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NBA Finals: "Milchgesichtiger Killer" Derrick White legt einen Mythos lahm

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NBA Finals: "Milchgesichtiger Killer" Derrick White legt einen Mythos lahm

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Er legt einen NBA-Mythos lahm

Er legt einen NBA-Mythos lahm

Derrick White kam als Teil der Dennis-Schröder-Rochade zu NBA-Finalist Boston Celtics. In den Playoffs wächst der Defensiv-Spezialist über sich hinaus - offenbar auch aufgrund privater Freuden.
Derrick White war der überragende Defensivmann in Spiel 1 der NBA Finals
Derrick White war der überragende Defensivmann in Spiel 1 der NBA Finals
© Imago
. SPORT1
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Die Golden State Warriors haben Steph Curry und Klay Thompson. Die Splash Brothers. Ein wandelnder Mythos. Landauf, landab als Scharfschützen gefürchtet, die ihr Team bereits zu drei Meistertiteln und nun erneut in die NBA Finals geworfen haben.

Die Boston Celtics haben aber womöglich das Kryptonit. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

Jayson Tatum und Kollegen, die schon in der regulären Saison die beste Defensive der Liga gestellt haben, sind in der entscheidenden Phase des 120:108-Auswärtssiegs in Spiel 1 erneut ihrem Ruf als Defensivkünstler gerecht geworden und ihrem 18. Titel damit einen großen Schritt näher gekommen.

Eine Schlüsselrolle spielte dabei nicht nur Bostons nach tiefem Fall wieder auferstandene Center und Topscorer “Big“ Al Horford, sondern auch einer der Männer, die Im Februar ein Teil der großen Personalrochade um den fortgeschickten Dennis Schröder war: Derrick White.

Derrick White stellt Steph Curry und Co. kalt

Der Shooting Guard, der zur Trade Deadline von den San Antonio Spurs kam und in Boston den nach Houston verschifften Schröder ersetzte, besticht in den Playoffs durch überragende Eins-gegen-eins-Verteidigung - der er zum Auftakt gegen die Warriors zur Perfektion brachte.

Der 27-Jährige ließ von der Bank kommend bei 17 Angriffen, in denen er gegen Superstar Curry verteidigte, nur fünf Punkte zu. Jordan Poole gelangen in 14 Angriffen nur zwei Zähler und den Scharfschützen Thompson hielt White bei 12 Angriffen sogar komplett punktlos. (DATEN: Alle Tabellen der NBA)

White, der zu Beginn seiner College-Zeit wegen seiner kindlichen Gesichtszüge „Baby Faced Assassin“ genannt wurde - milchgesichtiger Killer -, hat die Luxusoffensive der Warriors mal eben fast komplett aus dem Spiel genommen.

Und es war nicht sein einziger Beitrag zum Triumph.

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Auch in der Offensive explodiert White

In der Verteidigung hatte White schon immer zu den stärksten Spielern der Liga gehört, aber in den vergangenen Spielen platzte bei White auch offensiv der Knoten.

So steuerte er in Spiel eins zu seiner überragenden Defensive auch noch 21 Punkte und drei Assists bei - traf fünf von acht Dreiern, sonst die Warriors-Spezialität. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

„Mir war schon vor der Serie klar, dass mich die Warriors eher freistehen lassen werden“, erklärte White, dessen Dreier-Quote sonst nicht seine allergrößte Stärke ist, aber schon am Ende gegen Miami angezogen hatte: „Ich habe dann zwar gleich meine ersten zwei Würfe vergeben, aber die hatten sich schon gut angefühlt. Also bin ich selbstbewusst geblieben, auch weil ich das Vertrauen meiner Mitspieler und des Trainers gespürt habe.“

Derrick White war der überragende Defensivmann in Spiel 1 der NBA Finals
Derrick White war der überragende Defensivmann in Spiel 1 der NBA Finals

Der neugeborene Sohn beflügelt

Ein Faktor, der beim Höhenflug Whites eine Rolle zu spielen scheint: Sein Offensiv-Output ist deutlich angestiegen, seitdem im Lauf der Playoffs sein Sohn Hendrix auf die Welt gekommen ist - kurz nach Spiel zwei der Eastern Conference Finals bei den Miami Heat.

Vor der Geburt seines Sohnes erzielte White im Schnitt 6,7 Punkte, traf 34,7 Prozent aus dem Feld und 23,7 Prozent seiner Dreier.

Als Papa schafft White plötzlich 13,0 Punkte, hat eine Wurfquote von 45,6 Prozent und 42,9 Prozent aus der Distanz.

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White wuchs mit fast 18 noch auf NBA-Größe

Es ist nicht das erste Mal in seinem Leben, dass White unvermutet über sich hinauswächst, es passierte auch schon in jungen Jahren - im übertragenden wie wörtlichen Sinne.

Als der junge Mann aus der Kleinstadt Parker in Colorado die High School verließ, ließen ihn sämtliche Colleges links liegen, mit damals knapp 1,80 Metern schien der 17-Jährige nicht die besten Voraussetzungen für eine Basketball-Karriere mitzubringen. Einzig der gut informierte, spätere Coach der UCCS Mountain Lions sah Potenzial - auch weil er wusste, dass Whites Vater noch einen späten Wachstumsschub bekommen hatte.

So kam es auch beim Sohn: Der mittlerweile 1,91 Meter große White sollte sich nicht nur am College, sondern auch in der NBA durchsetzen, wo er 2017 von den Spurs gedraftet wurde. Nun steuert die unwahrscheinliche Heldenreise auf ihren Höhepunkt zu.

Zwei Celtic-Kinder haben selben Namen

Eine weitere private Kuriosität: Der nun selbst zum Papa gewordene White hat seinem Sohn denselben Namen gegeben, auf den Teamkollege Robert Williams III seinen im Januar geborenen Spross getauft hat.

„Er kam einfach zu mir und sagte mir: ‚Hey Bruder, es tut mir leid““, berichtete Williams: „Aber es ist ja auch einfach ein cooler Name.“

Wenn die coolen Väter von Hendrix James White und Hendrix Williams so weitermachen, können sich beide bald auch Meistersöhne nennen.

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