Große Emotionen bei den US Open!
Drama-Aus bei US Open! Eine legendäre Karriere endet unter Tränen
Unter Tränen! Legende tritt ab
Am Ende hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Plätzen. Standing Ovations für John Isner, der gerade das Match gegen Michael Mmoh verloren hatte, und noch - mit seinem Gesicht in den Händen verborgen - auf seiner Bank saß.
Dann ließ der 2,08 Meter große Amerikaner auch vor allen Augen im Stadion und an den Fernsehern seinen Tränen freien Lauf. Obwohl bei den US Open standesgemäß nur der Gewinner nach dem Match noch auf dem Court zum Interview gebeten wird, durfte auch Isner nach seinem letzten Profi-Spiel zum Publikum sprechen. Die Fans forderten es sogar regelrecht ein.
Unter Tränen! Isner dankt seinen Fans
Als der Hüne seine Gefühle am Mikrofon beschreiben sollte, konnte er kaum klare Worte fassen. „Ja, es ist hart. Ich denke gerne, dass ich so hart arbeite, wie ich kann ...“, sagte der 38-Jährige, ehe seine Stimme wegbrach.
Sichtlich enttäuscht, mit zitternden Händen und in Tränen aufgelöst, schaffte er es wenige Momente später wieder, sich zu fangen. „Deshalb habe ich mein ganzes Leben lang so hart gearbeitet, um in solchen Atmosphären zu spielen“, sagte der aktuell noch auf Platz 157 der Weltrangliste stehende Tennis-Star.
„Und natürlich kann es sein, dass ich nicht alle Spiele gewinne, wie wir wissen, so wie heute“, fügte er hinzu. „Aber vor diesem Publikum zu spielen und die Unterstützung zu haben, die ich hatte, ist etwas ganz Besonderes“, sagte er und danke den Fans.
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Isner hatte bereits zuvor angekündigt, nach den US Open seine Karriere beenden zu wollen. Standesgemäß tat er das am Donnerstag mit einem Marathon-Match. Er unterlag seinem Landsmann Mmoh nach 4:01 Stunden mit 6:3, 6:4, 6:7 (3:7), 4:6, 6:7 (7:10). Damit war für ihn nach der zweiten Runde Schluss.
Isner: Längstes Match der Tennis-Geschichte
Isner hatte in seiner Karriere mehrfach Geschichte geschrieben: Unvergessen bleibt sein legendäres Marathon-Spiel gegen Nicolas Mahut. 2010 lieferte er sich mit dem Franzosen das mit großem Abstand längste Match der Tennis-Historie. Nach sage und schreibe 11 Stunden und 5 Minuten (!) und insgesamt drei Turniertagen setzte sich Isner 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:6 (7:3), 70:68 durch.
Alleine der letzte Satz dauerte über acht Stunden - und war damit länger als jedes andere komplette Match der Geschichte. Isner schlug darin insgesamt 112 Asse - ebenfalls Rekord.
Im Juli 2022 schlug er in Wimbledon gegen den Italiener Jannik Sinner sein 13.729 Ass. Das bedeutete einen neuen Weltrekord. Zuvor hielt diesen der Kroate Ivo Karlovic. Anfang dieses Jahres schraubte er den Rekord dann noch auf über 14.000 Asse nach oben.
Insgesamt gewann Isner in 17 Profijahren 16 Turniere, darunter das Masters von Miami 2018 mit einem Finalsieg gegen Alexander Zverev. Im selben Jahr erreichte er mit dem Halbfinale von Wimbledon sein bestes Grand-Slam-Ergebnis und mit Rang acht seine beste Weltranglisten-Platzierung
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)