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WWE: Vince McMahons seltsamer TV-Auftritt nach Sex-Skandal löst "Verwirrung und Wut" aus

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WWE: Vince McMahons seltsamer TV-Auftritt nach Sex-Skandal löst "Verwirrung und Wut" aus

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WWE-Boss löst „Verwirrung & Wut“ aus

WWE-Boss löst „Verwirrung & Wut“ aus

Vince McMahon wendet sich nach dem Sex- und Schweigegeldskandal bei SmackDown an sein Publikum - ohne viele Worte, aber selbstbewusst wie immer.
Er sagt nichts zum eigentlichen Thema - und doch spricht dieser Auftritt Bände: Der wegen eines Sex-Skandals als WWE-Boss vorübergehend zurückgetretene Vince McMahon wendet sich bei SmackDown mit einem selbstbewussten Auftritt ans Publikum.
Martin Hoffmann
Martin Hoffmann

Zum eigentlichen Thema sagte er kein Wort - aber dieser Auftritt sprach dennoch Bände.

McMahon, der seinen Chefposten im Unternehmen vorübergehend an Tochter Stephanie abgegeben hat, machte in einer kurzen Ansprache ans Publikum nicht den Eindruck, dass er sein Wrestling-Imperium abgeschrieben hat - im Gegenteil.

Die Körpersprache und jedes Detail der Inszenierung des 76-Jährigen transportierte die Botschaft, dass er mit sich im Reinen ist. Die Art und Weise, wie McMahon sich präsentierte, löste viel Kritik aus - offenbar auch ligaintern: Wrestling-Reporter Sean Ross Sapp (Fightful) berichtet, dass ihn „zahlreiche Reaktionen aktueller und früherer WWE-Stars“ erreicht hätte, „die Bandbreite reichte von verwirrt bis wütend“.

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Vince McMahon bei SmackDown selbstbewusst wie immer

McMahon kam wie gewohnt mit seiner altbekannten Einzugsmusik zum Ring - dem im aktuellen Kontext extra doppeldeutigen Song „No Chance in Hell“ -, er wurde wie immer angekündigt als „Mr. McMahon“ und stolzierte mit dem üblichen, inzwischen auch von UFC-Superstar Conor McGregor kopierten „Power Walk“ zum Ring.

Die Bildregie blendete bei dem Einzug nur jubelnde und applaudierende Fans ein - und auch die wenigen Worte, die McMahon sagte, signalisierten die für seine Liga typische Vereinnahmung des „WWE Universe“.

McMahon dankte zunächst den Fans, es sei „wie immer ein Privileg vor dem WWE-Universum stehen zu dürfen, speziell hier und heute in Minnesota“. Er verwies dann in vieldeutiger Manier auf das Firmenmotto „Then. Now. Forever. Together.“ (Damals. Heute. Für Immer. Zusammen.) - und erklärte, dass ihm das „zusammen“ besonders wichtig sei.

McMahon hieß die Fans vor Ort dann nur noch zu SmackDown willkommen, warf das Mikro in den Ring und ging. Man bekam in keiner Sekunde Eindruck, dass er von einem Abschied ausgeht.

Der Auftritt war von WWE vorab offensiv beworben worden, die den Skandal damit auch als Treiber für die Einschaltquote benutzt haben. Wer allerdings das vorab veröffentlichte Statement gelesen hatte, musste wissen, dass McMahon wie auch die Firma „keinen weiteren Kommentar“ mehr zur Sache abgeben wollten.

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Der ebenfalls am Pranger stehende Talentchef John Laurinaitis war bei der SmackDown-Show nicht anwesend - auch nicht hinter den Kulissen -, laut Wrestling Observer war dies jedoch auch vor der Enthüllung nicht geplant gewesen und habe damit keine Aussagekraft.

Rücktritt des langjährigen Bosses nicht mehr ausgeschlossen

Ein Bericht des Wall Street Journal hatte am Donnerstag enthüllt, dass die weltgrößte Wrestling-Liga dem Vorwurf nachgeht, dass McMahon ein fragwürdiges Verhältnis mit einer ehemaligen Angestellten aus der Rechtsabteilung des Unternehmens eingegangen ist - und dass er dies durch eine drei Millionen Dollar schwere Schweigegeld-Zahlung zu vertuschen versucht hätte.

Das WWE-Direktorium hat interne Ermittlungen eingeleitet und soll zudem mittlerweile auf weitere Schweigevereinbarungen mit Millionen-Volumen gestoßen sein.

Vince McMahon wurde am Freitagmorgen in der offiziellen Mitteilung von WWE zitiert, dass er „vollumfänglich“ mit der Untersuchung des Board of Directors kooperieren werde „und ihr Ergebnis akzeptieren werde, wie immer es aussieht“ - womit er die Möglichkeit eines endgültigen Rücktritts in den Raum gestellt hatte.

Im selben Atemzug betonte WWE aber auch, dass Vince weiter die kreative Hoheit über das WWE-Produkt behält.

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