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Tennis: Zverev poltert vor Niederlage - "Weiß nicht, ob das sein muss"

Zverev poltert vor Niederlage

Nach seinem Einzug ins Viertelfinale in Peking scheitert Alexander Zverev im Doppel. Zuvor kritisiert das deutsche Tennis-Ass die Ansetzung hart.
Alexander Zverev kämpft in Peking derzeit mit schwierigen Widrigkeiten
Alexander Zverev kämpft in Peking derzeit mit schwierigen Widrigkeiten
© IMAGO/Paul Zimmer
Nach seinem Einzug ins Viertelfinale in Peking scheitert Alexander Zverev im Doppel. Zuvor kritisiert das deutsche Tennis-Ass die Ansetzung hart.

Bittere Aus für Alexander Zverev in Peking! Das deutsche Tennis-Ass ist einen Tag nach seinem Viertelfinaleinzug im Einzel in der Doppel-Konkurrenz ausgeschieden.

Mit seinem Partner Marcelo Melo verlor er das Viertelfinal-Match mit 6:7 (5:7), 6:4 und 9:11 gegen Ivan Dodig/Austin Krajicek und muss somit seinen Traum vom möglichen Doppelerfolg in der chinesischen Hauptstadt begraben.

Im Match-Tiebreak ließen Melo und Zverev beim Stand von 7:9 zwei Matchbälle liegen, ehe sie weniger später die Niederlage hinnehmen mussten.

„Sehr müde“: Zverev kritisiert Ansetzung

Die Partie stand dabei unter dem Eindruck der harten Kritik, die Zverev nach seinem zähen Dreisatzsieg gegen Alejandro Davidovich Fokina geäußert hatte. „Ich weiß nicht, ob das immer sein muss. Es ist schon schwer, bis frühmorgens zu spielen“, meinte er mit Blick auf die späte Ansetzung der Partie.

Zum Zeitpunkt seiner Worte zeigte die Uhr gerade 2.35 an. „Ich weiß nur, dass ich jetzt sehr müde bin und mich auch ein bisschen angeschlagen fühle“, monierte der 26-Jährige.

Keine gute Voraussetzung also für das Viertelfinale gegen den starken Chilenen Nicolas Jarry am Montag. Eine Woche nach seinem Turniersieg in Chengdu kommt für Zverev auf der Jagd nach seinem 22. ATP-Titel derzeit viel zusammen: In seinem Erstrundenmatch gegen Diego Schwartzman rebellierte der Magen, der Hamburger musste sich übergeben und kämpfte sich dennoch weiter - zwei Tage später dann folgte die schlaflose Nacht.

Es sei sich nicht sicher, „ob das die richtige Entscheidung war“, sagte Zverev nach dem Achtelfinale. „Wir hätten auf einem anderen Court spielen sollen und nicht bis Mitternacht warten, um das Match zu starten.“

Zverev vor Duell mit Jarry

Der Veranstalter war zuvor offensichtlich anderer Meinung gewesen und beharrte auf der Ansetzung im größten Stadion, dem „Diamond Court“. Eine, auch beim Blick auf die Tribünen, durchaus fragwürdige Entscheidung. Als Zverev sich für seinen Sieg vom Publikum „feiern“ ließ, waren nur noch ein paar Dutzend Zuschauer auf den Rängen zu sehen und boten einen tristen Anblick.

Sein Doppel ging immerhin früher über die Bühne. Bereits kurz vor 20 Uhr Ortszeit war seine Partie beendet. Somit kann sich der Weltranglistezehnte noch etwas für sein Match am Montag ausruhen.

Das Kräftemessen mit Jarry soll um 14 Uhr Ortszeit über die Bühne gehen. Dort will der angeschlagene Zverev allen Widrigkeiten zum Trotz gewinnen, denn im Halbfinale winkt ein Prestigeduell mit dem Langzeitrivalen Daniil Medwedew.

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Mit-Sport Informations-Dienst (SID)