Adam Copeland, der frühere Edge, ist nach über 25 Jahren von WWE zu AEW gewechselt - und was er dort noch vorhat, ist nun nochmal deutlicher geworden.
Wrestling-Fans warteten seit über 20 Jahren auf diesen Moment - und dann das ...
Großes Wiedersehen endet unschön
Bei der aktuellen Ausgabe der TV-Show Dynamite meldete sich die lebende Legende erstmals seit seinem Debüt am Sonntag im Ring zu Wort und wandte sich an den langjährigen Weggefährten und Freund Christian Cage. (NEWS: Alle Neuigkeiten zum Thema AEW)
„Es ist Zeit. Zum ersten Mal richtig seit über 20 Jahren“, setzte der Kanadier an: „dass wir uns wieder zusammentun. Dass wir auf Teams wie FTR, die Young Bucks treffen und einer neuen Generation von Fans zeigen, warum wir eines der besten Tag Teams aller Zeiten sind.“
Die Antwort seines Landsmanns fiel jedoch nicht so aus wie von Copeland und den Fans erhofft
Edge und Christian: Ein Team mit über 25 Jahren Geschichte
Copeland und Cage verbindet eine Partnerschaft, die sogar noch weiter zurückreicht als ihre gemeinsame WWE-Karriere: Die beiden besuchten dieselbe Wrestlingschule und waren schon Mitte der Neunziger Partner in den kanadischen Independent-Ligen (als Sexton Hardcastle und Christian Cage).
Zwischen 1998 und 2001 waren die beiden eines der heißesten jungen Duos der legendären „Attitude Era“ bei WWE: Nachdem die beiden zunächst als Brüder und Teil der unheimlichen Gruppierung „The Brood“ an der Seite des vampiresken Gangrel dargestellt wurden, kam der Durchbruch durch eine spektakuläre Fehde mit Matt und Jeff Hardy (nun ebenfalls bei AEW), später ausgebaut zu einer Dreier-Rivalität mit den Dudley Boyz.
Die beiden wilden TLC (Tables, Ladders & Chairs) Matches der drei Teams begründeten einen Mythos und blieben ebenso in Erinnerung wie die unterhaltsamen Auftritte der beiden am Mikrofon.
Nachdem WWE das Duo 2001 trennte, legten beide schließlich erfolgreiche Einzelkarrieren hin und wurden World Champions, ehe beide 2011 (Edge) bzw. 2014 (Christian) von schweren Verletzungen in den Ruhestand gezwungen wurden.
Eine erste Art von Reunion gab es schon 2021 bei WWE, als Cage Überraschungsteilnehmer am Royal Rumble war - nun scheint eine vollwertige Wiedervereinigung der Langzeitplan zu sein. Für den Moment jedoch stieß Copeland bei Cage auf taube Ohren, trotz einer emotionalen Ansprache.
Christian Cage antwortet Adam Copeland: „Go fuck yourself“
Copeland - der vorab auch Ansprüche auf den World Title von MJF anmeldete - bat Cage heraus und rechtfertigte, dass er sich am Sonntag bei WrestleDream zunächst gegen ihn gestellt hatte.
Er hätte nicht mitansehen können, wie Cage, Luchasaurus und der junge Nick Wayne ihr altes Idol Sting verprügelt hätten. Cage solle sich bitte besinnen und bemerken, wohin führe, was er momentan tue. Luchasaurus und Wayne würden Cage fallen lassen, sobald er ihnen nichts mehr nutze, er spreche da aus Erfahrung, meinte Copeland (in Anspielung darauf, was ihm bei WWE mit Judgment Day widerfuhr). Aber Cage sei zu selbstverliebt, um das zu bemerken. Er jedoch liebe Cage trotz allem - und dieser solle doch wieder auf den rechten Weg kommen.
Copelands Worte schienen den TNT-Champion Cage nachdenklich zu stimmen, er reichte Copeland, die Hand, umarmte ihn, nur um mittendrin das Mikro zu ergreifen und zu sagen: „Go fuck yourself.“
Cage ließ den enttäuschten Copeland im Ring zurück - für den Moment bleiben die beiden Feinde. Kommende Woche wird Copeland gegen Luchasaurus sein Ringdebüt bestreiten.
AEW Dynamite - weitere News, Highlights und Ergebnisse:
Zum 4. Geburtstag der Show Dynamite inszenierte AEW diverse weitere größere Entwicklungen - unter anderem auch die Ansetzung des World-Title-Matches für den nächsten Pay Per View Full Gear am 18. November: Wie vergangene Woche angedeutet, trifft MJF auf „Switchblade“ Jay White, der MJF bei Dynamite mit seinem Bullet Club Gold in eine Falle lockte und verprügelte.
Ein Comeback feierte derweil MJFs früherer Bodyguard Wardlow: In seinem ersten AEW-Auftritt seit dem Verlust des TNT Titles an Luchasaurus gab es einen schnellen Sieg gegen Youngster Griff Garrison.
Auch um Wardlows alten Rivale Powerhouse Hobbs gab es einen Paukenschlag: Er attackierte die Publikumslieblinge Chris Jericho und Kenny Omega - und scheint nun das vierte Mitglied der „Family“ von Don Callis zu sein, nach Konosuke Takeshita, Will Ospreay und Sammy Guevara.
Neu erfunden hat sich - schon in den vergangenen Wochen - auch Ex-Damenchampion Toni Storm.
Ihren neuen, an Filmdiven der goldenen Hollywood-Ära angelehnten Charakter als „Timeless“ Toni Storm brachte sie bei Dynamit in einem Match gegen Skye Blue zu voller Blüte.