Nach dem bitteren Ende des olympischen Super-Team-Wettbewerbs hat sich Philipp Raimund nochmals zu den Pöbeleien slowenischer Skisprung-Fans geäußert und erklärt, dass die Thematik eine positive Wendung genommen hat.
Olympia: "Viele Entschuldigungen" - Wende bei Raimund
Wende im Fan-Zoff um Raimund
„Ich muss ehrlich sein, zu meiner großen Freude ist genau das Gegenteil passiert“, erklärte Raimund am Montagabend der slowenischen Sportzeitung Ekipa. Das Blatt hatte befürchtet, dass der Olympiasieger von der Normalschanze Opfer von Online-Belästigungen wird, nachdem der Fan-Zoff große Wellen geschlagen hatte.
Raimund verriet jedoch: „Sehr viele Slowenen haben mich online kontaktiert und wollten mich in erster Linie beruhigen. Es gab viele Entschuldigungen im Namen der Landsleute, die mich belästigt hatten, und das weiß ich sehr zu schätzen.“
„Sehr positiv“: Slowenische Fans melden sich bei Raimund
Er habe diese Worte „sehr positiv“ aufgenommen. „Nur mit denen, die mich davon überzeugen wollten, dass es nichts Schlimmes war und dass es sich nur um einen Scherz handelte, konnte ich mich nicht einigen“, betonte der 25-Jährige, der gemeinsam mit Andreas Wellinger am Montag nach dem Abbruch Vierter wurde.
Nach Raimunds neuntem Platz im Wettkampf von der Großschanze am Samstagabend hatten einige slowenische Fans dem Deutschen schadenfroh und hämisch „Nein, nein, nein“ zugerufen. Genau die Worte, mit denen Weltverbands-Kontrolleur Hubert Mathis Ende Januar bei der Skiflug-WM in Oberstdorf Domen Prevc nach dessen Ski-Fauxpas den Zugang zum Absprung-Bereich verweigert hatte.
Raimund hatte die Provokationen bei Olympia als „komplett unnötig“ bezeichnet, er habe mit dem Vorfall um Prevc gar nichts zu tun gehabt.
Raimund: „Was passiert ist, war schlecht und hässlich“
Nun erklärte er: „Glauben Sie mir, ich kann unterscheiden, ich bin keineswegs empfindlich, ich mache sehr viele Witze. Und was nach dem Springen am Samstag passiert ist, war schlecht und hässlich, das versichere ich Ihnen. Deshalb freue ich mich, dass es so viele Entschuldigungen gab.“
Sein Verhältnis zu den slowenischen Springern und Slowenien sei einwandfrei, betonte Raimund weiter: „Ich verstehe mich nicht nur super mit Domen, sondern mit allen Slowenen. Ich würde niemals einem Volk wegen einzelner Personen etwas übelnehmen. Ich liebe Slowenien immer noch, ich liebe die slowenischen Fans, Planica ist einer meiner Lieblingsorte.“