Bei Marktführer WWE ist der wichtigste Gürtel in den vergangenen 14 Tagen gleich zweimal gewechselt – nun ordnet auch Konkurrent All Elite Wrestling die Landschaft umfassend neu!
Großer Titelknall jetzt auch bei WWE-Rivale AEW!
Großer Titelknall auch bei AEW!
Kenny Omega hat beim TV-Special AEW Dynamite: Beach Break den ganz großen Coup gelandet und ist neuer AEW World Champion. Im groß inszenierten Hauptkampf nutzte der Ausnahmewrestler aus Kanada seine laut Drehbuch letzte Chance auf den Gürtel und setzte sich damit zum zweiten Mal an die Spitze der von ihm selbst mitgegründeten Promotion.
In einem packenden Match beendete Omega die dritte Regentschaft des bisherigen Titelträgers MJF – womit nun der Hauptkampf für die Megashow All In im Londoner Wembley-Stadion am 30. August steht. Omega setzt dort seine viele Jahre zurückreichende Rivalität mit dem englischen Lokalmatador Will Ospreay fort.
AEW Dynamite: Kenny Omega entthront MJF
Omega, im Frühjahr noch von MJF um den Titel betrogen, hatte im Vorfeld der Show alles aufs Spiel gesetzt, um seinen Rivalen in ein Rückmatch zu locken: Er willigte ein, im Fall einer Niederlage nie mehr um den Gürtel antreten zu dürfen.
MJF und Omega lieferten sich nun in einer Freilufthalle in Clearwater, Florida, eine 24 Minuten lange, herausragende und spannende Schlacht – bei der der kommende Herausforderer Ospreay eine entscheidende Rolle spielte.
Ospreay griff ein und verhinderte, dass MJF sich mit seinem „Dynamite Diamond Ring“ abermals einen unfairen Vorteil verschaffte. Omega hatte dann selbst die Chance, den Titelgürtel einzusetzen, entschied sich dagegen – und handelte sich damit selbst einen Tiefschlag und einen Hieb mit dem Gürtel ein.
In einem laut umjubelten Moment stand Omega dann aber schon bei 1 wieder auf, als MJF ihn zum Sieg schultern wollte – und startete mit letzter Kraft seine spektakuläre Schlussoffensive, erfolgreich gekrönt mit seinem berüchtigten Finisher, dem One-Winged Angel.
MJFs dritte Regentschaft als AEW World Champion endete damit nach 46 Tagen – der Fokus liegt nun auf der Dynamik der alten Rivalen Omega und Ospreay, der sich schon vor einigen Wochen mit dem Sieg beim Gedenkturnier für den verunglückten Owen Hart die Titelchance in Wembley gesichert hatte.
Omega vs. Ospreay III bei All In in Wembley
Der 42 Jahre alte Omega und der neun Jahre jüngere Ospreay standen sich im Jahr 2015 erstmals bei der US-Independentliga PWG gegenüber. Vor drei Jahren folgten zwei groß inszenierte Gigantenduelle bei AEW und NJPW in Japan – der Liga, bei der beide groß geworden waren.
In zwei spektakulär intensiven, von Fans und Kritikern gefeierten Showdowns gab es keinen klaren Gewinner der Fehde um den IWGP US Title: Omega gewann das erste Duell Anfang 2023 im ehrwürdigen Tokyo Dome, Ospreay schlug sechs Monate später bei Forbidden Door in Omegas Heimat Toronto zurück.
Nun steigt vor noch größerer Kulisse der wohl ultimative Showdown unter neuen Vorzeichen: Omega, der sich in den vergangenen Jahren nach einer lebensbedrohlichen Darmentzündung zurückgekämpft hat, steht vor seinem wohl letzten großen Hurra – Ospreay vor dem endgültigen Durchbruch als Topstar und Aushängeschild von AEW.
Für einen rätselhaften Twist sorgte vergangene Woche auch Ospreays neues Bündnis mit dem früheren AEW World Champion Jon Moxley und die Aufnahme in dessen Gruppierung Death Riders – die von Omega skeptisch beäugt wird.
Titelwechsel, Mick Foley lässt aufhorchen, Jack Perry bleibt
Omegas Titelgewinn war nicht die einzige größere Weiche, die bei Beach Break gestellt wurde: Auch der International Title wechselte durch einen Sieg von Kyle Fletcher über Konosuke Takeshita zurück in die Don Callis Family.
Im Anschluss schien AEW die Saat für eine Story zwischen Callis und der frisch verpflichteten WWE-Legende Mick Foley zu legen. Callis komplimentierte das Hall-of-Fame-Mitglied bei dessen TV-Debüt für den neuen Arbeitgeber unfreundlich hinaus, als der Fletcher interviewen wollte.
Für den kommenden Großevent Redemption am 26. Juli steht auch schon ein Match: Die aus einer Verletzungspause zurückkehrende Willow Nightingale gewann als Überraschungsteilnehmerin das Casino Gauntlet und verdiente sich damit ein Damentitelmatch gegen die Österreicherin Thekla.
Eine weitere größere Neuigkeit, die AEW-Boss Tony Khan am Rande der Show verkündete: Er hat die Verhandlungen mit „Jungle Boy“ Jack Perry über eine Verlängerung von dessen auslaufenden Vertrag erfolgreich abgeschlossen. Der Sohn des verstorbenen TV-Stars Luke Perry bleibt AEW damit erhalten, ein möglicher Wechsel zu WWE ist vom Tisch.