Das Podium deutlich verpasst und doch viele Herzen gewonnen. Philipp Raimund wurde beim abschließenden Springen in Bischofshofen 12. und landete in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee so auf dem achten Platz.
Verblüffende Offenbarung nach Vierschanzentournee-Finale: Hannawald findet's "sensationell"
Verblüffende Tournee-Offenbarung
Mit seiner charismatischen Art begeisterte er zudem viele Skisprung-Fans und auch seine sportliche Leistung steht nach einem Geständnis des 25-Jährigen in einem ganz anderen Licht. Er ging nämlich krankheitsbedingt extrem geschwächt in den Wettkampf.
„Eigentlich habe ich schon nur mit 75 Prozent meiner Kraft angefangen“, sagte Raimund zu seiner Gesundheit in der ARD: „Ich war am Anfang schon krank, bin dann in Garmisch nach dem Silvesterabend wieder krank geworden. Am ersten Tag hier habe ich mich super gefühlt, aber heute Morgen hat es mich dann so richtig zerlegt.“
Raimund ergänzte: „Ich würde sagen, ich bin so bei 30 Prozent. Ich fühle mich absolut beschissen, muss ich ganz ehrlich sagen.“
Vierschanzentournee: Hannawald von Raimund begeistert
Dass Raimund trotz der Krankheit mit Platz zwölf ein starkes Ergebnis gelang, imponierte auch ARD-Experte Sven Hannawald: „Mit 30 Prozent war das, was er heute gezeigt hat, sensationell.“
Und auch der 25 Jahre alte Raimund zeigte sich mit seinem Erreichten durchaus zufrieden: „Obwohl ich krank bin, noch in die Top zwölf zu kommen, ist echt okay.“
Anschließend zeigte sich Raimund dann aber doch noch nachdenklich. Wäre er die Tournee über gesund geblieben, hätte er sich noch deutlich mehr zugetraut.
„Ich glaube ich hätte ein bisschen mehr mitmischen können und vielleicht ums Podium mit springen können“, sagte Raimund, der dann aber doch versöhnlich wurde: „Aber auch Platz acht in der Gesamtwertung war immerhin schon meine beste Tournee. Das nehme ich so mit.“
Der Sieg bei der Vierschanzentournee ging an Domen Prevc aus Slowenien. Felix Hoffmann erreichte als bester Deutscher den sechsten Platz.