Ein Zoff im Langlauf hält Norwegen derzeit im Atem. Superstar Johannes Klaebo liegt seit Monaten im Streit mit der Verbandsspitze und trainiert weiterhin nur für sich.
Langlauf-Zoff! Norwegen hofft auf Einigung mit Superstar
Einigung im Langlauf-Zoff naht
Die Zeit rennt, denn es sind nur noch sieben Wochen bis zu Saisonbeginn. Bis dahin muss Klaebo einen neuen Vertrag unterzeichnet haben.
Nun gibt es aber Hoffnung. „Wir sind im Gespräch und hoffen, dass wir bald die letzten Details klären können“, schildert Teammanager Espen Bjervig dem norwegischen TV-Sender NRK.
Er sieht dabei gute Chancen: „Wir haben einen guten Dialog und ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“ Schließlich will er verhindern, dass Klaebo zum Saisonauftakt fehlt.
„Energieverlust!“ Langlauf-Zoff wirkt sich auf norwegisches Team aus
Die Situation hat auch Auswirkungen auf das restliche Team, wie Teamkollege Pal Golberg erklärt: „Das ist eine Form Energieverlust, die für niemanden konstruktiv ist.“
Ende April hatte der Ski-Star die norwegische Nationalmannschaft verlassen, weil die Parteien sich nicht auf einen Vertrag einigen konnte. Durch den Verlust des Millionen-Sponsors „Norengros“ musste das Team Einsparungen vornehmen und sogar Athleten kündigen. Dies hatte Klaebo verärgert.
Der 26-Jährige machte im Podcast Fast Skier seinen Unmut über die Situation im Team publik: „Ich bin der Meinung, dass man offen sein und von ganzem Herzen Werte haben.“ Diese Werte würden gerade nicht zählen, meinte er.
Darüber hinaus wirft er den Verantwortlichen vor, zu schnelle Entscheidungen zu treffen und dabei die Athleten ein Stück weit allein zu lassen. Es handle sich bei den Streitigkeiten nicht um finanzielle Angelegenheiten, sondern um den Umgang mit den Sportlern, versicherte der Sprint-Weltmeister.
Unklar ist, ob bis zum Saisonstart die Probleme ausgeräumt werden können. „Alle wollen Johannes am Start haben und ich kann mir nicht vorstellen, dass Johannes etwas anderes will“, sagt Golberg.