Dominik Paris zählte im Super-G zum engsten Kreis der Medaillenanwärter – zumal bei Olympischen Winterspielen im eigenen Land. Doch der Traum vom Podium währte gerade einmal 16 Fahrsekunden. Dann ereilte den Südtiroler das Malheur: Nach einem harten Schlag öffnete sich die Bindung seines Außenskis, Paris verlor abrupt die Kontrolle und stürzte.
Olympia 2026: Sturz macht Neureuther fassungslos
Sturz macht Neureuther fassungslos
Im ARD-Kommentar war die Bestürzung greifbar. „Ski aufgegangen. Um Gottes Willen – Domi, Domi, Domi“, rief Experte Felix Neureuther ins Mikrofon. Kurz darauf folgte die nüchterne, aber umso emotionalere Einordnung: „Das ist so ärgerlich. Sorry, aber das darf nicht passieren. Ahh, das tut mir unheimlich leid für ihn, da kann der Athlet gar nichts dafür. Man, ist das bitter.“
Immerhin: Paris blieb offenbar unverletzt, stand rasch wieder auf. Neureuthers Blick richtete sich deshalb sofort auf die Bindung. „Bei vielen Stürzen fragt man sich, warum die Bindung nicht aufgegangen ist“, erklärte er. Kommentator Bernd Schmelzer erinnerte in diesem Zusammenhang an den schweren Sturz von Lindsey Vonn. Im Fall von Paris jedoch war es umgekehrt: Seitliche Schläge – und die Bindung löste sich unmittelbar, obwohl der Italiener zuvor keinen erkennbaren Eigenfehler begann.
Neureuther: „Das darf nicht passieren“
Neureuther wiederholte daher sein großes Bedauern für den Ausfall. „Als Athlet denkst du dir: Ja, Herrschaftszeiten, das darf nicht passieren“, sagte der frühere Weltklasse-Slalomfahrer und spürbar mitfühlend. Gleichzeitig bemühte er sich um eine versöhnliche Perspektive: „Man muss das Positive sehen: Er hat seine Medaille mit Bronze in der Abfahrt. Aber der wäre heute richtig heiß gewesen.“
So jedoch machte die Bindung alle Hoffnungen zunichte. Nach einigen Momenten fuhr Paris selbst ins Ziel, Betreuer hatten ihm den Ski zurückgebracht. Das Rennen wurde nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.