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Skisprung-Star schiebt Frust im Wald: "Vielleicht Baum angeschrien"

DSV-Star schiebt Frust im Wald

"Vielleicht hat er einen Baum angeschrien", sagt der Bundestrainer über eines seiner beiden Sorgenkinder.
Frustrierende Tournee für Karl Geiger
Frustrierende Tournee für Karl Geiger
© AFP/SID/KERSTIN JOENSSON
"Vielleicht hat er einen Baum angeschrien", sagt der Bundestrainer über eines seiner beiden Sorgenkinder.

Skispringer Karl Geiger hat nach dem Ende einer enttäuschenden Vierschanzentournee seinen ersten Frust alleine im Wald verarbeitet. Das verriet Stefan Horngacher. „In Bischofshofen gab es einen Rückschlag, da ist er in den Wald rausgegangen, zum Dampf ablassen. Vielleicht hat er einen Baum angeschrien“, sagte der Bundestrainer am Mittwoch der Süddeutschen Zeitung.

Auch er selbst habe als aktiver Springer nach Enttäuschungen manchmal den Weg in den Wald gesucht, so Horngacher: „Ich habe Bäume angeschrien und den einen oder anderen auch getreten.“

Geiger erlebt persönliches Tournee-Debakel

Der ehemalige Skiflug-Weltmeister Geiger (32) hatte bei keinem der vier Tournee-Springen den zweiten Durchgang erreicht, Platz 45 in der Gesamtwertung war sein schlechtestes Ergebnis seit elf Jahren. In Bischofshofen hatte er Teile des zweiten Durchgangs an der Seite von Horngacher auf dem Trainerturm verfolgt.

Für den Rest des Saison hat Horngacher Routinier Geiger aber ebenso wie den formschwachen Andreas Wellinger noch nicht abgeschrieben. „Hier weiterhelfen zu können, spornt mich an. Wir haben ja ein gemeinsames Ziel: Wir wollen bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf Ende Januar im Team eine Medaille gewinnen. Und da muss jeder im Team anpacken, jeder kann seinen Beitrag leisten, um die aktuelle Situation zu verbessern“, sagte er.