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Biathlon: Bitteres Drama wird bei der WM zum Gold-Märchen!

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Biathlon: Bitteres Drama wird bei der WM zum Gold-Märchen!

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Biathlon-Drama wird zum Gold-Märchen

Vor zwei Monaten stand Sturla Holm Lägreid nach einem dramatischen Vorfall in den Schlagzeilen, nun schnappte er Superstar Johannes Thingnes Bö unverhofft WM-Gold Nummer 18 vor der Nase weg.
Sturla Holm Lägreid gewann bei der Biathlon-WM den Sprint
Sturla Holm Lägreid gewann bei der Biathlon-WM den Sprint
© IMAGO/Bildbyran
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Vor zwei Monaten stand er im Mittelpunkt eines dramatischen Vorfalls und brach vor laufender TV-Kamera in Tränen aus - nun hat er bei der Biathlon-WM für eine goldene Überraschung gesorgt.

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Der Norweger Sturla Holm Lägreid triumphierte beim Sprint in Nove Mesto in 25:23,9 Minuten nach einer fehlerfreien Schießleistung mit nur 3,5 Sekunden Vorsprung vor Johannes Thingnes Bö (1). Mit einem furiosen Schlussspurt schnappte er dem Landsmann dessen mögliche 18. WM-Goldmedaille vor der Nase weg.

Vetle Sjaastad Christiansen (1/+18,6) machte den norwegischen Dreifachsieg perfekt, während alle deutschen Starter die Top 10 verfehlten.

Biathlon-Gold zwei Monate nach Schuss-Wirbel

Zur Erinnerung: Lägreid stand im Dezember ungewollt in den Schlagzeilen, weil sich beim Training für den Weltcup im schweizerischen Lenzerheide ein Schuss aus seinem Gewehr löste.

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Der 26-Jährige wurde damals ausgeschlossen, von der Polizei verhört und angezeigt. Der gefährliche Zwischenfall nahm Lägreid schwer mit, er stand bei einem Fernsehinterview in der norwegischen Heimat nahe an einem Weinkrampf. Auch nun betonte Lägreid im Gespräch mit dem schwedischen Sender SVT, wie sehr ihn das Thema zuletzt beschäftigt hatte: „Es war hart.“

Vor einer Woche hakte der Weltverband IBU die Angelegenheit mit einer milden Geldstrafe und einer Sicherheitsschulung für Lägreid ab und ermöglichte ihm damit einen unbelasteten Start in die WM - die er nun vergoldet hat, auch gegen die eigenen Erwartungen.

Bö rückt noch nicht näher an Björndalen heran

„Ich bin heute morgen wach geworden und habe gedacht: Boah, so viele gute Norweger heute, da ist es unmöglich, eine Medaille zu holen“, schilderte Lägreid im Interview mit der ARD: . „Als ich dann auf der letzten Runde gehört habe, dass ich führe, konnte ich es gar nicht glauben. Dann habe ich mir gesagt: Sturla, jetzt bist du so nah dran, jetzt musst du es packen. Ich habe dann alles gegeben. Es tat so weh, aber es hat sich gelohnt.“

Der oft im Schatten von Superstar Bö stehende Lägreid jubelte im Ziel ekstatisch über sein drittes Einzel-Gold bei einer WM - zuletzt hatte er 2021 in Pokljuka das Einzel und den Massenstart gewonnen. Insgesamt verbesserte Lägreid - 2022 in Peking auch Staffel-Olympiasieger - seine WM-Bilanz auf sechsmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze.

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Landsmann Bö konnte derweil noch nicht weiter auf den ewigen WM-Rekord von Ikone Ole Einar Björndalen aufschließen. „Ich hatte einfach keine Energie mehr, noch mehr zu kämpfen, mein Finish war am Ende wohl nicht gut genug“, schilderte der Ausnahme-Athlet.

Deutsche Starter enttäuschen

Das deutsche Biathlon-Team ist derweil auch im dritten Rennen ohne die erhoffte Medaille geblieben. Benedikt Doll war auf Rang 13 mit zwei Schießfehlern bester Vertreter des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Doll, der in diesem Winter bereits zwei Weltcups im Sprint gewinnen konnte, lag 1:41,2 Minuten hinter Lägreid. Mit Blick auf den Verfolger am Sonntag (17.05 Uhr LIVETICKER) über 12,5 km ist dies eine große Hypothek, selbst Platz drei ist 1:22,6 Minuten entfernt. Johannes Kühn (1/+1:41,9), Philipp Nawrath (1/1:44,3) und Philipp Horn (2/2:11,5) konnten sich auch nicht in Szene setzen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)