Als viele Fans der Denver Broncos in ihrer Trauer den Traum vom Super Bowl in der NFL schon begraben wollten, da sprang ihnen ausgerechnet der „Heilige Nick“ bei. Jener Nick Foles meldete sich bei X und sprach den Anhängern der Franchise Mut zu.
NFL: Der Traum lebt und doch sind alle bei den Denver Broncos am Boden zerstört
Ist der große Traum geplatzt?
Denn trotz des dramatischen 33:30 in den Playoffs gegen die Buffalo Bills waren die Broncos, die nur noch einen Sieg vom Super Bowl entfernt sind, am Boden zerstört. Ihr geliebter Quarterback Bo Nix verletzte sich kurz vor Schluss schwer und kann in dieser Saison nicht mehr spielen. „Wir feiern diese Saison für ihn“, sagte Broncos-Headcoach Sean Payton nach der Diagnose, Nix erlitt einen Knöchelbruch.
NFL-Playoffs: Foles macht den Denver Broncos Mut
Foles schrieb also: „Eine Nachricht an die Broncos und ihre Fans: Ich weiß, dass es emotionale 24 Stunden waren. Ich fühle mit Bo und dem Team und wünsche ihnen von Herzen eine schnelle Genesung. Eine positive Nachricht vor dem Spiel gegen die Patriots ist, dass sie in Meisterschaftsspielen Schwierigkeiten mit Ersatz-Quarterbacks haben.“
Kurios: Obwohl er gar nicht mehr aktiv ist und auch nie für die Broncos spielte, könnte er nun so etwas wie die größte Hoffnung für die Franchise sein. Denn er dient als das perfekte Beispiel, dass das kleine Wunder noch möglich ist.
Erinnerungen an einen legendären Super Bowl
2018 sprang Foles in den Playoffs im Trikot der Philadelphia Eagles ein, nachdem sich der zuvor überragende Carson Wentz verletzt hatte.
Foles agierte wie ein Superstar und führte sein Team zur Meisterschaft. Im Super Bowl entzauberte er Tom Brady und die New England Patriots, ausgerechnet den nächsten Denver-Gegner. Dabei fing Quarterback Foles sogar selbst einen Touchdown.
Nun müsste Jarrett Stidham bei den Broncos in die Rolle von Foles damals schlüpfen. Der 29-Jährige soll Denver gegen die Patriots anführen und Nix ersetzen. Doch geht das überhaupt?
Der schwer verletzte Star überzeugte noch am Wochenende im Krimi gegen Denver mit 279 Yards und 3 Touchdowns. Bereits mit 25 Touchdowns bei 11 Interceptions und 3.931 Yards nach Pässen in der regulären Saison war Nix der entscheidende Faktor. Seit seiner Ankunft 2024 im „Mile High Stadium” hat der Spielmacher nach Jahren im Mittelmaß bei Denver Ruhe gebracht.
Nun steht Stidham also im Fokus. Er ist seit 2019 in der NFL und kennt den Gegner bestens. Seinen ersten Vertrag unterschrieb er ausgerechnet bei den Patriots. Nach zwei Jahren ging es zu den Las Vegas Raiders und seit 2023 spielt er in Denver.
Für die Broncos machte er bisher nur sieben Spiele. Er schaffte gerade einmal zwei Touchdowns. In seiner gesamten NFL-Karriere absolvierte er nur 20 Partien. Sein letzter Einsatz war 2023!
Nix und Stidham mit enger Bindung
Das Vertrauen vor allem von Nix hat er dennoch. Denn beide Konkurrenten eint eine lange gemeinsame Geschichte. „Ich kenne Bo seit er 16 oder 17 Jahre alt ist“, offenbarte Stidham im vergangenen Jahr. „Wir kennen uns schon sehr lange. Ich kenne ihn und seine Familie sehr gut und habe ihn damals bei seinem offiziellen Besuch in Auburn beherbergt. Ich kenne Bo schon sehr lange.“
Damals in Auburn war Stidham der Star. Der jüngere Nix besichtigte damals die Uni und wurde schließlich auch der Nachfolger von Stidham als College-Quarterback.
Im Sommer 2024 trafen sich beide in Denver wieder und Nix wurde vor seinem einstigen Vorbild zum Starter. Das gefiel Stidham nicht wirklich. „Ich weiß, dass ich in dieser Liga ein Quarterback auf gutem Niveau bin. Daran habe ich keinerlei Zweifel“, beschwerte sich der Ersatzmann. „Es hat sich einfach nicht so entwickelt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber ich weiß, was für ein Spieler ich bin, was für ein Mensch ich bin, und ich werde bereit sein, wenn ich gebraucht werde.“
Nun hat er nach Jahren an der Seitenlinie wieder diese Möglichkeit. Vielleicht kann er auch von der Trainerlegende Sean Payton profitieren. Im Januar 2023 unterschrieb der 62 Jahre alte Coach beim Team.
Seitdem führte er Denver zu alter Stärke und hat in der regulären Spielzeit eine Bilanz von 32 Siegen bei 19 Niederlagen vorzuweisen. Nun bietet sich dem Trainer die große historische Chance: Niemand gewann als Head Coach einen Super Bowl mit zwei verschiedenen Teams. 2009 feierte Payton schon mit Spielmacher-Legende Drew Brees bei den New Orleans Saints die Meisterschaft.
Von 2006 bis 2021 arbeitete er bei der Franchise und sorgte dort auch für einen der dunkelsten Momente der NFL-Geschichte. 2012 wurde Payton für die komplette Saison gesperrt, ohne Gehaltszahlungen, weil er seine Spieler belohnte, wenn sie andere Stars verletzten. „Bountygate“, also der Skandal, dass regelrecht „Kopfgelder“ auf Gegner ausgesetzt wurden, erschütterte die NFL nachhaltig.
In Paytsons Karriere ist diese dunkle Episode mittlerweile bereits verblasst, eine neue Erfolgsgeschichte mit den Broncos würde dabei noch mehr helfen. Schafft er nun das Wunder ohne Nix? Bei Fragen würde ihm Foles sicher helfen.