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WWE-Beben nach Sex-Skandal: Boss Vince McMahon tritt beiseite

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WWE-Beben nach Sex-Skandal: Boss Vince McMahon tritt beiseite

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Sex-Skandal: WWE-Boss tritt beiseite

Sex-Skandal: WWE-Boss tritt beiseite

Nach der Enthüllung des Sex-Skandals um Vince McMahon lässt der Wrestling-Mogul seinen Chefposten bei WWE ruhen - Tochter Stephanie übernimmt.
Stephanie McMahon (r.) ersetzt Vater Vince während des Sex-Skandals an der WWE-Spitze
Stephanie McMahon (r.) ersetzt Vater Vince während des Sex-Skandals an der WWE-Spitze
© WWE
Martin Hoffmann
Martin Hoffmann

Das Wrestling-Imperium WWE reagiert mit einer großen Umwälzung auf die Enthüllung des brisanten Sex-Skandals um WWE-Boss Vince McMahon.

In einem in dieser Form überraschenden Schritt hat WWE angekündigt, dass der 76 Jahre alte Firmen-Patriarch „freiwillig von seinen Aufgaben als CEO und Chairman zurücktritt, bis die Untersuchung beendet ist“. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu WWE)

WWE hat im selben Atemzug allerdings klargestellt, dass McMahon „seine Aufgaben und seine Rolle in Bezug auf die kreativen Inhalte von WWE behält“. Er wird also die Shows wie gehabt lenken - von einem wirklichen Rückzug kann also nur bedingt die Rede sein. WWE hat außerdem einen Auftritt Vince McMahons bei der heutigen Episode der TV-Show Friday Night SmackDown angekündigt.

Stephanie McMahon wird Interimschefin anstelle von Vince

McMahon wird in der offiziellen Mitteilung von WWE zitiert, dass er „vollumfänglich“ mit der Untersuchung des Board of Directors kooperieren werde „und ihr Ergebnis akzeptieren werde, wie immer es aussieht“.

„Ich liebe dieses Unternehmen“, ergänzte die nun vorangehende Stephanie, es liege ihr am Herzen, „unsere Kultur und unsere Firma zu stärken“, es sei ihr „extrem wichtig“, dass dort ein „sicheres Arbeitsklima“ herrscht.

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Vinces Rückzug verdeutlicht die Tragweite des Skandals: Zuletzt war er einen ähnlichen Schritt Anfang der Neunziger, als er wegen eines Steroidskandals vor Gericht stand, damals übernahm seine Frau Linda McMahon, die bei WWE aber seit längerem außen vor ist und zuletzt stattdessen politisch im Umfeld von Ex-Präsident Donald Trump aktiv war.

Führungs-Wirren um Stephanie und Triple H

Stephanie hatte eigentlich erst im Mai eine Auszeit aus „familiären Gründen“ angekündigt, es folgte ein Aufsehen erregender Bericht des Business Insider, der stattdessen behauptete, dass Stephanie wegen unzureichender Performance von ihrem Vater ausgebootet wäre.

Dass Stephanie nun in die Bresche springt, tritt dem für WWE ungünstigen Eindruck entgegen, dass das Familienunternehmen auseinanderfällt und der Skandal um Vince - von dem Stephanie schon im Mai gewusst haben muss - eine Rolle dabei spielt.

Der Wrestling Observer berichtete schon am Freitag unter Berufung auf Eingeweihte, dass Stephanies Rückzug nichts mit den Skandal zu tun gehabt hätte, es hätte andere Gründe gegeben.

Schon vor den Wirren um Stephanie hatte die Entmachtung ihres als Vinces Kronprinzen geltenden Ehemannes „Triple H“ Paul Levesque für Wirbel gesorgt - ein Prozess, der schon vor dessen schweren Herzproblemen im Sommer begonnen hatte. Stephanie und Levesque sind Teil des Board of Directors, das eine Mischung aus den hierzulande üblichen Gremien Vorstand und Aufsichtsrat darstellt.

Vince McMahon und Talentchef unter Druck

Ein Bericht des Wall Street Journal hatte am Donnerstag enthüllt, dass die weltgrößte Wrestling-Liga dem Vorwurf nachgeht, dass ihr Boss Vince McMahon ein fragwürdiges Verhältnis mit einer ehemaligen Angestellten aus der Rechtsabteilung des Unternehmens eingegangen ist - und dass er dies durch eine drei Millionen Dollar schwere Schweigegeld-Vereinbarung zu vertuschen versucht hätte.

Das WWE-Direktorium soll zudem mittlerweile auf weitere Schweigevereinbarungen mit Millionen-Volumen gestoßen sein, unter Beteiligung von sowohl McMahon als auch seines Talentdirektors John Laurinaitis - bekannt auch für seine Auftritte vor der WWE-Kamera und als Stiefvater der mittlerweile über WWE hinaus berühmten Zwillinge Nikki und Brie Bella.

Die interne Untersuchung - bis zu deren Ende WWE den Fall von nun an nicht mehr kommentieren will - wird geleitet von Board-Mitglied Man Jit Singh, einem früheren Sony-Manager. Die aktiven Ermittlungen übernimmt New Yorker Anwaltskanzlei Simpson Thatcher & Bartlett, die auch „die Firmenkultur von WWE“ generell unter die Lupe nehmen soll.

Unaghängig davon hat eine andere Kanzlei - Scott & Scott - mittlerweile eine Ermittlung angekündigt, ob die WWE-Verantwortlichen in der Angelegenheit ihren Pflichten gegenüber den Aktionären nachgekommen sind.

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