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Lakers spielen Krise herunter

Lakers spielen Krise herunter

Die Los Angeles Lakers vergeigen nicht nur den Saisonstart, sondern haben auch noch mit internen Auseinandersetzungen zu kämpfen. In L.A. spielt man die Probleme aber herunter.
Die Los Angeles Lakers werden den hohen Erwartungen in dieser Saison noch nicht gerecht. Nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn scheint sich teamintern bereits Unzufriedenheit breitzumachen.
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von Alexandra Müller

Bei den Los Angeles Lakers sind derzeit Geduld und gute Nerven gefragt.

Zwei Pleiten zum Auftakt nach einer enttäuschenden Preseason, eine Handvoll Verletzungen und interne Reibereien - den Saisonstart hat man sich in L.A. sicherlich anders vorgestellt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

Doch anstatt frühzeitig in Panik zu geraten, werden die Problemchen bei den Lakers lieber heruntergespielt. So gab sich Russell Westbrook, der in seinen ersten Spielen für den Meister nicht wirklich zu überzeugen wusste, absolut entspannt.

„Ich habe ehrlich gesagt nichts gegen Gegenwind“, sagte der Point Guard, der in der Offseason per Trade von den Washington Wizards geholt wurde. „Ich gerate während einer Saison nie in Panik. Schon gar nicht zum Saisonstart. Es gibt wirklich keinen Grund dafür. Die Saison ist zu lang und niemand gewinnt jetzt irgendetwas.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

Keine Panik bei Lakers nach zwei Patzern

Der 32-Jährige kam in seinen ersten beiden Partien im Lakers-Trikot lediglich auf 11,5 Punkte, acht Rebounds und 6,5 Assists im Schnitt. Vor allem in Sachen Quote enttäuschte Westbrook: 35,7 Prozent aus dem Feld und 0 Prozent von Downtown standen zu Buche.

„Klar ist es schön, einen guten Start hinzulegen und sich gut zu fühlen, aber gerade für mich persönlich ist es wichtiger, während der Saison konstant immer besser und besser zu werden. Und dabei dafür zu sorgen, dass mein Team und meine Teamkollegen ebenfalls besser werden, während wir uns alle aneinander gewöhnen“, meinte Westbrook.

Und weiter: „Ich habe kein Problem damit, mich damit auseinander zu setzen und dafür zu sorgen, dass wir uns in die Lage versetzen, die richtigen Dinge zu tun, damit wir am Ende des Jahres unseren besten Basketball spielen können.“

Howard und Davis geraten aneinander

Bisher gelang es das den Lakers zumindest nicht. Die Pleite gegen die Phoenix Suns war inklusive Preseason schon die achte in Folge und sorgte bei LeBron James und Co. für Gesprächsbedarf. „Wir haben uns viel unterhalten. Ein paar wirklich hilfreiche Diskussionen, um etwas Klarheit in einige der Abläufe zu bringen, die wir noch nicht beherrschen“, erklärte Lakers-Coach Frank Vogel.

Rajon Rondo bezeichnete die Besprechung als die längste, seit das Team in dieser Konstellation zusammenspielt. „Zu Recht“, so der Guard. „Wir streiten nicht unbedingt, wir plappern nicht, aber wir versuchen, einander zu verstehen, denn ein offener Dialog ist das Beste für uns, um eine schnelle Chemie auf dem Spielfeld zu entwickeln.“ (DATEN: Alle Tabellen der NBA)

Doch dass die sportlichen Vorstellungen bislang zu wünschen übrig ließen, stellte nicht das einzige Problem der Lakers dar. Da wäre auch noch der Zoff zwischen Anthony Davis und Dwight Howard. Bei einer Timeout in der ersten Hälfte gegen die Suns gerieten die beiden Profis aneinander und mussten sogar von Teamkollegen getrennt werden.

LOS ANGELES, CALIFORNIA - DECEMBER 01:  LeBron James #23 of the Los Angeles Lakers dunks the ball during the second half against the Dallas Mavericks at Staples Center on December 01, 2019 in Los Angeles, California. NOTE TO USER: User expressly acknowledges and agrees that, by downloading and or using this photograph, User is consenting to the terms and conditions of the Getty Images License Agreement. (Photo by Katharine Lotze/Getty Images)
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Howard über Davis: „Haben es aus dem Weg geräumt“

Nach dem Match spielten die Streithähne die Szene jedoch herunter - man habe sich bereits ausgesprochen. „Es ist vorbei, und wir machen mit dem nächsten Spiel weiter“, machte Westbrook deutlich.

Vogel erklärte: „Wenn man in den Hintern getreten wird, werden solche Gespräche manchmal hitzig. Diese Jungs lieben sich. Sie haben sich ausgesprochen. Und sowas wird von Zeit zu Zeit passieren.“

Howard selbst äußerte sich auch zum Clinch: „Wir haben die Sache auf der Stelle beigelegt. Wir hatten nur eine Meinungsverschiedenheit über etwas auf dem Parkett. Wir sind beide sehr leidenschaftlich, wenn es ums Gewinnen geht. Wir wollten dieses Spiel nicht verlieren. Wir haben es aus dem Weg geräumt. Wir sind erwachsene Männer.“

LeBron James macht Ansage

Im selben Atemzug schickte der Center auch eine Ansage an die Konkurrenz: „Ich weiß, dass viele Leute uns schon abgeschrieben haben. Es ist noch früh. Viele Leute lachen über uns und machen Witze, aber wir werden das schon hinkriegen.“

„King James“ betonte das Offensichtliche: „Wir haben keine andere Wahl, als besser zu werden.“

Die nächste Chance dazu bekommen die Lakers in der Nacht zu Montag gegen die Memphis Grizzlies.

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