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Flucht in die Karibik

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Flucht in die Karibik

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Flucht in die Karibik

Pokerspieler reisen viel und gerne. Eine beliebte Winter-Destination ist nun zurück auf dem Turnierplan.
Baha Mar Resort in Nassau
Baha Mar Resort in Nassau
© Hyatt Hotels

Nach drei Jahren Pause feiert am kommenden Sonntag das traditionsreiche PokerStars Caribbean Adventure (PCA) sein Comeback auf den Bahamas. Doch damit nicht genug, denn im Rahmen des Festivals wird auch die bereits zweimal verschobene zweite Auflage der Players No Limit Hold‘em Championship (PSPC) ausgespielt.

Die Geschichte des PCA begann im Jahr 2004 auf dem Kreuzfahrtschiff Royal Caribbean, und als Partner hatte sich PokerStars damals die World Poker Tour (WPT) im wahrsten Sinne des Wortes ins Boot geholt. Aber nicht nur deshalb sorgte das Event für viel Aufsehen, auch das 221 Spieler starke Teilnehmerfelder war absolut hochklassig besetzt. Den Sieg samt $455.780 Prämie schnappte sich damals The Great Dane Gus Hansen vor Hoyt Corkins und Daniel KidPoker Negreanu.

Nur ein Jahr später wurde das riesige Atlantis Resort auf den Bahamas als fester Standort für das PCA gewählt, das noch drei weitere Jahre zur WPT zählte. Bis 2019 trugen sich zahlreiche weitere Top-Spieler, wie Bertrand Grospellier (2008), Harrison Gimbel (2010), Galen Hall (2011), Mike Watson (2016), Christian Harder (2017) und zuletzt Chino Rheem (2019) in die Siegerliste ein. Andere Spieler, wie der Bulgare Dimitar Danchev (2013) oder der Pole Dominik Panka (2014) feierten ihren Durchbruch, und mit Maria Lampropulos aus Argentinien triumphierte 2018 endlich auch eine Frau beim PCA Main Event.

Bertrand "Elky" Grospellier
Bertrand "Elky" Grospellier

Aus deutscher Sicht gab es beim Main Event nur selten etwas zu feiern. Im Jahr 2009 sorgte Benny Spindler, der 2011 die EPT London gewann, mit Platz drei erstmals für Schlagzeilen. Offiziell kassierte Spindler damals $1,1 Million Preisgeld. 2016 belegte überraschend Niklas Hambitzer Platz vier für $482.820. Doch so überraschend wie er in der Szene aufgetaucht, so schnell war er auch wieder verschwunden. Ganz anders Koray Aldemir. Der WSOP Main Event Champion von 2021 belegte 2018 beim Sieg von Lampropulos Platz drei für $481.560 Preisgeld.

In diesem Jahr wird das PCA erstmals im erst 2017 eröffneten Mega Resort Baha Mar in Nassau veranstaltet. Der PCA Main Event (Buy-In $10.300) ist vom 23. bis 29. Januar terminiert, und natürlich sind alle Beteiligten gespannt, wie das Event nach drei Jahren Pause in einer neuen Location angenommen wird. Der Rekord aus dem Jahr 2011 mit 1.560 Teilnehmern, ist ziemlich sicher außer Reichweite, mehr als die 865 Entries von 2019 sollten es aber sein.

Spannender ist das die Frage, ob die 1.039 Teilnehmer der ersten Ausgabe der Players No Limit Hold‘em Championship überboten werden. Mit einem Preispool in Höhe von $26.455.500 ist die PSPC 2019 aktuell immer noch das größte jemals veranstaltete Turnier mit $25.000 Buy-In.

Was die Players No Limit Hold‘em Championship (30. Januar bis 3. Februar) so besonders macht, sind die im Vorfeld ausgespielten Platinum Pässe. Über verschiedene Promotions hat PokerStars auch diesmal wieder über 300 der begehrten Pässe ausgegeben, die neben dem Buy-In auch ein kompletten Reisepaket enthalten. Die meisten dieser Pässe gehen an reine Hobbyspieler, die dementsprechend erstmals ein Turnier in dieser Größenordnung spielen. Das wiederum wird auch diesmal wieder bekannte Profis aus aller Welt auf die Bahamas.

Den Sieg und sensationelle $5,1 Millionen holte 2019 der Platinum Pass-Gewinner Ramon Colillas. Der Spanier, der zuvor bereits professionell gepokert hatte, schaffte so seinen Durchbruch. Aus deutscher Sicht landete Michael Robionek aus Gelsenkirchen auf Platz 21 für $150.600. Der mittlerweile 49-Jährige ist Hobbyspieler und hatte seinen Platinum Pass über einen Twitter Contest gewonnen.

Insgesamt stehen diesmal 70 Turniere auf dem Spielplan des PokerStars Caribbean Adventure, darunter zum Auftakt am Sonntag das $100.000 PCA Super High Roller (22. bis 24. Januar) und das $3.000 PCA Mystery Bounty (26. bis 28. Januar).