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Biathlon: Deutscher Gold-Coup bei der Junioren-WM

Deutscher Gold-Coup im WM-Krimi

Die deutsche Staffel gewinnt bei der Junioren-WM die Goldmedaille. Das DSV-Quartett muss bis zur Zielgeraden bangen.
Die deutsche Frauen-Staffel erlebt beim Weltcup in Kontiolahti ein Rennen zum Vergessen, weil bereits Startläuferin Marlene Fichtner ein fataler Fauxpas unterläuft. Während ganz vorne lange ein Dreikampf läuft, fahren die deutschen Biathletinnen ein historisch schwaches Ergebnis ein.
Die deutsche Staffel gewinnt bei der Junioren-WM die Goldmedaille. Das DSV-Quartett muss bis zur Zielgeraden bangen.

Es geht doch! Die deutsche Juniorinnen-Staffel hat zum Abschluss der Heim-Weltmeisterschaft in Arber im Bayerischen Wald die Goldmedaille geholt.

Über viermal sechs Kilometer war das Quartett um Johanna Lehnung, Melina Gaupp, Leni Dietersberger und Sydney Wüstling nach einem echten Krimi ganz knapp vor Frankreich siegreich. Der Vorsprung betrug am Ende 3,7 Sekunden, Rang drei ging an die Ukraine.

Biathlon: Deutschland knapp vor Frankreich

Lehnung übergab nach einer fehlerfreien Schnellfeuereinlage im Stehendschießen als Zweitplatzierte an Gaupp. Die 17-Jährige zeigte in der Loipe eine bärenstarke Leistung und brachte Deutschland mit 19,2 Sekunden Vorsprung in Führung.

Dietersberger verteidigte Platz eins, doch der Vorsprung auf die Französinnen, die zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Strafrunden im Gepäck hatten, schmolz auf 4,1 Sekunden zusammen.

Schlussläuferin Wüstling hatte beim Liegendschießen leichtes Nervenflattern, traf aber ihre beiden Nachlader. Im Stehendanschlag kam es dann zum großen Showdown. Wüstling schoss wieder zweimal daneben, hatte noch leichte Probleme beim Nachladen, ging aber dennoch mit 3,8 Sekunden Vorsprung auf die Schlussrunde.

Es blieb spannend bis zur Zielgeraden, wo Wüstling zur Goldmedaille sprintete. „Es geht mir im Moment nicht so gut“, sagte Wüstling im Anschluss im Sportschau-Interview, „weil ich doch sehr kaputt bin. Andererseits geht es mir sehr gut, weil wir gewonnen haben.“

Deutsche Frauen-Staffel historisch schlecht

Weniger erfolgreich war am Sonntag die deutsche Damen-Staffel beim Weltcup im finnischen Kontiolahti. Marlene Fichtner, die als Erste aus dem Quartett an den Start ging, bekam nach einem Regelverstoß im ersten Schießen eine zweiminütige Zeitstrafe aufgebrummt.

Vanessa Voigt fuhr letztlich auf Rang 16 mit 6:35 Minuten Rückstand ins Ziel ein - und machte damit einen Negativ-Rekord perfekt. So schlecht hatte die deutsche Frauen-Staffel noch nie abgeschnitten.