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Erik Lesser als Biathlon-Trainer? Michael Rösch: Da "gibt es keinen Besseren"

Lesser? „Da gibt es keinen Besseren“

Erik Lesser macht nach seiner Biathlon-Karriere eine Trainerausbildung. Michael Rösch sieht dabei großes Potenzial - und lobt seinen Ex-Kollegen auch darüber hinaus.
In der vorerst letzten Episode trifft die ehemalige Top-Biathletin Laura Dahlmeier auf einen alten Viessmann Weggefährten, Georg "Schorsch" Hackl. 
Bei einer gemeinsamen Skitour am Jenner im Berchtesgadener Land tauschen sich die beiden ehemaligen Spitzensportler aus und Schorsch Hackl berichtet ihr von seinen persönlichen Erfahrungen mit innovativen Viessmann Klimalösungen, die er daheim verbaut hat.
Erik Lesser macht nach seiner Biathlon-Karriere eine Trainerausbildung. Michael Rösch sieht dabei großes Potenzial - und lobt seinen Ex-Kollegen auch darüber hinaus.

Michael Rösch ist davon überzeugt, dass Erik Lesser einen sehr guten Biathlon-Trainer abgeben würde. (BERICHT: Biathlon-Beben! Diese 31 Sportler treten zurück)

„Trainer zu sein ist etwas absolut anderes, das habe ich selbst auch erlebt und ich bin gespannt, wie er damit umgeht“, sagte der ehemalige Weltklasse-Biathlet bei Eurosport und ergänzte: „Es ist wie im Fußball: Die besten Fußballer sind ja auch nicht immer die besten Trainer. Da muss sich Erik in eine neue Rolle reinfinden. Aber von seiner Persönlichkeit und seinen Erfahrungen her gibt es keinen Besseren!“

Lesser hatte vergangenes Wochenende das letzte Weltcuprennen seiner Karriere absolviert und will eine Trainerausbildung angehen.

Deshalb wird Lesser dem deutschen Biathlon fehlen

Rösch, der mit Lesser jahrelang gemeinsam im Weltcup unterwegs war, unterstrich, wie sehr der 33-Jährige dem deutschen Biathlon-Team fehlen werde.

„In seiner Rolle als Leitwolf der Mannschaft sehe ich keinen echten Nachfolger. Rein sportlich gibt es genug starke Athleten im Team, aber charakterlich gibt es aktuell keinen wie Erik. Das sind alles super Typen, aber so meinungsstark wie er ist keiner“, betonte der Staffel-Olympiasieger von 2006, der bis 2012 für Deutschland und ab 2014 für Belgien gestartet war. (NEWS: Alles Wichtige zum Biathlon)

Er lobte Lesser auch für dessen vielbeachtete Aktion, seinen Instagram-Account zeitweise für die ukrainischen Sportler Anastasiya Merkushyna und Sergiy Stakhovsky zur Verfügung zu stellen, damit sie unzensiert über den Krieg in der Ukraine berichten konnten.

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„Das war ein typischer Lesser-Move. Er hat sich Gedanken gemacht und dann einen Nerv getroffen und ein Zeichen gesetzt, das gerade auch international für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat“, erklärte Rösch, fügte allerdings hinzu: „Hut ab vor ihm für diese Aktion, auch wenn sie viele Follower gekostet hat - sie hat etwas gebracht und war eine super Sache.“ (DATEN: Weltcup-Kalender mit Ergebnissen der Biathlon-Saison)

Lesser-Aktion für Ukraine: Rösch zieht den Hut

Insbesondere russische User dürften Lesser entfolgt sein, obwohl er seit seiner Hilfe für Eduard Latypov, dem er in Quarantäne ein Fahrrad zur Verfügung gestellt hatte, auch in Russland viele Fans hat.

„Ich habe lange mit ihm darüber gesprochen und was als Reaktion aus Russland kam, war leider teilweise erschreckend. Ob es in dieser Hinsicht etwas gebracht hat, weiß ich deshalb nicht. Denn die Leute dort sind so festgefahren in ihrer Sicht der Dinge“, berichtete Rösch: „Man muss aber auch sehen, dass die Menschen viel Propaganda ausgesetzt sind. Die international aktiven Sportler wiederum müssten es besser wissen, aber da gibt es auch Angst angesichts der möglichen Konsequenzen.“

Lesser widerspricht Biathlon-Legende Domracheva

Am Mittwoch reagierte Lesser bei Instagram mit klaren Worten auf einen Post der ehemaligen belarussischen Weltklasse-Biathletin Darya Domracheva, in dem diese Kritik am Weltcup-Ausschluss von Russen und Belarussen geäußert hatte.

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„Danke für deine Worte, Darya. Was ist die Lösung? Dass Russland und Belarus wie in guten alten Zeiten oder als neutrale Athleten teilnehmen können? Weiterzumachen als sei nichts passiert, ist nicht richtig“, meinte Lesser.