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Biathlon-Olympiasiegerin mit Fauxpas: "Kleiner Anfängerfehler"

Olympiasiegerin mit bitterem Fauxpas

Norwegens Biathlon-Ass Maren Kirkeeide erlebt in Kontiolahti einen Tag zum vergessen. Die Sprint-Olympiasiegerin vergisst eine Strafrunde, kann am Ende über ihren kleinen Patzer aber selbst lachen.
Joshua Kimmich hat die Biathleten bei den Olympischen Winterspielen in Antholz besucht. Das freut auch die norwegische Legende Johannes Thingnes Bö, wie er im exklusiven SPORT1-Interview im Adidas-Haus in Cortina verrät.
Norwegens Biathlon-Ass Maren Kirkeeide erlebt in Kontiolahti einen Tag zum vergessen. Die Sprint-Olympiasiegerin vergisst eine Strafrunde, kann am Ende über ihren kleinen Patzer aber selbst lachen.

Es war definitiv nicht das Rennen von Maren Kirkeeide. Die beste norwegische Biathletin machte beim Massenstart in Kontiolahti nicht nur zu viele Fehler am Schießstand, sondern leistete sich noch dazu einen bitteren Fauxpas beim Absolvieren der Strafrunde.

Die Sprint-Olympiasiegerin von Antholz verfehlte beim dritten Anschlag zwei Scheiben, lief allerdings nur eine Strafrunde. Die bittere Konsequenz: eine Zeitstrafe von satten zwei Minuten. Folgerichtig überquerte sie beim Sieg von Julia Simon die Ziellinie zwar auf Platz 13 liegend, wurde aber aufgrund der Zeitstrafe auf den 28. Rang durchgereicht. 30 Athletinnen nahmen teil.

Nach dem Rennen bestätigte Borut Nunar, Rennleiter der IBU, dass die nicht absolvierte Strafrunde zur Strafe führte. „Das ist ein sehr klassischer Fehler. Das passiert gelegentlich, und dieses Mal ist es ihr passiert“, erklärte er beim norwegischen Sender NRK.

„Das ist ein kleiner Anfängerfehler. Das war bitter, aber so ist es nun mal“, äußerte sich der norwegische Biathlon-Experte Ola Lunde live im TV über den Kirkeeide-Aussetzer.

Kirkeeide bleibt gelassen: „Hate nicht vor, zwei Fehlschüsse zu machen“

Kirkeeide selbst nahm das Missgeschick mit Humor. „Ich dachte, eine Strafrunde würde reichen, also bin ich einfach wieder rausgegangen. Ich wollte wieder auf die Strecke. Ich hatte nicht vor, zwei Fehlschüsse zu machen“, sagte sie schmunzelnd im Interview mit TV 2.

Die Norwegerin merkte ihren Fehler erst, als sie hörte, nur 30 Sekunden Rückstand auf das Podium zu haben. „Mir wurde klar, dass es so wenig war, weil ich eine Strafrunde ausgelassen hatte“, schilderte sie. „Ich konnte mich aber nicht genau daran erinnern, was ich gemacht hatte.“

Kirkeeide nach Olympiasieg in kleinem Formtief

Das Rennen hatte für Kirkeeide bereits holprig begonnen. So war sie an der Kollision von Vanessa Voigt und Lou Jeanmonnot indirekt involviert, weil Voigt versuchte, Kirkeeide auszuweichen, die leicht von rechts in die Mitte gezogen war.

Bereits am Donnerstag konnte Kirkeeide mit Platz 61 im Einzel alles andere als überzeugen. Womöglich ist bei der 23-Jährige schlichtweg die Luft raus, nachdem sie bei den Olympischen Spielen Gold im Sprint und zwei weitere Medaillen gewinnen konnte.

Im Gesamtweltcup belegt die Athletin Platz sechs und hat praktisch keine Chance mehr auf das Gelbe Trikot. Da wiegt das ein oder andere unglückliche Malheur nicht ganz so schwer.