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WWE: Der traurige Tod eines früheren Kultstars

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WWE: Der traurige Tod eines früheren Kultstars

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Der traurige Tod eines Kultstars

Er war „Sicherheitschef“ von Hulk Hogan und hatte bei WWE eine legendäre Rolle: Zuletzt war Mike Jones alias Virgil schwer krankt und in Geldnot, nun ist er mit 61 verstorben.
Mike Jones alias Virgil auf seinem Karriere-Höhepunkt bei WWE 1991
Mike Jones alias Virgil auf seinem Karriere-Höhepunkt bei WWE 1991
© WWE
mhoffmann
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Für Hulk Hogan spielte er den „Sicherheitschef“ der legendären New World Order, für den „Million Dollar Man“ Ted DiBiase den Diener und Vollstrecker - der sich schließlich unter dem Jubel der Fans gegen seinen Herrn und Meister erhob.

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Michael „Soultrain“ Jones alias Virgil ist WWE- und WCW-Fans der Achtziger und Neunziger nicht als Topstar im Gedächtnis geblieben, aber als prägnante Nebenfigur, deren Wege sich vielen Ikonen kreuzte - und als Spielball für Insider-Gags der Ligabosse auf Kosten des jeweiligen Konkurrenten. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu WWE)

Nun ist der ehemalige Publikumsliebling, der in den vergangenen Jahren schwere gesundheitliche Probleme hatte, im Alter von 61 verstorben. Jones hatte 2022 offenbart, dass er mit zwei zunächst unerkannten „massiven Schlaganfällen“ und beginnender Demenz diagnostiziert worden war - und dass er sich auch finanziell in einer dramatischen Situation befunden hätte.

Berühmteste WWE-Rolle hatte heiklen Unterton

Internationale Bekanntheit hatte Jones ab 1987 erlangt, als die damalige WWF ihn als Handlanger und Diener DiBiases besetzte, der damals in der Rolle als steinreicher Erzbösewicht eingeführt worden war.

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Der Name Virgil war ein Seitenhieb auf Legende Dusty Rhodes, damals kreativ verantwortlich bei Konkurrent Jim Crockett Promotions (später: WCW) - Virgil Riley Runnels war dessen bürgerlicher Name. Der Umstand, dass der Million-Dollar-Man-Charakter als Alter Ego von WWE-Boss Vince McMahon galt, verdeutlichte die Botschaft, die McMahon damit vermitteln wollte.

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Den oft kritisierten politischen Unterton, den die Darstellung eines schwarzen Leibeigenen für einen reichen, weißen Mann mit sich brachte, hat WWE nie explizit thematisiert. Jones selbst hatte die Kritik immer wieder als unbegründet zurückgewiesen - 2017 fiel er selbst mit einem indiskutablen Twitter-Kommentar gegen den indischstämmigen WWE-Star Jinder Mahal negativ auf (“Der hat mir doch eben noch einen Slushie bei 711 serviert“).

WWE-Karriere versandete nach dem größten Jahr 1991

Zur größten Story in Virgils Karriere kam es im Jahr 1991, als er sich - ermutigt von „Rowdy“ Roddy Piper - gegen DiBiase wandte und zum Publikumsliebling. Es folgte eine große Fehde mit Matches bei WrestleMania und SummerSlam, Virgil gewann dabei zwischenzeitlich den ikonischen, von DiBiase selbst eingeführten „Million Dollar Belt“.

Danach verlief Virgils WWE-Karriere eher im Sande, seine Auftritte für WCW ab 1996 hatten meist eher Running-Gag- als ernsthaften Charakter. Die berühmtesten Schlaglichter dieser Zeit waren seine fortlaufenden Namenswechsel, die an den Virgil-Seitenhieb anknüpften.

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WCW-Boss Eric Bischoff taufte Jones als Reaktion zunächst folgerichtig „Vincent“, später hieß er in Anspielung auf McMahons Sohn „Shane“ und schließlich auch „Curly Bill“ (“lockiger Bill“) - als er sich als weitere Pointe der Südstaatencowboy-Gruppierung West Texas Rednecks um Curt Hennig anschloss.

„Lonely Virgil“ wurde zu einem Meme

Nach dem Ende seiner Vollzeit-Karriere wurde Jones Mathelehrer in Pittsburgh, dem Wrestling blieb er durch Gastauftritte bei WWE und kleineren Ligen verbunden - die nicht immer ohne Irritationen abliefen: Weggefährte DiBiase klagte vor einigen Jahren in einem Interview mit ESPN, dass Jones lokalen Promotern mehrmals falsche Versprechungen gemeinsamer Auftritte mit ihm gegeben hätte - von denen er selbst nie etwas gewusst hätte.

Eher kuriosen Nachruhm erlangte Jones auch durch ein unter Fans berühmtes Foto, das ihn bei einer zu diesem Zeitpunkt unbesuchten Autogrammstunde mit dem Banner „Virgil - Wrestling Superstar“ zeigt.

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Das „Lonely Virgil Meme“ wurde zu einem tragikomischen Symbolbild eines vergessenen Stars, der versucht, von den Resten seines alten Ruhms zu leben. Nun ist der Anblick nochmal ein Stück trauriger geworden.