Beschweren kann sich Alexander Zverev eigentlich nicht. Die Auslosung bei den US Open hat es gut mit der deutschen Nummer eins gemeint, einige Favoriten sind bereits gescheitert. Der Weg ins Finale scheint überaus machbar, die großen Namen bleiben aus.
US Open: Wer soll Alexander Zverev jetzt noch stoppen?
US Open: Zverevs Weg ins Finale
Erst einmal muss Zverev allerdings am Italiener Luciano Darderi vorbei, der Nummer 21 der Setzliste. Das Match findet in der Nacht auf Dienstag im Arthur Ashe Stadion statt, um circa 2.30 Uhr deutscher Zeit.
2024 konnte Zverev in Rom gegen Darderi gewinnen, dieses Jahr kassierte er im Mai beim gleichen Turnier allerdings eine durchaus überraschende Niederlage. Dennoch geht Zverev als klarer Favorit in das Match.
Und auch im weiteren Turnierverlauf dürfte die Favoritenrolle bei Zverev liegen. SPORT1 zeichnet für Sie den möglichen Weg ins Finale auf.
Viertelfinale gegen einen ungesetzten Spieler?
Im Viertelfinale würde Zverev auf Lucky Loser Arthur Gea oder den Niederländer Botic van de Zandschulp treffen – beides nicht die ganz großen Kaliber. Gea war eigentlich schon in der Qualifikation ausgeschieden, rückte aber spontan für den Norweger Casper Ruud nach, der kurzfristig wegen einer Rückenverletzung zurückziehen musste.
Da das Draw zum Zeitpunkt der Absage schon ausgelost war, übernahm Gea auch die Setzposition von Ruud (19). Dann begann für den 21-Jährigen die Woche seines Lebens. Nie zuvor war er bei einem Major über die zweite Runde hinausgekommen, nun steht die Nummer 87 der Welt plötzlich im Achtelfinale.
Zverev könnte in der Runde der letzten Acht aber auch auf van de Zandschulp treffen, die 70 der Weltrangliste. Zwar stand der 30-Jährige bei den US Open schon mal im Viertelfinale (2021), dürfte für Zverev aber trotzdem zu bewältigen sein. Der aufschlagstarke Niederländer hat auf Tour-Level noch nie gegen den Deutschen gespielt.
US Open: Zverevs mögliche Halbfinal-Gegner
In einem potenziellen Halbfinale würde Zverev dann entweder auf Karen Khachanov, Learner Tien, Francisco Cerúndolo oder Alexander Blockx treffen – auch alles nicht die ganz großen Namen. Wie das kommt? In diesem Viertel des Turnierbaumes hatten sich mit dem Kanadier Félix Auger-Aliassime (Nummer 5 der Welt), French-Open-Finalist Flavio Cobolli (Nummer 6 der Welt) und Zverevs Angstgegner Taylor Fritz (Nummer 10 der Welt) einige Stars überraschend früh verabschiedet.
Gegen Fritz hat Zverev sieben der letzten acht Duelle verloren, auch wenn er dieses Jahr in Wimbledon glatt in drei Sätzen gegen ihn gewinnen konnte. Ein Duell mit dem Lokalmatador bleibt dem Deutschen aber auf jeden Fall erspart.
Zverev könnte zum Beispiel auf Khachanov treffen, die Nummer 50 der Welt. An den Russen dürfte Zverev beste Erinnerungen haben, denn gegen ihn triumphierte er im Finale bei den Olympischen Spielen in Tokio (6:3, 6:1) und landete damit einen der bislang größten Erfolge seiner Karriere.
Hier wäre Zverev klar favorisiert
Auch Tien zählt zu den möglichen Gegnern. Der Shootingstar aus den USA dürfte durchaus ein kniffliges Matchup darstellen, wären da nicht diese zwei Knackpunkte: In Sachen Erfahrung ist Zverev dem 20-Jährigen meilenweit überlegen, und Tien ist Linkshänder – gegen die hat Zverev bekanntlich eine besonders gute Bilanz.
Dann wäre da noch Cerúndolo, gegen den Zverev die letzten fünf Matches allesamt gewonnen hat. Und auch wenn der Argentinier sich in starker Form befindet, gilt er bekanntlich eher als Sandplatzspezialist.
Ein weiterer möglicher Gegner wäre Blockx, der aber gegen Zverev noch nie gewonnen hat (Bilanz: 0:3). Der Belgier war zudem zuvor bei einem Grand Slam nie über die zweite Runde hinausgekommen, also auch hier dürfte Zverev die Nase vorne haben.
Aber: Erstmal muss Zverev ja sein Achtelfinale gewinnen und auch wenn es einfach aussehen mag, bis zum Finale ist es dann doch noch ein weiter Weg. Im Endspiel könnte er übrigens auf den Spanier Carlos Alcaraz treffen, der langsam wieder zu alter Stärke zurückzufinden scheint.