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Skiflug-WM: Nicht das erste Mal? Interessante Aussagen zu Prevc-Vorfall

Interessante Aussagen zu Prevc-Vorfall

Jan Hörl spricht nach dem Skiflug-WM-Zwischenfall über Domen Prevc und erinnert an frühere Situationen. Der Österreicher sieht den Slowenen in der Verantwortung.
Beim Skispringen leben die Athleten den Traum vom Fliegen - insbesondere auf den ganz großen Schanzen. Inzwischen sind Sprünge auf weit über 200 Meter möglich. SPORT1 zeigt die Entwicklung des Weltrekords.
Jan Hörl spricht nach dem Skiflug-WM-Zwischenfall über Domen Prevc und erinnert an frühere Situationen. Der Österreicher sieht den Slowenen in der Verantwortung.

Nach dem Material-Zwischenfall um Domen Prevc beim Teamwettbewerb der Skiflug-WM meldet sich nun Jan Hörl zu Wort. Der Österreicher ordnet die Szene ein und verwies darauf, dass der Slowene nicht zum ersten Mal mit seinem Material für Aufsehen sorgt.

Am ORF-Mikrofon erklärte Hörl: „Der Domen Prevc war immer schon ein Kandidat, der ein paar Sachen einbaut.“ Damit spielte er auf frühere Momente an, in denen Prevc aus seiner Sicht nicht immer ganz aufmerksam gewesen sei.

Hörl erinnert an früheren Vorfall

„Michael Hayböck hat schon einmal einen Ski von ihm auf den Kopf draufbekommen.“ Prevc sei bei einer Drehung unachtsam gewesen, ergänzte er: „So richtig schauen tut er nicht.“

Mit Blick auf den aktuellen Vorfall stellte Hörl klar, worauf es aus seiner Sicht ankommt: „Das ist das Material, das zu mir gehört, mit dem ich runterspringen muss.“ Für ihn sei entscheidend, dass man die Skier künftig „wieder fester halten“ müsse. Es sei eine „blöde Situation für ihn“.

Prevc-Zwischenfall kostet Slowenien Punkte

Beim Teamwettbewerb in Oberstdorf hatten sich Prevcs Skier im Vorstartbereich selbstständig gemacht und waren die Schanze hinuntergerutscht. Der Slowene durfte deshalb im ersten Durchgang nicht starten. Für Slowenien war der Rückstand nicht mehr aufzuholen – am Ende belegte das favorisierte Team nur Rang sieben, während Japan den Titel holte.

Die FIS wertete den Vorfall als Eigenverschulden des Athleten. Der slowenische Verband reagierte dennoch und legte offiziell Protest ein. In einer Stellungnahme äußerte der Verband „ernste Bedenken“ hinsichtlich gleicher Bedingungen und der Transparenz in einem entscheidenden Moment des Wettbewerbs. Eine Entscheidung über den Einspruch steht bislang noch aus.