vergrößernverkleinern
Floyd Landis vertreibt seit 2016 Cannabis-Produkte
Floyd Landis vertreibt seit 2016 Cannabis-Produkte © Getty Images
teilenE-MailKommentare

Laut Meinung des früheren Tour-de-France-Siegers Floyd Landis steht dem Team Sky das Ende bevor. Die Mannschaft steht unter schwerem Dopingverdacht.

Ex-Radprofi Floyd Landis rechnet im Zuge der Vorwürfe gegen das Team Sky durch einen Sonderausschuss des britischen Parlaments mit einem baldigen Aus für den Rennstall.

"Das muss das Ende sein für das Team. Ich bin zu hundert Prozent sicher, dass es bei der Tour de France dieses Jahr kein Team Sky geben wird", sagte der geständige Doper und Kronzeuge im Fall Lance Armstrong dem Internetportal cyclingnews.com.

Landis hatte die Tour de France 2006 gewonnen, war aber danach des Dopings überführt worden. Sein Gesamtsieg wurde annulliert. Seit 2016 vertreibt der Amerikaner in Denver/Colorado Cannabis-Produkte.

In Bezug auf den wegen der erhobenen Vorwürfe unter enormen Druck geratenen Bradley Wiggins forderte der 42-Jährige dieselben Konsequenzen für den Tour-Sieger von 2012, die einst ihn trafen. "Wiggins sollte seinen Titel verlieren", sagte Landis.

Er erklärte, die Nutzung des Kortikoids Triamcinolon sei aus seiner Sicht trotz der zuvor erteilten medizinischen Ausnahmegenehmigungen (TUEs) ein Dopingvergehen - anders als im britischen Report geschlussfolgert. "Für einen Kerl wie Wiggins, der zu schwer war und kein Kletterer, wären Kortikoide genauso von Vorteil wie Steroide, Epo und Blutdoping, weil, wenn er es nicht genommen hätte, wäre er nie so dünn geworden, alles Epo der Welt hätte ihm nicht über die Berge geholfen."

Wiggins solle auspacken und die Wahrheit sagen, dass die ganze Anti-Doping-Sache eine Farce sei. "Das ist es, was die Leute lernen sollten, nicht nur mit dem Finger auf Wiggins zu zeigen", sagte Landis. Das gesamte System sei ein Schwindel.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image