Pauline Ferrand-Prévot wird ihren Titel bei der Tour de France Femmes in dieser Saison nicht verteidigen. Ein Jahr nach ihrem Erfolg steckt die Französin von Visma-Lease a Bike mächtig in der Krise. In der Gesamtwertung lag sie nach der siebten Etappe nur auf Platz 14 mit 14:37 Minuten Rückstand hinter Kasia Niewiadoma, die das Gelbe Trikot trägt.
Tour-Titelverteidigerin irritiert: "Sie soll keine Märchen erzählen!"
Tour-Star sorgt für Wirbel
Kurz vor dem Ende der Tour ist sie nun aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen. Wie ihr Team Visma-Lease a Bike vor dem Start der achten und vorletzten Etappe nach Nizza am Samstag mitteilte, habe sich die Französin am Morgen unwohl gefühlt. Die Entscheidung sei in Absprache mit dem medizinischen Personal beschlossen worden.
Die Gesamtsiegerin von 2025 hatte zuvor bei der laufenden Tour schon mehrmals eingeräumt, dass sie „nicht auf dem Niveau“ ihrer Rivalinnen sei. Das zeigte sich dann auch am Freitag erneut, als sie schon auf den ersten Metern rauf zum Mont Ventoux abreißen lassen musste.
Im Ziel wurde sie 18. und verlor mehr als zehn Minuten auf Niewiadoma. Trotz der Enttäuschung wirkte Ferrand-Prévot nach der Etappe zufrieden und erklärte bei RMC überraschend: „Unsere Mission war es, unser eigenes Tempo zu fahren und die Leistung über eine Stunde aufrechtzuerhalten. Das habe ich getan. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung am Berg. Ich habe nicht aufgegeben.“
Ex-Radprofi mit deutlicher Kritik: „Soll keine Märchen erzählen“
Dass die letztjährige Siegerin trotz des enormen Einbruchs und des extremen Rückstandes so zufrieden ist, verwundert und kommt nicht überall gut an. So stellte der ehemalige Radprofi Lilian Calmejane die Aussagen auf X öffentlich infrage.
„PFP (Pauline Ferrand-Prévot; d. Red.) soll uns keine Märchen erzählen. Sie behauptet, sie sei mit ihrer Leistung zufrieden?“, kritisierte Calmejane deutlich.
Ferrand-Prévot blockt Kritik ab
Und Ferrand-Prévot? Die blickt trotz der Kritik lieber positiv nach vorne: „Es gibt nichts zu bereuen, ich habe alles gegeben. Man muss die Zeit mit seinen Teamkolleginnen genießen, besonders mit den Jüngeren.“
„So ist das Leben. Manchmal arbeitet man hart, aber es zahlt sich nicht immer aus“, sagte die Tour-Siegerin von 2025 weiter und zeigte sich anschließend zumindest etwas selbstkritisch: „Wir müssen uns selbstkritisch hinterfragen, analysieren, was gut und was schlecht lief, daraus lernen und nächstes Jahr stärker zurückkommen.“
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.