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Green Bay Packers: Aaron Rodgers ohne Davante Adams in einer Sackgasse?

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Green Bay Packers: Aaron Rodgers ohne Davante Adams in einer Sackgasse?

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Hat sich Superstar verzockt?

Hat sich Superstar verzockt?

Aaron Rodgers hat nach dem Abgang von Devante Adams keinen Star-Receiver mehr. Hat sich Rodgers bei seiner Vertragsverlängerung verzockt?
Wie Tom Brady am Sonntag angekündigt hat, kehrt der 44-Jährige zur kommenden Saison doch noch einmal aufs Football-Feld zurück - und wird erneut für die Tampa Bay Buccaneers auflaufen.
Vincent Wuttke
Vincent Wuttke
Raphael Weber
Raphael Weber

Dieser Deal sorgt in der NFL für Furore.

Davante Adams geht von den Green Bay Packers zu den Las Vegas Raiders im Tausch für einen Erstrundenpick und einen Zweitrundenpick in diesem Draft. (NFL-Transfers - die größten Trades und heißesten Gerüchte im TICKER)

Adams kassiert 141 Millionen US-Dollar für vier Jahre und ist bestbezahlter Receiver der Liga. Zudem wird er mit Derek Carr wiedervereint, mit dem er in zwei gemeinsamen College-Jahren für Fresno State bereits Rekorde aufstellte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

Rodgers steht ohne Top-Receiver Adams da

Aaron Rodgers steht dagegen erstmal als großer Verlierer da - denn ihm fehlt nun sein Lieblingsreceiver. (SERVICE: NFL-Wissen - die wichtigsten Begriffe im Football)

Bereits vor der vergangenen Saison drohte der Packers-Spielmacher mit seinem Rücktritt. Er kritisierte das Management für schwache Deals und forderte Mitspracherecht bei Personalentscheidungen.

Er boykottierte Trainingseinheiten und sagte Packers-Mitarbeitern, dass er nie wieder für das Team spielen wolle.

Trotzdem unterschrieb der 38 Jahre alte Quarterback vor kurzem einen neuen Mega-Vertrag über vier Jahre. Jetzt hat er zwar die dicke Kohle sicher (150 Millionen für drei Jahre) - aber keinen einzigen Top-Receiver mehr (dazu später mehr). Hat er sich verzockt?

Fakt ist, dass Rodgers im Moment in der Sackgasse sitzt - und er hat sie selbst gewählt.

Rodgers wusste vom Adams-Abgang

Adams und Rodgers hatten ein Traumduo gebildet. In der vergangenen Saison war der Receiver mit 1.553 Yards und elf Touchdowns in Topform. Er gilt bei vielen Experten auch als bester Receiver der Liga. (SERVICE: NFL-Wissen - die Positionen im Football)

Trotzdem konnte Rodgers sein Lieblingsziel nicht davon überzeugen, bei den Packers zu bleiben. Auch Adams war sich mit dem Packers-Management nicht mehr grün, soll sogar gedroht haben, diese Saison überhaupt nicht zu spielen, wenn er mit dem Franchise Tag zum Verbleib gezwungen werden sollte.

Obwohl die Packers ein ähnliches Vertragsangebot gemacht haben sollen, ging Adams. Superstar Rodgers wusste das laut ESPN bereits, als er sich in den Gesprächen über seinen eigenen Mega-Vertrag befand. Er unterschrieb ihn dennoch. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

Packers haben großes Loch im Kader

Rodgers war mangels Vertrauen in seine anderen Receiver in der Vergangenheit schon zu sehr auf Adams fixiert - jetzt fehlt ihm auch der noch. Das kann zum Problem werden, denn die Receiver bei den Packers sind auf einmal eine gigantische Baustelle.

Unter Vertrag stehen aktuell nur Randall Cobb (Rodgers-Buddy, aber schon 31) und Allen Lazard (26). Marquez Valdes-Scantling (27) ist Free Agent, der deutsche NFL-Star Equanimeous St. Brown ist weg. (BERICHT: Neues Team für EQ St. Brown)

Ob Valdes-Scantling bleibt oder nicht - die verbliebenen Packers-Receiver sind Durchschnitt, schon vor Adams‘ Abgang hätte eine starke Nummer 2 kommen müssen. Für die Titelambitionen ist das alles viel zu wenig.

Wer wird Adams-Nachfolger?

Jetzt muss Green Bay in der verbleibenden Free Agency oder dem Draft neue Stars für Rodgers ranschaffen. Fest steht jetzt schon: Einen gleichwertigen Ersatz werden die „Cheeseheads“ nicht bekommen für ihren einstigen Leistungsträger. (SERVICE: NFL-Wissen - die wichtigsten Regeln im Football)

Viele Top-Receiver befinden sich nicht mehr auf dem Markt. Bleibt also nur der Draft als große Hoffnung - hier haben sich die Packers in den letzten Jahren aber nicht mit Ruhm bekleckert. Immerhin dürfen sie innerhalb der ersten 59 Picks gleich viermal zugreifen. (DATEN: Alle Tabellen der NFL)

So bleibt Green Bay zumindest die Hoffnung - und womöglich auch die Chance, Rodgers auf Sicht ein ausgewogeneres und vielleicht am Ende sogar gefährlicheres Receiver-Korps zusammenzustellen.

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