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BVB: Das Akanji-Problem! Verteidiger soll gehen, findet aber keinen passenden Klub

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BVB: Das Akanji-Problem! Verteidiger soll gehen, findet aber keinen passenden Klub

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Transfer-Zoff beim BVB droht

Transfer-Zoff beim BVB droht

Der Abschied von Manuel Akanji gilt beim BVB eigentlich als beschlossene Sache. Doch es gibt ein Problem. Der Schweizer ist wählerisch in Sachen neuer Klub.
 Sebastian Haller ist das nächste Puzzleteil des größten schwarzgelben Umbruchs der vergangenen Jahre. Mit dem neuen Kader setzt Borussia Dortmund ein klares Signal in Richtung Meisterschaft.
Patrick Berger
Patrick Berger

Als die BVB-Sondermaschine am Freitagvormittag in Richtung des Ostschweizer Regionalflughafens St. Gallen-Altenrhein abhob, war Manuel Akanji mit an Bord.

Der 26 Jahre alte Innenverteidiger wird sich, obwohl er Borussia Dortmund noch in diesem Sommer verlassen möchte, in den nächsten Tagen im Trainingslager in Bad Ragaz (Schweiz) auf die neue Saison vorbereiten. Fraglich nur, für welchen künftigen Arbeitgeber sich der Schweizer fit hält.

Zwei Wochen nach Öffnung des Transferfensters ist noch immer kein neuer Verein für den Innenverteidiger gefunden worden. Nach SPORT1-Informationen ist Akanji durchaus wählerisch und hat in den vergangenen Tagen Angebote von Klubs aus der italienischen Serie A abgelehnt. Das Passende war für ihn offensichtlich noch nicht dabei. Der 41-fache Nationalspieler möchte sich sportlich und auch finanziell verbessern. (NEWS: Alle News und Gerüchte vom Transfermarkt)

Akanji träumt von der Premier League

Er träumt weiterhin von einem Wechsel in die Premier League, am liebsten zu Wunschklub Manchester United und Ex-BVB-Kollege Jadon Sancho. Bislang hat sich das Türchen aber noch nicht geöffnet. Der neue United-Coach Erik ten Hag betonte zuletzt, dass man sich allen voran im Sturm und im Mittelfeld verstärken wolle.

Genau beobachten sollen Akanji und seine Berater deshalb auch die Entwicklungen bei Inter Mailand (Milan Skriniar soll zu PSG gehen), SSC Neapel (Kalidou Koulibaly ging zu Chelsea) und Paris Saint-Germain (Thilo Kehrer und Abou Diallo könnten gehen).

Medienberichte, wonach Juventus Turin bei einem möglichen Abgang von Matthijs de Ligt zum FC Bayern an Akanji interessiert sei, stimmen indes nicht. Der Serie-A-Klub, das wurde SPORT1 aus Turiner Klubkreisen bestätigt, hat den BVB-Profi derzeit nicht auf der Liste.

Manuel Akanji soll den BVB verlassen
Manuel Akanji soll den BVB verlassen

Die Lage bei Akanji ist also durchaus verzwickt – und könnte zu einem internen Zoff führen! Die Dortmunder hatten dem Abwehr-Star, der in der abgelaufenen Saison einer der wenigen Leistungsträger war, vor einiger Zeit einen unterschriftsreifen und gut dotierten Vertrag mit einem Jahresgehalt von rund 9 Millionen Euro angeboten (SPORT1 berichtete). Akanji schlug die Offerte aber aus und gab dem Verein früh zu verstehen, dass er nach vier Jahren im Pott noch in diesem Sommer wechseln möchte. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Treffen zwischen Akanji-Berater und BVB geplant

Die BVB-Bosse um den neuen Sportchef Sebastian Kehl schlugen daraufhin auf dem Transfermarkt zu und holten mit Nico Schlotterbeck und Niklas Süle gleich zwei Verteidiger für die Zukunft, zudem sind mit Mats Hummels und Emre Can zwei Routiniers und in Soumaila Coulibaly ein Top-Talent da.

In den Planungen von Neu-Coach Edin Terzic spielt Akanji, dessen Vertrag in Dortmund noch bis 2023 läuft, demnach keine Rolle. Klubintern soll es deshalb zwischenzeitlich sogar mal Überlegungen gegeben haben, den Verteidiger nicht mit ins Trainingslager nach Bad Ragaz zu nehmen. Nun ist der Ex-Baseler aber doch dabei.

Wie SPORT1 erfuhr, soll es in den nächsten Tagen in Bad Ragaz ein Treffen zwischen den BVB-Bossen und Akanjis Beratern geben, die seit Jahren ein gutes Verhältnis pflegen. Darin sollen die Standpunkte noch einmal ausgetauscht werden.

Die Dortmunder, die sich Einnahmen von bis zu 25 Millionen Euro erhoffen, pochen auf eine schnelle Entscheidung, schließlich wäre ein unzufriedener Akanji nicht gut für die Teamchemie.

Und da wären auch noch die hohen Kosten, die mit einem Verbleib verbunden wären. Monatlich streicht Akanji nämlich mehr als eine halbe Millionen Euro ein.

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