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Wolfgang Pichler trainiert derzeit die schwedische Biathlon-Nationalmannschaft
Wolfgang Pichler trainiert derzeit die schwedische Biathlon-Nationalmannschaft © Getty Images
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Trotz seiner früheren Tätigkeit als Trainer lebenslang gesperrter russisscher Biathletinnen fährt Wolfgang Pichler nach Südkorea. Der Star-Coach ist erleichtert.

Der deutsche Biathlon-Trainer Wolfgang Pichler (63) reist nun doch als Schwedens Nationalcoach zu den Olympischen Winterspielen nach Pyeongchang (9. bis 25. Februar).

Dies gab sein Anwalt Marius Breucker am Freitagabend nach einer Entscheidung des Schwedischen Olympischen Komitees (SOK) in einer schriftlichen Mitteilung bekannt.

"Ich bin froh, dass die Angelegenheit geklärt ist und ich mich voll und ganz auf die Vorbereitung der Mannschaft konzentrieren kann", wird Pichler, der Trainer der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) lebenslang gesperrten Russinnen Olga Saizewa, Olga Wiluchina und Jana Romanowa war, in der Stellungnahme zitiert: "Mein Anwalt Dr. Breucker konnte das SOK überzeugen, dass meiner Teilnahme nichts entgegensteht."

Das SOK habe befürchtet, dass Pichler von der Entscheidung des IOC vom 5. Dezember 2017 betroffen sei, nach der an den Spielen in Pyeongchang keine Trainer von wegen eines Dopingvergehens sanktionierten russischen Athleten teilnehmen dürfen.

"Nach Austausch mit dem IOC konnten wir das schwedische NOK überzeugen, dass die IOC-Entscheidung für das russische Olympische Komitee und dessen Athleten, nicht aber für Wolfgang Pichler gilt", sagte Breucker.

In der Mitteilung seiner Kanzlei hieß es, dass Pichler seit Jahrzehnten als engagierter Anti-Doping-Kämpfer bekannt sei und von Anfang an betont habe, dass er von etwaigen Dopingpraktiken in Russland keine Kenntnis gehabt hatte.

Pichler habe vielmehr dafür gesorgt, dass seine Athletinnen im deutschen Wintersportort Ruhpolding trainierten und auf diese Weise ständig den Kontrollen unabhängiger Anti-Doping Organisationen wie WADA und NADA unterworfen waren.

Die zweimalige Olympiasiegerin Saizewa und ihre beiden Staffel-Kolleginnen hatten 2014 bei den Spielen in Sotschi Silber geholt. Die Oswald-Kommission des IOC sperrte sie und mehr als 30 weitere russische Olympia-Teilnehmer von 2014 im Zuge des Manipulations- und Dopingskandals um den Gastgeber.

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