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Dieses Debüt veränderte die NBA

Dieses Debüt veränderte die NBA

12. Oktober 1979: Earvin „Magic“ Johnson macht sein allererstes NBA-Spiel und führt die Los Angeles Lakers zum Sieg - der Beginn einer Ära.
Kareem Abdul-Jabbar, Larry Bird, Kevin Durant, Julius Erving, LeBron James, Magic Johnson, Chris Paul, Bill Russell und Dirk Nowitzki – nie zuvor haben so viele NBA-Spieler an einem Kampagnen-Spot mitgewirkt.
Maximilian Miguletz
von Maximilian Miguletz
12.10.2021 | 14:32 Uhr

„Oh ja, ich bin nervös, Mann“, gab Earvin „Magic“ Johnson unumwunden zu, demonstrierte aber auch das Selbstbewusstsein eines Nummer-eins-Picks: „Man will gut sein. Ich lag die ganze Nacht wach, ich bin nervös - aber ich bin bereit loszulegen.“

Und bereit war er!

An diesem 12. Oktober 1979 bestritt „Magic“ sein allererstes Spiel für die Los Angeles Lakers in der NBA. Er betrat damit die größte Bühne im Basketball und legte den Grundstein für eine Ära, die nicht nur die Los Angeles Lakers verändern sollte, sondern die ganze Liga. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

Als „Magic“ im NBA-Draft 1979 von den Lakers an erster Stelle gepickt wurde, war er bereits ein Star: Mit der Michigan State University hatte er 1978 die College-Meisterschaft gewonnen. Das Endspiel gegen Larry Bird und Indiana State ist bis heute das College-Basketball-Spiel mit der höchsten TV-Einschaltquote.

Die Erwartungen an sein NBA-Debüt waren hoch, und die Partie bei den San Diego Clippers (heute: Los Angeles Clippers) wurde zu einer ersten Kostprobe seiner Qualitäten - aber auch zu einem echten Krimi. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

Bird und Johnson überzeugen sofort

Kurz vor der Lakers-Partie hatte am selben Abend anderenorts ein anderer Spieler, der ebenfalls die Liga über Jahre prägen sollte, sein Debüt gegeben: Larry Bird.

Für die Boston Celtics kam der 22-Jährige in seinem ersten Spiel auf zwölf Punkte. „Magic“ toppte seinen langjährigen Rivalen an diesem Abend sogar und erzielte direkt 26 Punkte für die Lakers.

Es war die Vorschau auf eine einzigartige Rivalität, die die NBA aus ihrer dunklen Epoche führen und nachhaltig prägen sollte. (BERICHT: Magic vs Bird - Die Rettung der NBA)

Diese Rivalität zwischen den beiden gegensätzlichen Superstars brachte der NBA eine Geschichte, die die Zuschauer in die Hallen strömen ließ, um das Duell hautnah mitzuerleben.

Damit ebneten „Magic“ und Bird zahlreichen Superstars wie Michael Jordan den Weg - und machten die NBA durch den neuen TV-Deal zu der Geld- und Unterhaltungsmaschinerie, die sie heute ist.

Abdul-Jabbar trifft zum Sieg - Johnson feiert ausgelassen

Bei seinem Debüt deutete Johnson seine unglaublichen Fähigkeiten bereits an, wenngleich er in der spielentscheidenden Szene außen vor blieb.

Die Clippers führten zwei Sekunden vor Schluss mit einem Zähler Vorsprung, als die Lakers noch einmal Einwurf hatten.

„Der Spielzug war eigentlich, den Ball zu Magic zu geben. Aber alle waren gedeckt, also haben sie einfach zu mir gepasst und ich hab den Wurf genommen“, erklärte nach dem Spiel Kareem Abdul-Jabbar.

Der NBA-Legende war es an diesem Abend vergönnt, mit einem Skyhook-Buzzer-Beater den 103:102-Endstand herbeizuführen.

Sein Team rannte zu ihm, feierte - allen voran Johnson, der auf Abdul-Jabbar aufsprang und jubelte, als hätte er bereits den ersten Titel gewonnen. Er wusste damals wohl bereits mehr ...

Magic Johnson
Magic Johnson
Eine Legende wird 60! Earvin "Magic" Johnson gilt als einer der besten Basketballer aller Zeiten. Als Spieler hat er alles gewonnen, was man nur gewinnen kann
Earvin "Magic" Johnson wird 60
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Die Karriere von NBA-Legende Earvin "Magic" Johnson

„Magic“ Johnson führt Los Angeles Lakers in die NBA-Finals

„Magic“ legte in seiner Rookie-Saison 18,0 Punkte, 7,7 Rebounds und 7,3 Assists pro Partie auf - eine herausragende Ausbeute für einen Neuling.

Zwar ging die Auszeichnung als Rookie des Jahres an Bird. Johnson aber führte die Lakers nicht nur in die NBA-Finals gegen die Philadelphia 76ers, er brachte ihnen auch den lang ersehnten ersten Meistertitel nach 18 Jahren Wartezeit und wurde zum Finals-MVP.

Insbesondere sein Auftritt im sechsten und letzten Spiel der Serie ist bis heute legendär: Johnson spielte wegen eines Ausfalls von Abdul-Jabbar als Center und verzeichnete auf ungewohnter Position 42 Punkte, 15 Rebounds und sieben Assists!

In den folgenden Jahren bildeten Johnson und Abdul-Jabbar eines der besten Duos der NBA-Geschichte und holten vier weitere Meistertitel mit den Lakers.