Die weltweite Anteilnahme und Unterstützung für die Ukraine ist sehr groß. Zahlreiche Sportler nutzen dafür ihre Reichweite, um für Hilfe zu werben.
Ukraine-Krieg: Biathlet Lesser hilft Stakhovsky - Federer und Nadal reagieren nicht auf Aufruf
Kritik an Federer und Nadal
Das gilt auch für den ukrainischen Tennisspieler Sergiy Stakhovsky, der nach der verpassten Qualifikation für die diesjährigen Australian Open seine Karriere beendet hat.
Er kämpft in seiner Heimat gegen Russland und hofft dabei auf Unterstützung. Doch scheinbar unterstützen ihn nicht alle, wie er in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Stampa erklärte.
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Stakhovsky enttäuscht von Nadal und Federer
„Ich habe versucht, Kontakt mit Federer und Nadal aufzunehmen. Ich finde es schade, dass sie noch nicht geantwortet haben“, sagte er enttäuscht, schränkte aber ein: „Ich kann sie verstehen, denn es ist nicht ihr Krieg. Wir haben die Unterstützung von großartigen Persönlichkeiten. Ich hoffe, dass es andauert.“
Eine Rückmeldung erhielt der 36-Jährige aber vom serbischen Tennis-Star Novak Djokovic, der aktuellen Nummer zwei der Welt.
„Djokovic hat mir eine Nachricht der Unterstützung gesendet. Wir haben sogar etwas geschrieben“, erläuterte er. (DATEN: Aktuelle Tennis-Weltrangliste der Herren)
Djokovic bietet Unterstützung an
Nun hat Superstar Novak Djokovic dem ehemaligen ukrainischen Tennisprofi Sergej Sergiy Stakhovsky im Kampf gegen die russische Invasion sogar finanzielle Unterstützung angeboten.
Stakhovsky veröffentlichte am Sonntag auf Instagram einen Screenshot einer WhatsApp-Konversation mit dem 34 Jahre alten Serben. „Bitte lass mich wissen, an welche Adresse ich am besten Hilfe schicken kann. Finanzielle Hilfe, aber auch jede andere Hilfe ...“, schrieb Djokovic dem 36-Jährigen: „Ich denke an dich ... hoffe, dass sich alles bald beruhigt.“
Lesser überlässt Stakhovsky Instagram-Account
Am Dienstag bekam er auch aus einem ganz anderen Sport Unterstützung. Der deutsche Biathlet Erik Lesser hat ihm für 24 Stunden seinen Instagram-Account zur Verfügung gestellt - so wie er es zuvor schon bei seiner Biathlon-Kollegin Anastassija Merkuschina gemacht hatte.
„Das ist mein Kiew. Wie Sie sehen können, handelt es sich nicht um militärische Gebäude. Es gibt russische Raketen, die hier Zivilisten töten. Die Ukraine hat diesen Krieg nicht begonnen. Es gibt keine Nazis in der Ukraine. Bringen Sie Ihre Soldaten zurück nach Hause“, schrieb Stakhovsky zu dem Beitrag, der auf Lessers Account veröffentlicht wurde.
Stakhovsky hatte Ende Februar erklärt, für sein Heimatland im Krieg kämpfen zu wollen. „Ich habe mich in der vergangenen Woche für die Reserve gemeldet. Ich habe keine militärische Erfahrung, aber private Waffenerfahrung“, sagte der Ukrainer zu Sky Sports.
Stakhovsky, der insgesamt vier ATP-Einzeltitel gewinnen konnte, hatte nach den Australian Open im Januar seine Karriere beendet und war in die Ukraine zurückgekehrt.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)