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Das traurige Ende eines Wrestling-Stars

Das traurige Ende eines Wrestling-Stars

Magnum TA wurde vom früheren WWE-Rivalen zur Antwort auf Hulk Hogan aufgebaut. Ein schlimmer Autounfall änderte den Lauf der Wrestling-Geschichte.
Magnum TA war auf dem Weg, ein großer Wrestling-Star zu werden
Magnum TA war auf dem Weg, ein großer Wrestling-Star zu werden
© WWE Network
Martin Hoffmann
Martin Hoffmann
von Martin Hoffmann

Es hätte der große Moment sein sollen für den Mann, der die wrestlende Antwort auf eine Kultfigur der Achtziger war.

27. November 1986, 14.000 Zuschauer im Omni Coliseum von Atlanta, als Hauptkampf der Megashow Starrcade des WWE-Rivalen Jim Crockett Promotions war ein großes Titelduell angedacht: Der legendäre „Nature Boy“ Ric Flair gegen Magnum T.A., den aufstrebenden Publikumsliebling (Ikone Ric Flair: Sein Ruhm im Wrestling-Ring, seine private Tragödie).

Für Terry Allen, der den Spitznamen „Magnum“ wegen seiner Ähnlichkeit zu der von Tom Selleck verkörperten TV-Ikone trug, schien an diesem Abend der große Durchbruch vorgezeichnet zu sein: Ein großer Sieg über Flair, die Krönung zum World Champion - zum Pendant und Gegenspieler von Hulk Hogan, dem Megastar der damaligen WWF.

Eine regnerische Oktober-Nacht in der Showkampf-Hochburg Charlotte, North Carolina, änderte alles.

Tom Selleck als Magnum war das Vorbild von Magnum TA
Tom Selleck als Magnum war das Vorbild von Magnum TA

Magnum TA: Schlimmer Unfall beendete Wrestling-Karriere

Es war der Abend des 14. Oktober 1986. Allen war mit seinem Porsche - den er sich mit seinem für damalige Verhältnisse fürstlichen Jahresverdienst von 500.000 Dollar geleistet hatte - unterwegs auf der Sardis Road unweit seiner Wohnadresse.

Allen hatte Wrestler-Kollege Dick Murdoch bei einer Party abgesetzt und wollte nach Hause, als er wegen Aquaplanings die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

Der Porsche prallte gegen einen Telefonmast, der schwer verletzte Allen musste rund eine Stunde reglos warten, bis das Wrack entdeckt wurde - und eine weitere, ehe er daraus befreit werden konnte.

Allen musste eine dreistündige Not-OP über sich ergehen lassen, musste wegen schwerer Schädigungen von Wirbelsäule und Nervensystem darum bangen, je wieder laufen zu können, die Ärzte beschrieben zwei seiner Nackenwirbel als faktisch „explodiert“.

Der Wrestling-Star hatte noch Glück, nach Einschätzung der Experten rettete ihm sein durchtrainierter Körper das Leben - und erleichterte ihm dann auch die Reha. Die Karriere von Magnum T.A. allerdings war vorbei.

Ein Rivale für Hulk Hogan? Es bleibt Spekulation

Bis heute rätseln Fans, wie sehr das Drama den Lauf der Wrestling-Geschichte verändert hat.

Der frühere College-Ringer Allen - die Idee für den Magnum-Namen kam von Hogans großem Rivalen André the Giant - hätte der große Star des WCW-Vorgängers JCP werden können.

Seine große Fehde um den US Title mit dem als bösen Russen verkauften Nikita Koloff war ein Kassenschlager, der charismatische Allen riss das Publikum mit seinen emotionalen Auftritten mit, offenbarte viele der Qualitäten, die auch Hogan über das Wrestling hinauswachsen ließen.

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Ob Magnum T.A. ähnlich groß hätte werden können, die Niederlage Crocketts im Konkurrenzkampf mit der WWF zu verhindern? Ungewiss, zumal es vor allem große finanzielle Fehlplanungen waren, die das Schicksal der Promotion besiegelten. Ob ein fitter Magnum T.A. so viel Geld eingespielt hätte, dass er die Rechnung verändert hätte? Spekulation.

Magnum TA ist Stiefvater von Tessa Blanchard

Der Ersatzmann, den Crockett für Magnum T.A. ins Rennen schickte - ein vom Schicksal des Rivalen berührter und auf den rechten Weg gebrachte Koloff - konnte das Blatt in jedem Fall nicht wenden. Koloff verlor letztlich auch das Match gegen Flair.

Der verletzte Magnum T.A., der körperlich beeinträchtigt blieb, hatte noch einige Auftritte bei Crockett und WCW, als Kommentator, Interviewer und Manager der Weggefährten Koloff und Dusty Rhodes und moralische Stütze in deren Fehde mit Flair und seinen „Four Horsemen“.

Später wurde der Stiefvater von Wrestlerin Tessa Blanchard - leibliche Tochter seines Rivalen Tully Blanchard - Manager einer IT-Firma und blieb dem Wrestling über Nostalgie-Auftritte verbunden.

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Alles, was sonst aus ihm hätte werden können, nahm ihm die regennasse Sardis Road.

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