist lediglich etwa drei Zehntel entfernt. Für den zweiten Durchgang bleibt damit alles offen – da geht noch etwas.

+++ Shiffrin weiter vorne +++

Nach den Fahrten von Mikaela Shiffrin und Lena Dürr bleibt die Spitze vorerst unangetastet. Katharina Huber aus Österreich findet nie ganz in den Rhythmus der Besten und verliert im Verlauf ihres Laufs deutlich an Zeit. Am Ende summiert sich ihr Rückstand auf mehr als eineinhalb Sekunden gegenüber der enteilten US-Amerikanerin. Bei der Schwedin Sara Hector handelt sich sogar um 1,71 Sekunden.

+++ Shiffrin noch schneller als Dürr +++

Doch die Freude über die deutsche Bestzeit währt nur kurz. Direkt im Anschluss setzt Mikaela Shiffrin ein richtiges Statement. Die US-Amerikanerin zelebriert Slalomkunst auf höchstem Niveau, kombiniert Präzision mit Tempo und brennt ein wahres Feuerwerk in den Schnee. Am Ende ist sie mehr als acht Zehntelsekunden schneller als Dürr – eine Demonstration ihrer Klasse.

+++ Starke Fahrt von Dürr +++

Das ist ein echtes Ausrufezeichen aus deutscher Sicht! Mit der Startnummer sechs erwischt Lena Dürr zwar keinen perfekten Beginn – im oberen Abschnitt unterlaufen ihr zwei kleinere Fehler. Doch die 34-Jährige fängt sich rasch, findet ihren Rhythmus und attackiert fortan. Von Tor zu Tor wird sie schneller, im Zielhang wirkt ihr Lauf nahezu entfesselt. Mit hohem Risiko stürzt sie sich über die Linie – und übernimmt tatsächlich die Führung.

+++ Bestzeit von Rast +++

Neue Bestzeit durch Camille Rast! Die Schweizerin zieht eine saubere Fahrt in den Hang, zieht ihre Schwünge präzise und mit feinem Kantengriff durch. Zwischenzeitlich liegt sie rund eine halbe Sekunde vor der Konkurrenz. Im Zielhang büßt sie zwar noch drei Zehntel ein, doch das reicht für die Führung. Die Österreicherin Katharina Truppe geht die Nummer danach zaghafter an und verliert über eine halbe Sekunde auf Rast. Deutlich besser läuft es für Wendy Holdener, die sich auf Rang zwei einreiht.

+++ Los geht’s +++

Eröffnet wird der Slalom von Lara Colturi, die für Albanien an den Start geht. Auf dem vergleichsweise flachen Kurs präsentiert sich die gebürtige Italienerin souverän, lässt keinerlei erkennbare Schwierigkeiten erkennen und setzt mit 48,39 Sekunden die erste Richtmarke. Als erste Konkurrentin nimmt Paula Moltzan aus den USA diese Zeit ins Visier. Lange sieht es nach einer deutlichen Bestzeit aus. Doch im unteren Streckenabschnitt unterläuft ihr ein folgenschwerer Fehler. Der Patzer kostet entscheidend Tempo – am Ende fehlen Moltzan deutliche 1,51 Sekunden auf Colturi.

+++ Die Startnummern der Deutschen +++

Mit Emma Aicher geht eine deutsche Hoffnung ins Rennen – und sie ist nicht allein. Auch Lena Dürr greift nach Edelmetall. Die 34-Jährige hatte im Riesenslalom eine Medaille nur knapp verpasst, nun nimmt sie im Slalom einen neuen Anlauf. Dürr startet mit der Nummer sechs, unmittelbar vor Mikaela Shiffrin, die mit der sieben ins Rennen geht. Aicher ist als zehnte Läuferin an der Reihe.

+++ Olympia - Ski Alpin heute live: So verfolgen Sie den Slalom der Damen +++

  • TV: ZDF, Eurosport
  • Stream: sportstudio.de, Eurosport-Stream via DAZN, Discovery+ oder hbomax.com
  • Ticker: SPORT1.de oder SPORT1 App

+++ Beendet Shiffrin die Medaillen-Durststrecke? +++

Im Fokus wird US-Star Mikaela Shiffrin stehen, die in dieser Weltcup-Saison sieben der acht Slalom-Rennen gewinnen konnte. Bei den Olympischen Spielen von Cortina zählt sie aber bisher zu den Geschlagenen: In der Kombination ließ die Amerikanerin eine exzellente Ausgangsposition ungenutzt, kam nur auf Rang vier ein.

Auch im Riesenslalom hatte sie letztlich 92 Hundertstel Rückstand auf Olympiasiegerin Federicas Brignone - Platz elf. „Ich habe mich nicht so wohl gefühlt, um Vollgas zu geben“, sagte Shiffrin anschließend. Folgt nun die Wende?

+++ Deutsche Hoffnung & Favoritinnen +++

Aus deutscher Sicht richten sich die Augen einmal mehr auf Emma Aicher. Die 22-Jährige - bereits mit Silber in der Team-Kombi und der Abfahrt dekoriert - will nun nach Gold greifen. Doch sie weiß auch: „Mikaela Shiffrin fährt auf einem anderen Level.“

Nicht zu missachten: Camille Rast aus der Schweiz, die als Zweite der Disziplinenwertung zu Olympia angereist ist. Auch ihre Landsfrau Wendy Holdener macht sich berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille, ließ für den großen Traum sogar den Riesenslalom-Wettbewerb aus.