Becker: "Zverev scheitert an Zverev"

Becker: "Zverev scheitert an Zverev"

Boris Becker findet es nervig, dass sich bei Alexander Zverev immer wieder gleiche Muster wiederholen. Der deutsche Tennis-Star scheitere an sich selbst.
Deutsche Tennis-Helden: Boris Becker und Alexander Zverev
Deutsche Tennis-Helden: Boris Becker und Alexander Zverev
© Imago
. SPORT1
von SPORT1
am 15. Juli

Klare Worte von Boris Becker!

Die deutsche Tennis-Legende hat Alexander Zverev für dessen sich wiederholende Fehler kritisiert.

"Zverev scheitert an Zverev und nicht an dem Gegner", sagte Becker im Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball".

Der 24-Jährige war zuletzt in Wimbledon bereits im Achtelfinale nach einer Niederlage gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime ausgeschieden.

Der Tennis-Podcast "Cross Court" ist auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-Plattformen SpotifyApple PodcastsGoogle PodcastAmazon MusicDeezer und Podigee abrufbar 

Zverev "muss die gleichen Fehler abstellen"

Becker bescheinigte Zverev zwar erneut das Potenzial, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. "Aber er muss die gleichen Fehler abstellen, und das ist eben das Nervige, dass sich das von Grand Slam zu Grand Slam wiederholt", meinte Becker.

Zverev, der im vergangenen Jahr das Finale der US Open erreichte, bleibe "in kritischen Phasen zu passiv. Er steht hinter der Grundlinie und hofft, dass der Gegner einen Fehler macht."

Für die starken Gegner sei das zu wenig. Zverev bereitet sich aktuell auf die Olympischen Spiele in Tokio vor, wo er nach einigen Absagen als Mitfavorit zu zählen ist. Das Tennis-Turnier in Tokio geht vom 24. Juli bis zum 1. August.

Becker glaubt nicht an Djokovic bei Olympia

Becker glaubt auch nicht an einen Olympia-Start seines ehemaligen Schützlings Novak Djokovic. "Olympia im Sommer passt eigentlich so gar nicht rein. Ich glaube erst, wenn er in Tokio landet, dass er Olympia spielt", sagte der 53-Jährige.

Djokovic hat nach den Australian Open und den French Open auch Wimbledon gewonnen und damit die seltene Chance auf den Grand Slam, den Sieg bei allen vier Major-Turnieren im selben Jahr. In der Ära des Profitennis war diese Meisterleistung lediglich Australiens Legende Rod Laver 1969 gelungen - Djokovic fehlt nur noch der Titel bei den US Open zur perfekten Saison. 

"Alles andere kann und darf ihn auch nicht interessieren, das ist eine einmalige Möglichkeit", sagte Becker. Djokovic könnte sogar den Golden Slam inklusive Olympia-Gold schaffen, der bislang einzig Steffi Graf 1988 gelang. Doch die Belastung vor den US Open ab Ende August wäre dabei ungleich höher.

Djokovic hatte seinen Start in Tokio zuletzt in Zweifel gezogen. Es sei "eine 50:50-Entscheidung", sagte der 34 Jahre alte Serbe, der in Wimbledon mit seinem 20 Grand-Slam-Triumph zu Roger Federer und Rafael Nadal aufschloss. Federer und Nadal werden wie weitere Topspieler bei den Sommerspielen fehlen.

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