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"Ich bin keine Maschine": Biathon-Star offenbart Selbstzweifel

Wierer spricht über Selbstzweifel

Vor der Biathlon-WM zeigt sich Dorothea Wierer in guter Form - ist aber sehr selbstkritisch. Die Ex-Weltmeisterin verrät auch, wie sich ihr Fokus verändert hat.
Die Biathlon-WM findet dieses Jahr im schweizerischen Lenzerheide statt. Zwölf Mal kämpfen die Biathleten vom 12. Bis zum 23. Februar um Edelmetall.
Vor der Biathlon-WM zeigt sich Dorothea Wierer in guter Form - ist aber sehr selbstkritisch. Die Ex-Weltmeisterin verrät auch, wie sich ihr Fokus verändert hat.

Ex-Weltmeisterin Dorothea Wierer hat vor der Biathlon-WM (täglich im LIVETICKER) offen über ihre Selbstzweifel gesprochen und die Erwartungen gedämpft.

„Das Selbstbewusstsein ist bei mir nicht so groß. Ich habe immer Zweifel an mir“, gestand die 34-Jährige bei Eurosport: „Im Biathlon muss Laufen und Schießen hundertprozentig passen. Aber ich fühle mich jetzt gut. Von daher: Schau mer mal!“

Speziell mit einem Aspekt kämpft die Italienerin in dieser Saison. „Das Problem ist das Stehendschießen, da habe ich mit der letzten Serie schon einige Rennen in den Sand gesetzt“, analysierte sie ehrlich.

Biathlon-WM: Wierer spricht über Selbstzweifel

Mit 34 Jahren hat Wierer ihr Karriereende bereits ins Blickfeld gefasst und entsprechend auch ihre Vorbereitung schon angepasst. „Letztes Frühjahr habe ich zwei Monate lang gar nicht trainiert - und hatte auch irgendwie gar keine Lust drauf“, verriet sie jetzt: „Nach zehn Jahren Vollgas brauchte ich auch vom Körper her eine Pause. Ich bin keine Maschine.“

Bei Olympia 2024 war sie in Paris als Expertin für Eurosport im Einsatz - ihre aktuelle Formkurve zeigt trotzdem nach oben. „Dafür, dass ich im Sommer auch noch einen ganzen Monat lang in Paris war, kann sich Platz elf im Weltcup jetzt schon sehen lassen. Für 34 ist das nicht schlecht“, meinte Wierer. Zuletzt zeigte sie als Vierte in Antholz und Ruhpolding gute Leistungen.

Wierer sehnt Karriereende herbei

Nach den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo will Wierer dann aufhören - und sehnt sich bereits danach.

„Ich sage mir immer - jetzt noch ein Jahr, dann sind es noch zwei Wochen Olympia und dann ist fertig. Da bin ich schon froh drüber“, verriet sie.

Gleichzeitig stellte Wierer auch klar, sie „versuche es schon noch zu genießen. Auch wenn es Leistungssport ist, bei dem man sich quälen muss. Biathlon ist eben ein Ausdauersport, da geht es hart auf hart.“