Karl Geiger zeigt sich nach seinem verkorksten Auftakt bei der Vierschanzentournee selbstkritisch und fordert von sich selbst eine baldige Verbesserung. Nach seinem Aus in der Qualifikation bei seinem Heimspringen in Oberstdorf hatte der deutsche Skisprung-Star auch in Garmisch-Partenkirchen sein Duell verloren und landete auf Rang 33.
Vierschanzentournee: Karl Geiger geht hart mit sich ins Gericht
Geiger geht hart mit sich ins Gericht
„Es war nicht alles schlecht, auch wenn ich mir ein besseres Ergebnis gewünscht habe“, erklärte Geiger nach dem Neujahrsspringen im Gespräch zunächst mit chiemgau24.de.
In der Gesamtwertung liegt Geiger bisher nur knapp unter den besten 50 Springern (49.). Damit läuft der DSV-Star trotz einer intensiven Tour-Vorbereitung - inklusive Weltcup-Pause - weiter seiner Form früherer Tage hinterher.
Vierschanzentournee: Geiger blickt auf erfolgreiche Jahre zurück
Jahrelang zählte Geiger zu den Mitfavoriten auf den Gesamtsieg. 2019/20 (3.) und 2020/21 (2.) landete er zweimal auf dem Podest und verpasste auch im folgenden Jahr als Vierter nur knapp einen Platz auf dem Podium.
In der aktuellen Form muss Geiger aber womöglich sogar um einen Platz im Olympia-Kader bangen, der am 20. Januar bekannt gegeben wird. Die interne Norm erfüllt der dreimalige Medaillengewinner bislang nicht.
„Natürlich denke ich an Olympia. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir das komplett egal ist“, erklärte Geiger.
Olympia? „Da gehöre ich aktuell nicht dazu“
Allerdings übte er auch starke Selbstkritik: „Klar ist aber auch, dass ich in der aktuellen Form bei Olympia keinen Auftrag habe. Deutschland hat nur vier Plätze und die besten sollen zu Olympia fahren. Da gehöre ich aktuell nicht dazu.“
Auch wenn die Zeit knapp und „der Weg noch weit“ sei, zeigte sich Geiger jedoch weiterhin selbstbewusst, der Mannschaft bei Olympia helfen zu können.
Dabei baut Geiger auch auf seine mentalen Fähigkeiten: „Ich weiß ja, dass ich das Skispringen beherrsche. Sonst hätte ich nicht das erreicht, was ich in meiner Karriere erreicht habe. Ich merke aber, dass ich aktuell nicht auf direktem Wege dort hinkomme, wo ich hin möchte.“
Deswegen müsse es nun „über kleine Schritte gehen, auch wenn das viel Geduld verlangt“.