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Olympia-Goldheldin zieht Schlussstrich: "Mein Körper präsentiert mir die Rechnung"

Gold-Heldin zieht die Reißleine!

Federica Brignone beendet ihre Weltcup-Saison mit sofortiger Wirkung. Der Fokus richtet sich auf ihre Genesung.
Federica Brignone krönt ihr Olympia-Märchen mit einem triumphalen Sieg im Riesenslalom. Für die deutschen Läuferinnen Lena Dürr und Emma Aicher bleibt es dagegen bei einer Enttäuschung. Auch US-Star Mikaela Shiffrin muss weiter auf Edelmetall warten.
Federica Brignone beendet ihre Weltcup-Saison mit sofortiger Wirkung. Der Fokus richtet sich auf ihre Genesung.

Skirennläuferin Federica Brignone zieht nach dem Doppel-Gold bei den Olympischen Spielen einen Schlussstrich und wird in dieser Saison keine weiteren Weltcup-Rennen mehr bestreiten.

Ein Ende ihrer Karriere hatte die 35 Jahre alte Italienerin bereits zuvor nicht ausgeschlossen, ließ es nun aber offen. Nach einem schweren Unfall im April 2025 hat die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin nach wie vor mit großen Schmerzen im linken Bein zu kämpfen.

Am Wochenende hatte Brignone noch an den beiden Super-G-Rennen in Soldeu im Kleinstaat Andorra teilgenommen und dabei die Plätze 15 und acht belegt. Nun teilte sie mit: „Ich habe meinem Körper in den letzten Monaten so viel abverlangt“, sie habe auch versucht, die laufende Saison, in die sie erst Mitte Januar kurz vor Olympia eingestiegen war, fortzusetzen, das aber sei nicht möglich: „Mein Körper präsentiert mir gerade die Rechnung.“

Brignone mit Wunder-Comeback bei Olympia

Brignone war am 3. April 2025 bei den italienischen Meisterschaften schwer gestürzt und hatte dabei einen Kreuzbandriss und zahlreiche Frakturen erlitten.

Sie habe sich dennoch schon damals eine Olympia-Teilnahme als Ziel gesetzt, betonte sie, „und dafür habe ich in der Reha alles gegeben“. Das von ihr so bezeichnete „Wunder“ gelang - und noch mehr: In Cortina gewann sie Gold im Super-G und Riesenslalom.

„Ich werde nun eine Pause einlegen und meine Reha in Ruhe fortsetzen“, teilte Brignone mit. Bereits in der vergangenen Woche hatte sie wissen lassen, dass sie nach wie vor große Schmerzen habe und betont: „Ich will nicht, dass jeder Tag eine Folter ist. Wenn es nicht besser wird, ist es unwahrscheinlich, dass man mich nächstes Jahr auf der Piste sieht. Eine Entscheidung habe ich aber noch nicht getroffen.“