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Abschiedsgruß live im TV: Deutsche Wintersport-Legende tritt ab

Deutsche Legende tritt bewegend ab

Georg Hackl zieht sich nach fast 40 Jahren im Rodelsport zurück. Er geht mit einem Abschiedsgruß im Live-TV.
Nach dem Olympiasieg beim Rennrodeln melden sich einige Prominente bei Max Langenhan, um ihm zu gratulieren. Darunter die Geissens und Bundeskanzler Friedrich Merz.
Georg Hackl zieht sich nach fast 40 Jahren im Rodelsport zurück. Er geht mit einem Abschiedsgruß im Live-TV.

Der Rodel-Weltcup in Altenberg am Sonntag ist auch das Ende einer großen Ära für den gesamten Wintersport. Denn mit Georg Hackl war eine der größten Legenden des Eiskanals letztmals dabei.

Seit dem 1. Mai 2022 ist der dreimalige Olympiasieger als Trainer für Fahr- und Schlittentechnik beim österreichischen Rodelverband unter Vertrag. Nun tritt er ab. Bereits im Dezember hatte er diesen Schritt angekündigt.

Im ZDF nutzte der Deutsche das Interview noch einmal für einen Abschiedsgruß im Live-TV. Er richtete seinen Blick in die Kamera und sprach zu den Zuschauern.

“Servus an alle Fans. Es hat Spaß gemacht, euer Hackl Schorsch. Servus“, sagte er und winkte. Nach fast 40 Jahren im Weltcup zieht der 59-Jährige nun den Schlussstrich.

Hackl zieht sich zurück

1987 begann seine internationale Laufbahn mit Silber im Doppelsitzer bei der EM in Igls, danach wechselte er zu den Einsitzern und wurde zur Legende.

Seine Erfolgsbilanz spricht für sich: Gold bei den Winterspielen 1992 in Albertville, erneut Gold 1994 in Lillehammer – und dann jener Tag, der Hackl endgültig zur Legende seiner Sportart machte: der 9. Februar 1998. Bei den Olympischen Winterspielen in Nagano gewann der damals 31-Jährige die Goldmedaille im Einsitzer der Herren – sein dritter Triumph in Folge.

2006 zog er sich als aktiver Sportler zurück und war dann viele Jahre als Techniktrainer beim deutschen Verband tätig.

“Ich habe so viele Höhen und Tiefen miterlebt, tolle Momente, Siege und Niederlagen, erst als Sportler, dann als Trainer. Natürlich sind Olympische Spiele immer wieder das Highlight, das war es auch jetzt wieder. Es bleibt eine große Zufriedenheit“, sagte er.

Hackl lacht über Kritik

Für seinen Wechsel nach Österreich gab es in Deutschland durchaus Kritik. Die Legende konnte nun darüber lachen. “Es geht darum, dass im Sport nicht immer die Gleichen gewinnen und eine Sportart zu Tode siegen. Die Österreicher haben gesagt: ‘Schorsch, du musst jetzt kommen, wir brauchen dich.’ Dann habe ich gerne mitgeholfen.“

Hackl fügte an: „Das hat ein bisschen Schwung in die Sache gebracht. Das war nochmal das i-Tüpfelchen, mit einer anderen Nation anzutreten und das Ganze aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Das ist eine ganz wichtige Sache im Leben.”