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Tour de Georgia Stage Five
Aus Lance Armstrong (l.) und Floyd Landis (r.) wurden nur wenige Zeit später Feinde © Getty Images
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Floyd Landis kündigt seine Rückkehr in den Radsport mit einem eigenen Team an. Die Finanzierung erfolgt mit skurrilen Geldquellen - eine davon ist Lance Armstrong.

Floyd Landis will aus den Einnahmen seines legalen Cannabis-Geschäfts und dem eingeklagten Geld von Lance Armstrong ein eigenes Profi-Radteam gründen.

Das Team des US-Amerikaners soll nach seinem Cannabis-Unternehmen "Floyd's of Leadville" benannt und in Kanada registriert werden. Der Beginn ist für 2019 geplant, die Fahrer sollen mit einer drittklassigen Continental-Lizenz an den Start gehen.

"Ich habe eine widersprüchliche Beziehung mit dem Radfahren, aber ich mag es immer noch", sagte Landis dem Wall Street Journal. Das Team solle jungen Fahrern Entwicklungschancen bieten.

Landis fuhr fort: "Ich erinnere mich immer noch daran, wie es war, ein Kind zu sein und in einer einheimischen Mannschaft zu fahren. Es waren einige der besten Jahre meines Lebens."

Landis hatte Armstrong verklagt

Landis hatte seinen Ex-Teamkollegen Lance Armstrong wegen Betrugs auf Entschädigung verklagt, nachdem Armstrong sich des Dopings schuldig bekannte und ihm seine Tour-de-France-Siege aberkannt wurden.

Im April diesen Jahres erhielt der 42-Jährige von Armstrong eine Zahlung in Höhe von 1,65 Millionen Dollar, nachdem die ehemaligen Radprofis sich außergerichtlich geeinigt hatten. "Vielleicht klingt es komisch, aber für mich ist das eine Art Schluss", sagte Landis bezüglich seiner Vorhabens.

Landis selbst hatte 2006 die Tour de France gewonnen. Wegen Dopings wurde auch ihm sein Sieg wenige Tage später wieder aberkannt. Im Verfahren gegen Armstrong sagte er als Zeuge aus.

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