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Olympia: DSV-Duo wahrt kleine Medaillenchance - Neureuther zeigte sich angetan

DSV-Duo wahrt kleine Medaillenchance

Bei der Olympia-Premiere der Team-Kombination fährt der Italiener Giovanni Franzoni in der Abfahrt die Bestzeit. Simon Jocher und Linus Straßer hegen im Medaillenrennen noch leise Hoffnungen.
Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina statt. Aber auch andere Orte in Italien werden zum Schauplatz der Wettkämpfe. Hier gibt's alle Austragungsorte im Überblick.
Bei der Olympia-Premiere der Team-Kombination fährt der Italiener Giovanni Franzoni in der Abfahrt die Bestzeit. Simon Jocher und Linus Straßer hegen im Medaillenrennen noch leise Hoffnungen.

Die deutschen Skirennläufer haben bei der Olympia-Premiere der Team-Kombination nur noch eine winzige Chance auf eine Medaille. Simon Jocher gelang in der Abfahrt am Morgen ein solides Rennen, dennoch schickt er Linus Straßer mit einem Rückstand von 1,05 Sekunden auf Rang drei in den Slalom am Nachmittag (14.00 Uhr). „Ich wollte ihm gut vorlegen, ich denke, ich kann zufrieden sein. Aber er muss jetzt schon Gas geben. Ich drücke ihm alle Daumen“, sagte Jocher.

ARD-Experte Felix Neureuther zeigte sich indes angetan vom Auftritt Jochers. „Ich bin sehr froh mit dem Simon. Das war eine enorme Steigerung vom Rennen am Samstag auf heute – wirklich eine sehr große“, sagte er und lobte die Fahrt im Detail: „Blitzsauber. Das war schon stark. Mit der Startnummer drei war die Sicht noch nicht gut, es war noch dunkel.“ In der Spezialabfahrt hatte Jocher lediglich Rang 21 belegt.

Durch den Leistungssprung am Montag sei im Kampf um Edelmetall „grundsätzlich noch alles möglich“, glaubte Neureuther. Einen möglichen Vorteil sieht der Ex-Rennläufer in der Ausgangslage: Straßer starte aus der Verfolgerposition, mit weniger Druck – und könne von Beginn an alles auf eine Karte setzen.

„Er kann mit der Einstellung ins Rennen gehen, alles riskieren zu müssen“, so Neureuther weiter: „Ich bin jetzt schon nervös für den Nachmittag.“

Olympia: Schweizer Duos bleiben in Schlagdistanz

Beim ersten Teil legte der Italiener Giovanni Franzoni, der in der Spezialabfahrt am Samstag hinter dem Schweizer Franjo von Allem die Silbermedaille gewonnen hatte, die Bestzeit vor. Er war 0,17 Sekunden schneller als Alexis Monney, der gemeinsam mit Slalom-Fahrer Daniel Yule das Team Schweiz 3 bildet. Nur knapp dahinter liegt Team Schweiz 1 (+0,28 Sekunden), das aus Marco Odermatt und Slalom-Weltmeister Loic Meillard besteht.

Abfahrts-Olympiasieger Franjo von Allmen fuhr die viertbeste Zeit. Er übergibt mit einem Rückstand von 0,42 Sekunden auf die Italiener an Tanguy Nef.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)