Für viele deutsche Fans war die Auszeichnung die Krönung eines Sommers, der Dirk Nowitzki endgültig unsterblich machte.
Als das Basketball-Mutterland Dirk Nowitzki huldigte!
Als die USA Nowitzki huldigten
Noch wenige Monate zuvor hatte kaum jemand damit gerechnet, dass die Dallas Mavericks die NBA-Meisterschaft gewinnen würden. Die großen Favoriten waren die Miami Heat mit ihren Superstars LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh. Viele Experten gingen davon aus, dass das Star-Ensemble den Titel ohne große Probleme holen würde.
Doch sie hatten die Rechnung ohne Dirk Nowitzki gemacht.
Der Triumph, mit dem niemand gerechnet hatte
Der Deutsche spielte vor inzwischen 15 Jahren beeindruckende Playoffs – vielleicht sogar die beeindruckendsten der NBA-Geschichte. Mit den Mavericks schaltete er zunächst die Portland Trail Blazers aus, anschließend Titelverteidiger Los Angeles Lakers (mit 4:0), dann die Oklahoma City Thunder (um die jungen Kevin Durant, Russell Westbrook und James Harden) und schließlich Miami.
Der bis dahin größte Erfolg eines deutschen Basketballers war perfekt.
Nowitzki wurde zum Helden der USA
Der Titelgewinn machte Nowitzki nicht nur in Deutschland zum Superstar. Auch in den Vereinigten Staaten wurde der zurückhaltende Franke gefeiert. Viele Fans sahen in ihm den Gegenentwurf zum glamourösen Star-Ensemble aus Miami.
Nowitzki gewann die Finals-MVP-Auszeichnung und wurde plötzlich zum Gesicht einer der größten Überraschungen der NBA-Geschichte. Als wenige Wochen später die ESPY Awards vergeben wurden, setzte er sich gegen zahlreiche Weltstars durch und wurde zum besten männlichen Sportler des Jahres gewählt.
Vom Würzburger Talent zur Weltmarke
Der Weg dorthin war alles andere als selbstverständlich.
Geboren am 19. Juni 1978 in Würzburg, begann Nowitzki zunächst mit Handball und Tennis, bevor er sich auf Basketball konzentrierte. Entdeckt wurde sein außergewöhnliches Talent von Trainer Holger Geschwindner, der ihn über Jahre auf seinem ungewöhnlichen Karriereweg begleitete.
1998 wagte Nowitzki den Sprung in die NBA. Viele Experten waren skeptisch, ob sich ein schmächtiger Deutscher gegen die besten Basketballer der Welt behaupten könnte.
Die Antwort ist heute bekannt. 21 Jahre lang spielte er für die Dallas Mavericks, wurde Liga-MVP, NBA-Champion und einer der erfolgreichsten internationalen Spieler der Geschichte.
Ein bescheidener Star
Was Nowitzki von vielen anderen Weltstars unterschied, war seine Bodenständigkeit. Trotz seines Ruhms blieb er der zurückhaltende Sportler aus Würzburg. Starallüren oder öffentliche Eskapaden waren ihm fremd. Genau das machte ihn bei Fans so beliebt.
Während andere Athleten mit Luxus, Autos und Schlagzeilen auffielen, überzeugte Nowitzki vor allem durch Leistung und Bescheidenheit.
Viele NBA-Beobachter sind bis heute überzeugt, dass gerade diese Eigenschaften wesentlich zu seinem enormen Ansehen beigetragen haben.
Das Leben nach der NBA-Karriere
2019 beendete Nowitzki seine aktive Laufbahn. Anders als viele ehemalige Spitzensportler zog er sich jedoch nicht komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Er engagiert sich weiterhin für soziale Projekte, unterstützt seine Stiftung und ist regelmäßig bei den Dallas Mavericks präsent.
Auch in Deutschland genießt er unverändert Kultstatus.
Als die deutsche Basketball-Nationalmannschaft 2023 sensationell Weltmeister wurde, war Nowitzkis Karriere ein Stück weit auch das Fundament dieses Erfolgs, denn zahlreiche Nationalspieler nannten ihn ihr großes Vorbild.
Eine Auszeichnung mit besonderer Bedeutung
Der ESPY Award von 2011 war mehr als nur eine weitere Trophäe. Er zeigte, dass ein deutscher Basketballer die größte Sportnation der Welt erobert hatte. In einem Land voller Football-, Baseball- und Basketball-Superstars wurde ausgerechnet er zum Sportler des Jahres gewählt.
Heute, 15 Jahre später, gehört Dirk Nowitzki zu den größten deutschen Sportlern aller Zeiten. Der WM-Titel der Basketballer, seine Aufnahme in die Hall of Fame und unzählige Ehrungen haben diesen Status nur noch gefestigt.