Henrik Kristoffersen hat beim Nacht-Slalom auf der Planai in Schladming sportlich für ein Highlight gesorgt – und abseits der Strecke für klare Worte. Der Norweger gewann das Rennen bereits zum fünften Mal und ist damit alleiniger Rekordsieger auf der steirischen Kultpiste.
Ski alpin: Norweger schimpft trotz Sieg und letzter Warnung!
Norweger beschwert sich trotz Sieg
Trotz des Triumphs war die Stimmung beim 31-Jährigen nicht gerade ausgelassen. Kristoffersen zeigt sich nach dem Rennen emotional, übte aber gleichzeitig deutliche Kritik an den Bedingungen.
Kristoffersen: „Das ist nicht Skifahren, sondern Eishockey spielen“
Im Interview mit dem Schweizer Sender SRF fand der Slalom Weltmeister von 2023 klare Worte: „Bei solchen Bedingungen sollten wir keine Rennen fahren. Das ist nicht Skifahren, sondern Eishockey spielen.“
Den Norweger störte vor allem die harte und zu eisige Piste, die aus seiner Sicht wenig mit klassischem Skifahren zu tun hatte. Bereits zuvor hatte er beim Riesenslalom in Schladming die Strecke bei Viaplay als „völlig lächerlich“ bezeichnet.
Warnung der FIS beeindruckt ihn nicht
Für Kristoffersen ist wichtig, Kritik nicht nur bei schlechten Ergebnissen zu äußern. Dass er nach seinem 18. Platz im Riesenslalom ebenfalls scharfe Worte fand, sei kein Zufall gewesen.
Nach dem Rennwochenende in Wengen hatte FIS-Rennleitner Markus Waldner ihm sogar eine letzte Warnung ausgesprochen. Beim nächsten Vorfall könne eine empfindliche Strafe drohen.
Das scheint Kristoffersen jedoch nicht abzuschrecken. Auf die Frage, ob er nach seiner Karriere selbst bei der Pistenpräparierung helfen würde, antwortet er trocken: „Mal sehen, ob die FIS genug Geld hat, um genug zu zahlen.“
Bis zu seinem Karriereende wird die FIS also wohl weiter mit den offenen Worten des Norwegers leben müssen. Sportlich bleibt Kristoffersen ohnehin eine feste Größe im Slalom – auch wenn er mit den Bedingungen nicht immer einverstanden ist.