Tommaso Giacomel hat sich vom plötzlichen Tod seines engen Freundes Sivert Bakken hochemotional und tief betroffen gezeigt. Bei einer Presserunde in Oberhof konnte er seine Tränen nicht zurückhalten. „Es geht auf und ab. Ich habe viele negative Gedanken, vor allem abends, wenn ich ins Bett gehe und die Augen zumache“, sagte der Italiener.
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Biathlon-Star bricht in Tränen aus
Besonders schmerzhaft sei für Giacomel das erste Wiedersehen mit den norwegischen Teamkollegen in der Umkleidekabine des Oberhofer Stadions gewesen. „Ich habe sofort angefangen zu weinen. Er sollte hier sein und ist es nicht“, schilderte er. Halt finde er derzeit vor allem bei seiner Familie und seiner Freundin, die ihm zur Seite stehen: „Ohne sie wäre es noch viel härter.“
Johan-Olav Botn hatte Bakken am 23. Dezember tot in dessen Hotelzimmer in Lavazé aufgefunden. Die norwegische Mannschaft war – ebenso wie Giacomel – nach dem letzten Weltcup vor Weihnachten in Le Grand Bornand zu einem Höhentrainingslager nach Italien gereist. Giacomel hatte bereits berichtet, dass er an diesem Tag eigentlich mit Bakken zum Skifahren verabredet gewesen sei, dieser jedoch nie erschien.
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Trotz des tragischen Verlusts will Giacomel beim Weltcup in Oberhof und in der restlichen Saison antreten und starke Leistungen zeigen – auch, um seinem Freund zu gedenken. „Ich werde mein Bestes geben, um ihn stolz zu machen. Das ist es, was Sivert gewollt hätte. Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht bereit wäre zu starten“, betonte er.
Die genauen Umstände von Bakkens Tod sind noch unklar, die Ergebnisse der Autopsie werden Anfang März erwartet. Seine Beerdigung findet am kommenden Dienstag in Lillehammer statt. Teile des norwegischen Teams werden dafür nach Norwegen reisen, ehe der Weltcup am Mittwoch in Ruhpolding fortgesetzt wird.