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Super Bowl: Deutscher NFL-Star tönt

Super Bowl: Deutscher NFL-Star tönt

Equanimeous St. Brown kann mit den Green Bay Packers als vierter Deutscher in den Super Bowl einziehen. Vor dem Duell mit Tom Bradys Bucs ist er siegesgewiss.
Tom Brady beweist bei den Tampa Bay Buccaneers einmal mehr seine Extraklasse und führt sie ins NFC Championship Game. Ist er nun der GOAT - oder doch nicht?
von SID
am 24. Jan

Scheitern? Für Equanimeous St. Brown ist das überhaupt kein Thema.

"Wir werden gewinnen. Wie hoch, weiß ich nicht", sagt der Wide Receiver von den Green Bay Packers im Brustton der Überzeugung. Der 24-Jährige ist sicher, dass er in zwei Wochen als vierter deutscher Footballprofi im Super Bowl stehen wird.

Um das zu schaffen, was Markus Koch, Sebastian Vollmer und Mark Nzeocha vor ihm gelang, muss St. Brown noch einen Schritt gehen. Am Sonntag warten im Conference Championship, dem Playoff-Halbfinale der National Football League (NFL), die Tampa Bay Buccaneers mit Superstar Tom Brady (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse).

St. Brown: Aaron Rodgers besser als Tom Brady

"Für mich ist es egal, ob es gegen Tom Brady geht oder nicht", sagt St. Brown vorab in einem Interview mit der Nachrichtenagentur SID. Allerdings sei es "für Aaron Rodgers ein bisschen wichtig". Denn Packers-Passgeber Rodgers (37) und Brady (43) stehen sich im Duell der Oldies gegenüber.

"Das sind zwei der besten Quarterbacks der Liga. Vielleicht in der Geschichte der NFL", sagt St. Brown. Tauschen würde er sie nicht wollen, auch wenn Brady mehr Meisterringe hat. "Ich weiß, er hat nicht so viele Super Bowls gewonnen, aber als Quarterback, als Spieler, glaube ich, ist Aaron Rodgers besser", sagt der Passempfänger.

Nach seinem durchwachsenen Rookie-Jahr und der verlorenen Spielzeit 2019/20, die er wegen einer Knöchelverletzung komplett verpasste, hat Equanimeous Tristan Imhotep J. St. Brown den Durchbruch geschafft. Erst als drittem Deutschen gelang ihm in der US-Profiliga ein Touchdown - erlösend.

"Es war sehr wichtig, einen Touchdown zu machen. Ich bin Receiver, das ist mein Job", sagt St. Brown, der gegen die Tennessee Titans in der Endzone einen Pass über 21 Yards fing. So soll es weitergehen, er möchte die Saison "stark beenden".

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"Keinen Zweifel" am Sieg der Green Bay Packers

St. Brown, der in Kalifornien geboren wurde und dessen Mutter Miriam aus Leverkusen stammt, strotzt vor Selbstbewusstein. Am 7. Februar will er in Tampa/Florida beim 55. Super Bowl antreten. Am Sieg über die Bucs - kurzfristig geschwächt durch den Ausfall von Antonio Brown - hat er "keine Zweifel. Unsere Offense kann niemand stoppen."

Beleg dafür sei der Viertelfinalsieg über die L.A. Rams. "Wir haben gegen die beste Defense der Liga 32 Punkte gemacht und über 400 Yards", rechnet der Passfänger vor. Hinzu komme die Gewöhnung an die Temperaturen. "Wir spielen im Lambeau Field, in dieser Kälte." Beim Gegner aus Florida sei dagegen "warmes Wetter".

Ziel Super Bowl vor Augen

Seit seiner von Football geprägten Kindheit - auch die Brüder Osiris und Amon-Ra haben sich dem Sport verschrieben - sieht er sich Jahr für Jahr das Finale an. Er will kein Zuschauer mehr sein (Die St. Browns im SPORT1-Gespräch über ihre Rassismus-Erfahrungen in den USA und Deutschland).

Da würde es helfen, am Sonntag Catches zu machen. Und Rodgers ("Ein guter Leader") werde ihn suchen. "Er wird nie den Ball zu einem Receiver schmeißen, dem er nicht vertraut."

Bislang fing St. Brown in dieser Saison inklusive Playoffs acht Pässe für 144 Yards. Siebenmal sorgte er für das so wichtige First Down, also vier neue Angriffsversuche. Er will helfen, die Vince Lombardi Trophy zu holen. "Nach jeder Saison ist nur eine Mannschaft zufrieden. Hoffentlich können wir in diesem Jahr den Super Bowl gewinnen", sagt der frühere College-Spieler: "Wir haben eine gute Chance."