Aleksander Kilde wird in der anstehenden Weltcup-Saison verletzungsbedingt nicht an den Start gehen können. Dennoch war der norwegische Ski-Alpin-Star am Donnerstag dabei, als seine Teamkollegen einen Pressetermin in Sölden hatten. Dort gab der 32-Jährige einen Einblick in seine Gedankenwelt und sprach über sein Saisonaus.
Karriereende? Ski-Star mit Tendenz

„Es fühlt sich anders an als normalerweise, auch wenn ich genauso nervös bin. Es ist traurig, dass ich hier bin, aber nicht wirklich Teil des Teams sein kann“, schilderte Kilde im Gespräch mit Eurosport. Er fügte hinzu, dass er seine Teamkollegen unterstützen und seine neue Rolle bestmöglich ausfüllen wolle.

Ski-Star stürzt im Januar schwer
Erst am Mittwoch gab der Lebensgefährte von Ski-Alpin-Star Mikaela Shiffrin bekannt, dass er für den Weltcup-Winter ausfallen wird. In einer Mitteilung des norwegischen Verbands erklärte der 32-Jährige, dass eine Schulter-OP ihn zu einer noch längeren Pause zwinge.
Im vergangenen Januar stürzte er bei einem Rennen in Wengen schwer und zog sich eine komplett ausgekugelte Schulter samt Bänderriss sowie eine tiefe Schnittwunde an der Wade zu. Zudem kamen im Sommer während des Rehabilitationsprozesses Rückschläge hinzu, die ein Comeback im anstehenden Weltcup-Winter unmöglich machten.
Kilde: „Wünschte, ich hätte mehr Hobbys“
„Es war eine Achterbahnfahrt - physisch wie emotional“, gestand Kilde, der trotzdem betonte, das Beste aus der Situation machen zu wollen. „Natürlich gab es Tage, an denen es immer das Gleiche war. Aber an anderen war ich wieder ich selbst und konnte das tun, was ich am liebsten mache. Da hat der Körper so reagiert, wie ich das wollte. Das sind großartige Momente, auf die ich mich fokussiere. Alles andere zählt nicht“, so der Weltcupsieger der Saison 2019/20.
Zugleich berichtete er, dass es ihm momentan am schwersten fallen würde, seinem Körper genügend Pausen zu gönnen und schmunzelte: „Ich wünschte, ich hätte mehr Hobbys.“ Durch einige Tage, an denen Kilde nichts machen konnte bzw. durfte, hat er in den letzten Monaten einen Einblick bekommen, wie es sein kann, die Karriere zu beenden und in den Ruhestand zu gehen.
„Es ist das Jahr der Comebacks“
Diesbezüglich stellte er klar, dass er mit so einem Gedanken noch nicht spiele: „Ich bin noch nicht fertig. Für das Comeback liegt noch einiges an Arbeit vor mir. Aber darauf freue ich mich. Die anderen Dinge können noch warten.“
Ebenfalls freute sich Kilde über die Rückkehr von Marcel Hirscher, Lucas Braathen und möglicherweise auch Lindsey Vonn in den Weltcup. „Unglaublich, es ist das Jahr der Comebacks“, stellte er fest und ergänzte: „Es fühlt sich so an, als würde ich etwas verpassen. Es wird ein großer Spaß, sich das anzuschauen. Und es wird mehr Aufmerksamkeit für den Sport bringen, was großartig ist.“